Polizisten sperren bei Dunkelheit einen Straßenabschnitt
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MDR SACHSEN | 19.02.2019 Ticker: 17 Handgranaten in Dresden entdeckt - zwei Bosnier festgenommen

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Polizisten sperren bei Dunkelheit einen Straßenabschnitt
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Am Dresdner Hauptbahnhof hat die Bundespolizei gestern am späten Abend zwei Männer festgenommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei MDR SACHSEN. Demnach wurden zwei Bosnier im Alter von 17 und 28 Jahren in einem Auto kontrolliert. Die Beamten vermuteten, dass die Männer unerlaubt eingereist sein könnten. Später hat sich nach Angaben der Bundespolizei ein Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ergeben. Deshalb wurde ein Spürhund des Zolls angefordert. Dieser schlug im Kofferraum des Wagens an. Dort fanden die Beamten in der Verkleidung 17 scharfe Handgrananten. Die Munition wurde dem Landeskriminalamt übergeben. Den Männern wird Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, zudem hätten sie sich unerlaubt in Deutschland aufgehalten. Während des Einsatzes wurden mehrere Straßenabschnitte auf der Südseite des Hauptbahnhofs vorübergehend abgeriegelt.

13:00 Uhr | Freistaat unterstützt nichtstaatliche Museen mit einer Millionen Euro

Sachsen fördert nichtstaatliche Museen in diesem Jahr mit gut einer Million Euro. Das Kunstministerium teilte mit, davon könnten rund 700.000 Euro für Projekte zu Forschung, Gestaltung, Restaurierung und Ankauf beantragt werden. Weitere 250.000 Euro stehen demnach für Vorhaben im Bereich der Digitalisierung zur Verfügung und 130.000 Euro für Projekte zur Inklusion. Das Geld wird von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen vergeben, die bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden angesiedelt ist. Bewerbungsschluss ist der 24. April. In Sachsen gibt es mehr als 400 nichtstaatliche Museen.

12:11 Uhr | Ryanair-Tochter Laudamotion fliegt Dresden - Palma de Mallorca

Die Fluggesellschaft Laudamotion fliegt ab 13. Juni täglich zwischen Dresden und Palma de Mallorca. Ein Flughafensprecher sagte MDR SACHSEN, damit werde eine weitere von der insolventen Germania hinterlassene Lücke geschlossen. Germania wollte im Sommer ebenfalls täglich auf die Balearen-Insel fliegen, stellte aber Anfang des Monats den Flugbetrieb ein. Luftfahrtunternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda hatte nach der Air-Berlin-Pleite die Laudamotion aus der früheren Air-Berlin-Tochter "Niki" heraus gegründet. Die Airline mit knapp 15 Airbus-Jets befindet sich inzwischen zu 100 Prozent im Besitz der Ryanair, tritt aber weiter als eigene Marke auf. Neben Laudamotion bietet auch Eurowings im Sommer Flüge zwischen Dresden und Palma an.

11:58 Uhr | Neues Batteriewerk soll 100 Arbeitsplätze schaffen

11:31 Uhr | Zwickaus Kapitän Wachsmuth wird Sportdirektor

11:17 Uhr | Dynamos Ballas fällt verletzt aus

Dynamo Dresden muss vorerst auf Florian Ballas verzichten. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, hat sich der Innenverteidiger gestern im Spiel gegen Regensburg einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Der 26-Jährige sagte, es sei für ihn besonders bitter, da er sich eben erst nach einer Verletzung zurückgespielt habe.

Florian Ballas
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10:47 Uhr | Italienische 'Ndrangheta auch in Sachsen aktiv

10:39 Uhr | Prozess um Tod von Daniel H. wird in Dresden stattfinden

Der gewaltsame Tod des Deutsch-Kubaners Daniel H. am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August wird vom 18. März an im Sicherheitssaal des Oberlandesgerichts Dresden verhandelt. Die Schwurgerichtskammer des Chemnitzer Landgerichts begründete das heute mit einem "außerordentlich großen Interesses der Öffentlichkeit" und erhöhten Sicherheitsanforderungen. Diese seien besser im Dresdner Prozessgebäude zu gewährleisten. Nach der Tat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ein jüdisches Restaurant gekommen.

10:17 Uhr | Forstarbeiter können Schneebruch noch immer nicht beseitigen

Im Forstbezirk Eibenstock kann der Schneebruch in den Wäldern nur eingeschränkt beseitigt werden. Aufgrund der Schneemassen in den mittleren und oberen Lagen sind derzeit noch 80 Prozent der Forstarbeiter im Zwangsurlaub. Forstbezirksleiter Stefan Schusser sagte, derzeit könne nur von Blauenthal bis Aue, in Laute und bei Bernsbach arbeiten. Die größten Schäden gebe es aber im Bereich von Wildenthal und Johanngeorgenstadt, wo die Waldarbeiter noch nicht hinkommen. Schusser bedauert: "Die Zeit, die uns verbleibt, bis der Borkenkäfer fliegt, wird natürlich immer enger."

10:01 Uhr | Grüne rufen zur Demo gegen Bebauung von Leuschnerplatz auf

In Leipzig wird heute im Neuen Rathaus eine Schau zur Bebauung des Leuschnerplatzes eröffnet. Parallel zur Eröffnung wollen die Grünen gegen die Baupläne protestieren. Durch den geplanten Neubau des Leibnitz-Instituts auf dem Platz werde der Lebensraum vieler Vögel vernichtet. 16 verschiedene Brutvogel-Arten würden auf dem geplanten Baugelände leben. Die Grünen fordern mehr Ausgleichsflächen für die Bebauung.

09:41 Uhr | Hoyerswerdaer Kino verkauft gebrauchte Sitze

Das Kino in Hoyerswerda verkauft seine Sitze. Insgesamt werden knapp 700 Kinosessel für zehn Euro pro Stück abgegeben. Der Erlös soll einer oder mehreren gemeinnützigen Organisationen aus Hoyerswerda oder der Umgebung zugute kommen. Das Hoyerswerdaer Kino wird umgebaut, drei Säle bekommen eine neue Bestuhlung. Die ersten Sitze werden nächste Woche verkauft - und zwar blaue aus dem Kino 1.

09:17 Uhr | MDR sucht Löbauer mit Erinnerungen an Schminke-Villa

Das MDR FERNSEHEN will in der Reihe "Der Osten: Entdecke, wo Du lebst" das Haus Schminke in Löbau näher beleuchten und sucht deshalb Zeitzeugen. Wer etwas aus der Zeit erzählen kann, als die Villa Freizeitzentrum, Pionierhaus und FDJ-Jugendclub war, kann sich an das Löbauer Stadtarchiv wenden. Auch weiter zurückreichende Erinnerungen sowie altes Film- und Fotomaterial zu Villa und Nudelfabrik werden gesucht.

07:11 Uhr | Tiefstehende Sonne: Auto fährt in Bach

Weil die tief stehende Sonne ihn blendete, ist ein Mann in Bad Brambach gestern mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und in einem Bach gelandet. In einer Kurve der Bundesstraße 92 verlor der 62-Jährige die Kontrolle über den Wagen, fuhr über eine Wiese und kam schließlich im Wasser zum Stehen. Nach Angaben der Polizei blieb der Mann unversehrt, am Auto entstand jedoch Totalschaden.

06:51 Uhr | Betonbauer stirbt nach Arbeitsunfall in Leipzig

Ein 33 Jahre alter Mitarbeiter einer Betonbaufirma ist in Leipzig bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzt worden. Die Polizei teilte mit, der Mann sei unter einem etwa 20 Meter langen Stahlträger eingeklemmt worden. Nach ersten Erkenntnissen war das schwere Metallteil bei Arbeiten in Schieflage geraten. Der Mann habe danach versucht, den Stahlträger alleine wieder auszurichten, was misslang. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Der Unfall ereignete sich am Mittag im Stadtteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf.

06:14 Uhr | Drewag und Enso dürfen bauen

Die neue Hauptverwaltung der beiden Strom- und Gas-Versorger Drewag und Enso kann gebaut werden. Beide Unternehmen erhielten eine Baugenehmigung für einen Anbau an das bestehende City-Center hinter dem Dresdner Hauptbahnhof. Noch diese Woche sollen die Arbeiten beginnen. Zuerst müssen Bäume gefällt und Mutterboden abtragen werden. Danach stehen archäologische Grabungen an. Das neue Gebäude soll einmal 14 Etagen haben. Es wird rund 69 Millionen Euro kosten.

05:51 Uhr | Abrisspläne für Torgauer Bahnhof werden konkreter

Das alte Bahnhofsgebäude in Torgau soll im Laufe des nächsten Jahres abgerissen werden. Oberbürgermeisterin Romina Barth sagte, die Stadt gehe davon aus, sich mit den zwei noch vorhandenen Mietern einigen zu können. Der Besitzer des Cafés habe bereits signalisiert, das Objekt eventuell im kommenden Jahr aufzugeben. Der DB-Service-Store komme in einem Container unter. Das neue Bahnhofsgebäude soll bis zur Eröffnung der Landesgartenschau 2022 fertig sein. Derzeit würden die Bedingungen für die Ausschreibungen geprüft, so die Stadtchefin weiter.

05:43 Uhr | Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden - Görlitz weiter unklar

Die Finanzierung der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden-Görlitz durch den Bund ist weiter ungeklärt. Eine Förderrichtlinie, auf deren Grundlage die Auswahl der Förderprojekte erfolgt, soll voraussichtlich erst Ende 2019 in Kraft treten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Der sächsische Abgeordnete Torsten Herbst sagte, selbst dann, wenn die Bundesregierung ausreichend finanzielle Mittel für die Elektrifizierung zu Verfügung stellen würde, gebe es bis heute keinerlei Garantie, dass die Oberleitung zwischen Dresden und Görlitz kommt. Die Gesamtkosten allein für diese Strecke werden auf gut 500 Millionen Euro geschätzt. Für das gesamte Bundesgebiet stünden im Rahmen des Programms nur fünf Millionen Euro zur Verfügung, so Herbst.

05:33 Uhr | Mittelsachsen rüstet sich für Kampf gegen Afrikanische Schweinpest

Der Landkreis Mittelsachsen bereitet sich vorsorglich auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vor. Hintergrund sind die steigenden Fallzahlen in vielen EU-Ländern. Landkreissprecher André Kaiser sagte, es habe schon Infektionen in Belgien, in Rumänien und Polen gegeben. "Da wollen wir vorbereitet sein." Der Landkreis habe in Kühlunganlagen sowie spezielle Säcke und Wannen investiert, um gegebenenfalls tote Wildschweine aus dem Wald zu bringen. "Wir gehen davon aus, wenn es zu einem Ausbruch kommt, müssen wir verschiedenen Kadaver-Sammelstellen einrichten", sagte Kaiser. Der Landkreis gehört nach Angaben des Sprechers in Sachsen zu den Landkreisen mit den meisten Haustierbeständen. In Mittelsachsen gibt es demnach 700 Schweinehalter mit rund 130.000 Tieren. Die Erkrankung ist zwar für die Tiere tödlich, für Menschen sind die Virus aber ungefährlich.

05:21 Uhr | Flixbus stockt in Sachsen weiter auf

Der Fernbusanbieter Flixbus will zum Sommerfahrplan neben der neuen Linie Berlin - Bad Schandau noch zusätzliche Direktverbindungen ab Sachsen aufnehmen. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, ab 11. April werde auf der Linie Dresden - Chemnitz - Saarbrücken die Haltestelle Bad Homburg hinzukommen. Außerdem werde die Verbindung, die ursprünglich von Hof über Weiden in der Oberpfalz, Schwandorf, Regensburg, Straubing und Deggendorf nach Passau verlief, zukünftig schon am Flughafen Leipzig/Halle starten. Des Weiteren wird Plauen in eine Verbindung von Berlin nach Ulm integriert werden, sodass direkt von Plauen aus die Städte Berlin, Ingolstadt, Augsburg, Bayreuth und Ulm erreichbar sein werden.

05:08 Uhr | Mann nach Raub in Dresden festgenommen

In Dresden hat die Polizei in der vergangenen Nacht einen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, nach einem Diebstahl in der Tankstelle Tharandter Straße einen dort Angestellten niedergeschlagen zu haben. Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte der Mann zuvor eine Flasche Schnaps in seine Tasche gesteckt. Der 35 Jahre alte Dresdner wollte die Tankstelle verlassen, ohne zu bezahlen. Als der Angestellte ihn daran hindern wollte, schlug ihm der Dieb mehrmals mit der Faust ins Gesicht und floh. Der Angestellte musste in Krankenhaus gebracht werden. Der mutmaßliche Täter wurde einige Stunden später auf der Tharandter Straße von der Polizei stark alkoholisiert aufgegriffen. Er soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Als Beweise für seine Schuld sollen Videoaufnahmen von der Tankstelle dienen.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 06:01 Uhr

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3 Kommentare

19.02.2019 18:37 Udo K 3

Prozess um Tod von Daniel H. wird in Dresden stattfinden ..............
Zitat: "Nach der Tat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ausländische Restaurants gekommen."------
Welche Übergriffe sind gemeint, doch nicht etwa die "Hasi"?
Sind denn die Angriffe auf ausländische Restaurants schon aufgeklärt?
Gab es denn nur "rechte" Demonstrationen?

19.02.2019 09:28 Railfriend 2

Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden
Bevor man 500 Mio € Steuergeld ausgibt, sollte man kostengünstigere Alternativen prüfen. Denn es gibt inzwischen Bimodale oder DualMode-Züge am Markt, die einen umsteigefreien Bahnverkehr über elektrifizierte und nicht elektrifizierte Strecken gestatten. Nebenbei spart Oberleitungsbetrieb nicht einmal Feinstaubemissionen ein.
Außerdem wäre die Investition von 500 Mio € in andere Klimaschutzmaßnahmen mehrfach effektiver.

19.02.2019 08:19 na so was 1

Zu "Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden - Görlitz": Schätzung der Gesamtkosten 500 Millionen Euro. Der Bund will fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Man braucht nicht unbedingt Mathematik studiert haben, um herauszufinden, dass die fünf Millionen Euro niemals reichen werden. Es ist eigentlich schon eine Frechheit, einen Artikel mit diesem Inhalt zu veröffentlichen. Nur mal zum Vergleich: Die Stadt Dresden hat in den letzten Jahren offiziell 62 Millionen Euro für Flüchtlingsunterkünfte bezahlt, die nie von Flüchtlingen bezogen worden sind, die nur leer gestanden haben. Auch auf so eine Weise kann Steuergeld versenkt werden. Ich bin da mal auf die Veröffentlichung dieses Kommentars gespannt. Es stehen jedenfalls nur wahre Fakten drin.