22.01.2020 | 14:34 Uhr Telefonüberwachung in Sachsen – 2018 wurde weniger gelauscht

Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand.
Bildrechte: dpa

Die Ermittlungsbehörden haben 2018 in Sachsen weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht als im Jahr zuvor. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik des Bundesamtes der Justiz in Bonn hervor. Demnach ordneten die Gerichte 375 Überwachungsmaßnahmen an, bei denen 811 Telefon- und Internetanschlüsse angezapft wurden. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 1, 6 Prozent weniger Verfahren und sogar vier Prozent weniger betroffene Anschlüsse.

Bundesweit stieg der Statistik zufolge dagegen die Zahl der Telekommunikationsüberwachungen binnen Jahresfrist um mehr als vier Prozent auf fast 19.500. Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Der mit Abstand häufigste Grund für die Überwachung von Telefon- und Internetanschlüssen in Sachsen waren demnach Ermittlungen im Zusammenhang mit Schmuggel, Handel und Missbrauch von Drogen. Dahinter kamen in der Rangliste Bandendiebstahl, Computerbetrug, Mord und Totschlag.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | 22.01.2020 | 14:15 Uhr in den Kurznachrichten

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2020, 14:34 Uhr

1 Kommentar

Dynamo vor 10 Wochen

"In Sachsen weniger Telefonüberwachung 2018" - soll das eine Erfolgsmeldung sein ? Ist das nicht ein Angriff in Dinge, die keinen anderen etwas angehen ? Zu Beginn einer solchen Telefonüberwachung ist es doch nur ein Verdacht gegenüber einem anderen. Erst nach einer gewissen Zeit stellt sich doch heraus, dass jener verdächtig ist, der andere aber nicht. Wie hoch ist die Quote derjenigen, die überwacht wurden, aber vollkommen unschuldig sind ? Davon ist in diesem Bericht leider nicht die Rede.

Mehr aus Sachsen