Lifeline
Möglicherweise darf das Rettungsboot doch noch in Malta anlegen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR SACHSEN-Ticker | 26.06.2018 Frankreich vermittelt: Lösung für "Lifeline" in Sicht

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Lifeline
Möglicherweise darf das Rettungsboot doch noch in Malta anlegen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Rettungsschiff "Lifeline" der Dresdner Flüchtlingsinitiative "Mission Lifeline" könnte nach französischen Angaben möglicherweise in einem Hafen auf Malta anlegen. Regierungssprecher Benjamin Griveaux sagte einem französischen Radiosender, derzeit scheine sich eine europäische Lösung abzuzeichnen. Diese Lösung wäre demnach eine Landung auf Malta. Griveaux erwähnte, dass der französische Präsident Emmanuel Macron am Vortag mit dem maltesischen Premierminister Joseph Muscat gesprochen habe. Bei der maltesischen Regierung hieß es, noch gebe es keine Entscheidung. Es liefen Diskussionen, ob die "Lifeline" in Malta anlegen dürfe - allerdings nur unter der Bedingung, dass die Migranten dann auf EU-Länder verteilt würden. Etwa 230 Migranten und 17 deutsche Besatzungsmitglieder harren seit Donnerstag auf dem Schiff im Meer vor Malta aus.

13:00 Uhr | Umfrage belegt Zustimmung für Einheitsdenkmal

Die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Leipzig findet in der Bevölkerung Zustimmung. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben. 70 Prozent der bundesweit Befragten halten es demnach für eine gute oder eher gute Idee, ein Denkmal zur Erinnerung an die friedliche Revolution 1989 in der DDR und ihre Folgen in der Messestadt zu errichten. In Leipzig selbst lag die Zustimmung nach Angaben der Stiftung Friedliche Revolution bei 79 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern bei 81 Prozent. Leipzig ringt ähnlich wie Berlin seit Jahren um die Errichtung eines solchen Denkmals. Grundlage bildet ein Bundestagsbeschluss von 2007, in beiden Städten an die Geschehnisse aus dem Herbst 1989 zu erinnern, die das Ende der Teilung Deutschlands zur Folge hatten.

12:04 Uhr | Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schwarzarbeiter und beschlagnahmt Geld

Auf der A4 sind sechs mutmaßliche ukrainische Schwarzarbeiter kurz vor ihrer Ausreise nach Polen gestoppt worden. Wie die Bundespolizei weiter mitteilte, wurden auch knapp 14.000 Euro mutmaßlicher Lohn beschlagnahmt. Gegen einen siebten Ukrainer wird wegen des Verdachts des Einschleusens ermittelt. Eine Streife der Bundespolizei hielt den in Richtung Grenze fahrenden polnischen Kleinbus auf. Während einer Kontrolle seien Hinweise entdeckt worden, die auf eine unerlaubte Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet hindeuteten, hieß es. Ersten Erkenntnissen zufolge haben die Ukrainer an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg im Baugewerbe ohne Genehmigung gearbeitet. Die Männer im Alter von 27 bis 46 Jahren dürfen vorerst nicht mehr nach Deutschland einreisen.

11:34 Uhr | Jugendliche schuften einen Tag für guten Zweck

Mehr als 30.000 Schüler tauschen heute die Schulbank gegen einen ehrenamtlichen Job. Im Rahmen des Solidaritätsprojektes "genialsozial - Deine Arbeit gegen Armut" wird ihr eigentlicher Lohn für Hilfsprojekte verwendet. Im vergangenen Jahr kamen dabei mehr als 670.000 Euro zusammen. Die Erlösen in diesem Jahr sollen auf den Philippinen, in Ghana, Tibet und in Mosambik helfen.

11:04 Uhr | Update: Mitarbeiter beenden selbst Blockade von Neue Halberg Guss

Die Mitarbeiter beim Automobilzulieferer Neue Halberg Guss haben ihre Blockade beendet. Wie die Polizei mitteilte, gaben sie die Einfahrt zum Werk frei. Sie kamen damit einer möglichen Räumung durch die Polizei zuvor. Die Beschäftigten von Neue Halberg Guss hatten seit dem Wochenende die Zufahrt blockiert und damit verhindert, dass Lkw bereits fertige Teile für die Autoindustrie abholen. Hintergrund ist die geplante Schließung des Werks Ende kommenden Jahres. Die Belegschaft fordert einen Sozialplan und Abfindungen.

10:26 Uhr | Bischof Rentzing reist nach Russland

Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing bricht heute zu einem einwöchigen Besuch der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland auf. Erste Station von Rentzings siebenköpfiger Delegation ist St. Petersburg. Wie die Evangelisch-Lutherische Landeskirche weiter mitteilte, ist ein Treffen mit einem Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche geplant. Weitere Stationen führen die sächsischen Kirchenvertreter nach Moskau, Orenburg am südlichen Ural und in die Stadt Ufa. In der Kathedrale St. Peter und Paul in der russischen Hauptstadt wird Rentzing am 1. Juli im Sonntagsgottesdienst predigen.

10:02 Uhr | Razzien bei mutmaßlichen Mitgliedern der "Freien Kameradschaft Dresden"

Die Polizei ermittelt gegen weitere Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung "Freie Kameradschaft Dresden". Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wurden am Morgen die Wohnungen von neun Beschuldigten durchsucht. Insgesamt gebe es zehn neue Tatverdächtige. Ihnen werde unter anderem Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen zudem an den Überfällen auf eine Flüchtlingsunterkunft in Heidenau und ein alternatives Wohnprojekt in Dresden beteiligt gewesen sein. Bei dem Angriff auf das Wohnprojekt waren auch Mitglieder der "Gruppe Freital" dabei.

09:06 Uhr | Möglicherweise räumt Polizei Blockade bei Neue Halberg Guss

Die Lage bei der Neuen Halberg Guss in Leipzig spitzt sich zu. Die IG-Metall-Streikleitung teilte mit, es werde noch am Morgen eine Versammlung mit den streikenden Mitarbeitern geben. Die Polizei könnte nach Angaben der IG Metall am Vormittag das Gelände räumen. Die Polizei konnte das zunächst nicht bestätigen. Seit Tagen sind die Mitarbeiter am Standort in Leipzig im Ausstand, blockieren die Einfahrt von Lastwagen und bilden Menschenketten. Am Dienstagmorgen waren den Angaben zufolge etwa 250 bis 300 Beschäftigte erneut im Ausstand. Bei dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Standortes mit rund 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um einen erwogenen Abbau von etwa 300 der 1.500 Arbeitsplätze in Saarbrücken.

08:50 Uhr | Kurz vor den Ferien: Bei "Dienstags direkt" geht es um nachhaltiges Reisen

08:41 Uhr | Neue Anlage für Kamele und Lamas in Hoyerswerda

Im Zoo Hoyerswerda wird heute eine neue Anlage für Kamele, Lamas und Esel eröffnet. Neben einem modernen Stallgebäude ist dort unter anderem auch eine Badestelle für die Lamas entstanden. Die gesamte Anlage ist etwa 2.300 Quadratmeter groß. Mit dem Umzug der Kamele aus ihrem alten in das neue Gehege wurde Platz für den künftigen Wirtschaftshof geschaffen.

08:36 Uhr | Kohlekommission nimmt ihre Arbeit auf

08:09 Uhr | Pillnitzer züchten neue Kirschsorte

Kirschzüchter Mirko Schuster kontrolliert auf einem Versuchsfeld des Julius Kühn-Instituts Süߟkirschen der Sorte Areko.
Kirschzüchter Mirko Schuster kontrolliert auf einem Versuchsfeld die Früchte. Bildrechte: dpa

Wissenschaftler am Julius Kühn-Institut in Dresden-Pillnitz haben eine neue Süßkirschensorte gezüchtet. Mirko Schuster vom Institut sagte, die Kirsche "Areko" habe Sortenschutz durch das europäische Sortenamt erhalten. Damit hat es fortan die Eigentumsrechte an der neuen Züchtung. Die Forscher haben gut 20 Jahre an dem Obst gezüchtet. Handel und Konsumenten hätten immer neue Anforderungen an Kirschsorten, so Schuster. Neben dem Wunsch nach immer größeren Früchten solle beispielsweise das Fruchtfleisch fester werden, um längere Lieferwege zu überstehen. Schon jetzt gibt es mehr als 1.000 Kirschsorten, davon werden aber nur rund 30 auch gewerblich angebaut.

07:42 Uhr | Spatenstich für Erweiterung der Grundschule

In Weinböhla wird am Vormittag der erste Spatenstich für eine Erweiterung der Grundschule gesetzt. In einem Jahr soll der eingeschossige Bau mit fünf Fachkabinetten freigegeben werden. Er ist so konzipiert, dass er später aufgestockt werden kann. Die Grundschule mit 455 Schülern platzt aus allen Nähten. Weinböhla ist Zuzugsgebiet für junge Familien. Die Kosten des Erweiterungsbaus liegen bei 1,6 Millionen Euro.

07:37 Uhr | Dachstuhlbrand geht glimpflich aus

Dachgeschoss in Dresden brennt.
Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr in Pillnitz vor Ort. Bildrechte: xcitePRESS

Im Dresdner Stadtteil Laubegast hat am Morgen der Dachstuhl eines Wohnhauses gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Vier Personen erlitten durch den Rauch leichte Verletzungen. Die Berufsfeuerwehr und die Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz hatten den Brand nach anderthalb Stunden gelöscht. Dazu mussten sie das Dach von außen öffnen. Ursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.

07:07 Uhr | Oschatz will Schadenersatz von Fahrzeughersteller

Die Stadt Oschatz beteiligt sich an einer Schadenersatzklage gegen den Fahrzeughersteller Iveco Magirius. Dieser soll durch unerlaubte Preisabsprachen gegen die Kartellvorschriften der EU verstoßen haben, wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet. Oschatz hatte bei dem Unternehmen insgesamt drei Feuerwehrautos gekauft. Nun klagt die Stadt in einer sogenannten Streitgenossenschaft gemeinsam mit anderen Kommunen. Im Erfolgsfall kann die Stadt mit bis zu 60 Prozent des Streitwertes in Höhe von 13.000 Euro rechnen.

06:47 Uhr | Stadtrat debattiert über Turnhalle

Heute entscheidet der Stadtrat in Großröhrsdorf über die Zukunft der alten Turnhalle im Schulzentrum an der Melanchtonstraße. Es liegt ein Übernahmeangebot durch den Landkreis vor. Eine Sanierung der leerstehenden Halle würde rund eine Million Euro kosten. Die Stadt favorisiert allerdings einen Neubau. Mit einem Abriss entstünde zugleich Platz für die Erweiterung der Oberschule und des Gymnasiums.

06:28 Uhr | Haldensanierung in Schlema startet im Juli

Auf der Halde 65 in Bad Schlema soll im Juli der Abtransport von schwach radioaktivem Material beginnen. In anderthalb Jahren sollen knapp eine Million Tonnen Geröll nach Hartenstein abgefahren werden, wo es in einem ehemaligen Uranschacht eingelagert wird. Pro Tag werden 14 bis 18 Lastwagen im Einsatz sein. Gegner befürchten Schmutz und Lärm. Die Wismut versichert hingegen wirksame Maßnahmen gegen Staub und Krach, so etwa eine Reifenwaschanlage, kurze Fahrwege aus Wohngebieten und eine Berieselung der Halde bei Trockenheit.

05:56 Uhr | 62 Mieter müssen nach Feuer Hochhaus verlassen

In einem Elfgeschosser in der Zwickauer Katharinenstraße kam es am Abend aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Kellerbrand. Dabei bildete sich starker Rauch. Nach zirka einer Stunde waren zwar die Flammen gelöscht. Da sich die Kohlenmonoxidkonzentration im Haus aber zunächst nicht absenken ließ, mussten 62 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Verletzt wurde niemand. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei. Das Haus bleibt vorerst gesperrt.

05:45 Uhr | Urteil im Prozess gegen Brandstifter erwartet

Am Leipziger Amtsgericht wird heute das Urteil in einem Prozess wegen Brandstiftung gesprochen. Ein 32-Jähriger soll im Sommer 2016 in der Schadowstraße in Lindenau Feuer auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses gelegt haben. Der Schaden betrug eine halbe Million Euro. Der Angeklagte hatte bisher angegeben, zur fraglichen Zeit nicht in Leipzig gewesen zu sein. Eine Kaufquittung an einer Tankstelle kurz vor der Tatzeit soll das Gegenteil beweisen.

05:31 Uhr | Bosch schafft 700 neue Jobs in Dresden

In Dresden-Klotzsche ist gestern der Grundstein für die neue Halbleiterfabrik von Bosch gelegt worden. Der Konzern investiert in die Fabrik eine Milliarde Euro. Die Produktion soll Ende 2021 aufgenommen werden. Etwa 700 Arbeitsplätze sind geplant. Bewerbungen auf die Stellen können bereits jetzt eingereicht werden.

05:25 Uhr | Geplante Abraumhalde sorgt für Unruhe in Oberwiesenthal

Der Stadtrat von Oberwiesenthal soll heute über eine neue Abraumhalde im Ortsteil Hammerunterwiesenthal entscheiden. Das Projekt des Bergbauunternehmens EFS sorgt seit Wochen für Unruhe in der Stadt. Die Anwohner wollen keine neue oder größere Abraumhalde, keinen neuen Schandfleck im Ort. Sie sorgen sich um die Qualität des Grundwassers und fürchten mehr Lkw-Verkehr. EFS hingegen kontert: Der Verkehr werde nicht zunehmen, für die Umwelt bestehe keine Gefahr. Im Gegenteil: Die neue Abraumhalde würde eine bisher radiologisch auffällige Fläche abdecken. Egal wie der Stadtrat heute abstimmt - das letzte Wort für die Genehmigung hat das Sächsische Oberbergamt.

05:21 Uhr | Radeberg möbelt Schlosspark Klippenstein auf

Der Schlosspark Klippenstein in Radeberg wird umgestaltet. Derzeit wird der Käsebach ausgebaggert, der in den Schlossteich mündet. Bis Ende Juli wird tonnenweise Schlamm abgefahren. Parallel dazu wird entlang des Ufers ein Weg angelegt. Auch das Ufer des Schlossgartens wird naturnah umgestaltet. Die alten Holzpalisaden sollen verschwinden, die Wiese direkt bis an das Wasser herangeführt werden.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2018, 13:29 Uhr

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3 Kommentare

26.06.2018 10:53 Frank 3

Ich bin schockiert. Dachte, den Schleppern würde nun endlich ein Riegel vorgeschoben. Alle Schiffbrüchigen sind gemäß Seerecht zum nächstgelegenen Seehafen zurückzubringen. Mit jeder Ausnahme, die man macht, werden tausende Neue starten. Afrika hat aktuell 1266 Millionen Einwohner, jedes Jahr werden es rund 25 Mill. mehr. Wie soll die ganz Europa aufnehmen, wenn es schon jetzt an Handwerkern, Ärzten, Polizei, Richtern, Bauland und Wohnungen fehlt?

26.06.2018 09:57 real_silver 2

Zu Lifeline "es zeichnet sich eine europäische Lösung ab" - interessant wäre hier, was denn die Europäer dazu sagen? Irrelevant, ich weiss schon. Was sollte man das Volk dazu befragen, pff. Ansonsten ist auch alles klar - Macron, Merkels letzter Freund in Europa macht Druck auf das kleine Malta. Die lenken zähneknirschend ein unter der Bedingung, dass die "Flüchtlinge" nicht bei ihnen bleiben - verständlich. Die "europäische Lösung" wird dann wieder so aussehen, dass Deutschland, Schweden oder Frankreich die Menschen aufnimmt - der Rest ist an dieser "europäischen Lösung" nicht interessiert (Wenn man danach geht, ist "Europa" ganz schön zusammengeschrumpft. Vielleicht sollte man lieber schreiben "Lösung von EU-Sympathisanten"?)

26.06.2018 08:38 Wilde 1

Danke sehr gute Nachrichten. Bleibt gesund und munter und verrückt. Liebe Grüße von Eveline Wilde