MDR SACHSEN | 22.01.2019 Ticker: Razzia bei Schrottdieben in Görlitz - Tausende Euro und Waffen beschlagnahmt

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Kathrin König

Zwei Bundespolizisten führen einen älteren Mann ab, den sie gerade bei einer Razzia verhaftet haben am 22.1.2019.
Zwei Bundespolizisten führen den beschuldigten Rentner in Görlitz ab, der 600 Meter Bahngleise in Kodersdorf-Bahnhof gestohlen haben soll. Bildrechte: Danilo Dittrich

Die Bundespolizei hat am Dienstagfrüh in Görlitz bei einer Razzia mehrere Räume sowie eine Halle durchsucht. Dabei beschlagnahmten die 80 Beamten einen fünfstelligen Geldbetrag und Waffen. Ein Deutscher im Alter von 73 Jahren wurde festgenommen. Der Beschuldigte soll laut Bundespolizei Gleiskörper auf einer Länge von 600 Metern zurückgebaut und für etwa 16.000 Euro als Mischschrott verkauft haben. Die Ermittler durchsuchten auch die Wohnung der Lebensgefährtin des Rentners und Räume eines Komplizen.

Ermitteln muss die Polizei auch nach einem Einbruch von Unbekannten in einen Schrotthandel in Zeithain im Landkreis Meißen. Die Täter stahlen tonnenweise Diebesgut aus einer Lagerhalle, darunter vier Tonnen Autobatterien, fünf Tonnen Metall und drei Winkelschleifer, wie die Polizei mitteilte. Der Wert wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Beim Einbruch am vergangenen Wochenende entstand ein Sachschaden von rund 7.000 Euro.

12:37 Uhr | Keine weitere Suche nach Brandstiftern im Hochhaus Zwickau

Die Behörden ermitteln nicht weiter nach dem Brand in einem Zwickauer Hochhaus im Juni 2018. Wie die Polizei auf Nachfrage von MDR SACHSEN mitteilte, steht zwar fest, dass es sich um Brandstiftung handelt. Wer das Feuer in dem Elfgeschosser in der Katharinenstraße gelegt hat, habe aber nicht geklärt werden können. Der Sachschaden betrug rund 300.000 Euro. 44 Wohnungen waren rund einen Monat lang unbewohnbar.

11:56 Uhr | Mehr Schenkungen, weniger Besucher im Leipziger Grassimuseum

Das Grassimuseum für Angewandte Kunst in Leipzig hat 2018 ein neues Hoch bei Neuerwerbungen erreicht. Insgesamt seien 2.568 Objekte im Wert von rund einer Million Euro hinzugekommen, teilte das Museum mit. Rund 95 Prozent der Neuerwerbungen seien Schenkungen gewesen, 131 Objekte wurden angekauft. Allerdings wollten 6.000 Besucher weniger als noch 2017 die Sammlung sehen. Am Jahresende zählte das Grassi 73.700 Besucher. Den Rückgang begründete Museumssprecher Olaf Thormann damit, dass es 2018 keine Großveranstaltung wie einen Kirchentag oder den nur alle zwei Jahre ausgerichteten Tag der offenen Tür gegeben habe. "Es kann nicht in jedem Jahr schneller, höher, weiter gehen", sagte er.

11:34 Uhr | Tempolimit auf allen Autobahnen?

Unter dem Aspekt des Umweltschutzes ist die Debatte um ein bundesweites Tempolimit auf Autobahnen neu entflammt. Die Deutsche Umwelthilfe verlangt Tempo 120 auf Autobahnen. Die Verkehrskommission der Bundesregierung spricht sich für ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen aus. Was sagen Sie? Stimmen Sie bei MDR SACHSEN ab:

11:25 Uhr | Porsche kippt auf A4 bei Salzenforst um

Ein Porsche auf einem Anhänger ist samt Gespann am Montagabend in der Böschung auf der A4 zwischen Salzenforst und Uhyst gelandet. Warum das Auto mit Anhänger kurz vor dem Prischwitzer Berg nach rechts von der Straße abkam und umkippte, ermittelt die Polizei. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungskräften half an der Unfallstelle.

Ein Auto mit Anhänger liegt im Dunkeln im Straßengraben. Auf dem Anhänger ist ein Luxusauto, ein Porsche umgekippt.
Einsatzkräfte wurden zu einem überschlagenen Auto auf der A4 gerufen. Am Unfallort sahen sie dann, dass der Pkw noch stand, aber ein Porsche auf dem Anhänger auf der Seite lag. Bildrechte: Christian Essler

11:03 Uhr | Lebensgefahr auf zu dünnem Eis

Viele Gewässer in Sachsen frieren bei den frostigen Temperaturen langsam zu. Feuerwehr und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnen eindringlich vor dem Betreten zugefrorener Seen oder Flüsse, denn die Eisdecken seien meist noch zu dünn. Spaziergänger und Schlittschuhläufer setzten womöglich ihr Leben aufs Spiel. Wenn das Eis knistert, knackt oder Risse zeigt, sollte es nicht betreten werden. Tückisch können Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, warnen die Lebensretter. "Gerade auf Kinder haben zugefrorene Flüsse und Seen eine große Anziehungskraft. Deshalb sollten Eltern, Lehrer und Erzieher die Kinder unbedingt über die Gefahren beim Betreten von Eisflächen aufklären", sagt auch der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung, Heinz Gräfe.

10:18 Uhr | Mit gefälschten Papieren unterwegs

Ein 30 Jahre alter Mann wollte mit gefälschten Papieren Bundespolizisten bei einer Polizeikontrolle am Montagabend täuschen. Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel überprüften auf der A17 drei Autoinsassen. Der 30-Jährige wies sich dabei mit einem kroatischen Ausweis aus, der sich laut Polizei als Fälschung herausstellte. Die Einsatzkräfte fanden bei dem Mann noch einen gefälschten kroatischen Führerschein. Es stellte sich heraus, dass der Überprüfte Deutscher ist, der bereits mehrfach wegen Eigentums- und Betrugsdelikten aufgefallen war und gesucht wurde.

09:54 Uhr | Fels bröckelt am Touristenaufzug Bad Schandau/Ostrau

In Bad Schandau muss der Fels am Touristen-Aufzug zum Ortsteil Ostrau gesichert werden. Es gebe lose Felsbrocken, bestätigte die Stadtverwaltung MDR SACHSEN. Der Betrieb sei nicht eingeschränkt. Allerdings musste der behindertengerechte Zugang zum Aufzug gesperrt werden. Eine Spezialfirma soll den Fels bis zum Saisonbeginn vor Ostern sichern. Die Stadtverwaltung ermittele derzeit die Kosten für das Vorhaben.

09:11Uhr | Mittelmäßiges Arbeitstempo bei Sachsens Finanzämtern

In Sachsen liegen durchschnittlich 56 Tage zwischen der Abgabe der Steuererklärung und der Zustellung des Bescheids. Damit liegt das Bundesland im bundesdeutschen Mittelfeld. Laut Statistik eines Online-Portals geht das Ganze im Saarland eine Woche schneller. Am längsten müssen sich Steuerzahler in Niedersachsen gedulden. Dort dauert die Bearbeitung 66 Tage. Die Erhebungdetails erklärt MDR AKTUELL in der Übersicht:

08:40 Uhr | Chemnitz hat 300 Einwohner mehr

Ende 2018 hatten in Chemnitz offiziell 247.721 Einwohner ihren Hauptwohnsitz angemeldet. Das waren 299 mehr als noch im Jahr zuvor, heißt es in der Einwohnerstatistik. Laut Statistik leben aber mehr als 250.000 Menschen in der Stadt, denn 3.421 Menschen hatten zum Stichtag ihren Zweitwohnsitz in Chemnitz gemeldet.

08:17 Uhr | Neue Schmerzstation in Borna

Seit Jahresbeginn gibt es am Sana Klinikum Borna eine eigenständige Station mit 17 Betten für chronische Schmerzpatienten. Neben dieser Schmerzstation soll im Lauf des Jahres auch eine Schmerztagesklinik neu eröffnen. In der Region sei der Bedarf für solche Plätze hoch: "Mit der Eröffnung bzw. Erweiterung der Schmerzstation möchten wir auch die oft langen Wartezeiten verkürzen", sagte Chefarzt Karsten Pracht. Vor allem Patienten mit chronischen Kopf- und Rückenschmerzen fänden oft erst nach einem jahrelangen Leidensweg den Weg zum Schmerztherapeuten.

08:05 Uhr | Freier Eintritt bei Dynamo Dresden

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden tritt am Freitag zum letzten Testspiel in der Wintervorbereitung gegen den tschechischen Erstligisten Dukla Prag an. Die Partie wird um 13 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion angepfiffen. Der Eintritt ist frei.

07:22 Uhr | Leipzig lehnt Kauf des "Black Triangle" ab

Leipzig will das bis vorige Woche besetzte Bahngelände in Marienbrunn namens "Black Triangle" nicht kaufen. Das Gelände des ehemaligen Umspannwerks der Bahn sei erheblich mit Schadstoffen belastet. Zudem gebe es hohe Anforderungen des Denkmalschutzes, der seit 1993 besteht, teilte die Stadt mit. Ein Grundstückskauf würde daher hohe Risiken für den Steuerzahler bedeuten. Die Stadt sieht zuerst die Bahn als Eigentümerin des Grundstücks in der Pflicht. Das Gleisdreieck war vor rund zwei Jahren von Linksautonomen besetzt worden. Sie richteten eine Art Kulturzentrum ein. Vor einer Woche hatte die Polizei das Gelände durchsucht und gesichert. Es wurde an die Bahn übergeben. Die zeigte sich danach für Verkaufsgespräche offen.

06:47 Uhr | Missbrauchsvorwürfe gegen Kita-Erzieherinnen nicht bestätigt

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen zwei Kita-Erzieherinnen aus Schirgiswalde-Kirschau eingestellt, weil ein konkreter Tatverdacht fehlt, so die Behörde. Es habe nicht herausgearbeitet werden können, welches Kind durch welches Fehlverhalten der beiden Erzieherinnen einen körperlichen oder seelischen Schaden erlitten habe. Den Erzieherinnen war unter anderem vorgeworfen worden, Kinder zum Essen gezwungen zu haben. Die Erzieherinnen hatten die Vorwürfe bestritten. Bürgermeister Sven Gabriel stellte im Sommer 2018 Strafanzeige und entließ die beiden Mitarbeiterinnen der kommunalen Einrichtung fristlos. Der Fall im Rückblick:

06:30 Uhr | Tödlicher Radunfall in Oschatz

Wenige Stunden nach einem Unfall in Oschatz ist ein Fahrradfahrer an seinen schweren Verletzungen gestorben. Ein Autofahrer hatte den 68 Jahre alten Mann auf einer Kreisstraße übersehen und angefahren, teilte die Polizei mit. Dabei wurde der Radfahrer auf ein Feld geschleudert. Mit lebensgefährlichen Verletzungen musste er am Sonntagabend in ein Krankenhaus gebracht werden. Am Montag starb der Mann.

06:22 Uhr | Zwei Verletzte im Supermarkt in Plauen

Ein Sicherheitsmitarbeiter und ein 32 Jahre alter Libyer sind bei einem Streit in einem Supermarkt in Plauen leicht verletzt worden. Am Montagabend stahl der 32-Jährige laut Polizei verschiedene Waren im Wert von 13 Euro. Der Wachmann beobachtete das und stellte den Dieb zur Rede. Dabei attackierte der Mann den Sicherheitsbeauftragten und verletzte ihn leicht. Auch der 32-Jährige wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Währenddessen steckte sich laut Polizei ein 35 Jahre alter Komplize, ein Marokkaner, andere Waren im Wert von sechs Euro ein und versuchte, den 32-Jährigen auf der Flucht mit sich zu ziehen. Die Polizei konnte das verhindern. Sie nahm beide Täter vorläufig fest.

05:23 Uhr | Langweilige Games ohne Tod

Für viele Computerspieler sind Spiele nur interessant, wenn darin der Tod vorkommt. Das ist das Ergebnis der Wissenschaftlerin Miriam Schreiter von der TU Chemnitz. Die Vogtländerin hat die Rolle des Todes für ihre Doktorarbeit erforscht. Demnach bestehe die Faszination für den Spieler darin, den Tod auszutricksen und dafür belohnt zu werden. Man fühle sich gut, weil man das Böse bekämpfe und dafür Anerkennung in Form von Punkten oder Auszeichnungen bekomme. Für ihre Dissertation hat sich die 35-Jährige drei Jahre lang mit Gelegenheitsspielen befasst.

05:00 Uhr | Sachsen sind konstante Blutspender

Ziel erreicht, Sorgen bleiben - so das Fazit des DRK-Blutspendendienstes Nord-Ost. Trotz der extremen Hitze im Sommer haben die Sachsen 2018 genug Blut gespendet. "Es gab keine dramatischen Versorgungsengpässe", sagte eine Sprecherin. Die jährlich üblichen knapp 170.000 Vollblutspenden seien erreicht worden, die Spendenbereitschaft sei konstant. Allerdings könnten die Verluste durch altersbedingte Abgänge von Spendern nicht kompensiert werden.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2019, 12:37 Uhr

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2 Kommentare

23.01.2019 12:40 S. Köhler 2

Razzia bei Schrottdieben in Görlitz - Tausende Euro und Waffen beschlagnahmt

Im o. a. Artikel verwenden Sie folgenden Satz: "Die Täter stahlen tonnenweise Diebesgut aus einer Lagerhalle..." Nach meiner Lesart wurde also Diebesgut in der Halle gelagert, welches dann durch eine weitere Tätergruppierung wiederum gestohlen wurde. ;-) Ich denke, die Ausdrucksweise ist etwas unglücklich.

Mit freundlichen Grüßen
S. Köhler

22.01.2019 21:49 Bingo 1

Altersarmut ?? Rentner klaute 600 Meter Bahnkleise,fit mus man da sein bei dem Gewicht .Mit welchen Hilfsmitteln ???