Streik von Metallarbeitern vor einem Werk
Metallarbeiter haben in Zeithain ihren Forderungen nach mehr Lohn Nachdruck verliehen. Bildrechte: IG Metall

MDR SACHSEN | 12.02.2019 Ticker: Warnstreiks in der Metallindustrie gestartet

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Streik von Metallarbeitern vor einem Werk
Metallarbeiter haben in Zeithain ihren Forderungen nach mehr Lohn Nachdruck verliehen. Bildrechte: IG Metall

In der ostdeutschen Stahlindustrie haben am Morgen Warnstreiks begonnen. Im Mannesmann-Röhrenwerk in Zeithain legten 120 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Vor den Werkstoren kamen sie mit Delegationen der Stahlwerke Feralpi sowie der Schmiedewerke Gröditz zusammen. Gegen 8 Uhr nahmen die Mitarbeiter in Zeithain die wieder Arbeit auf. Die Gewerkschaft IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde sechs Prozent mehr Lohn und eine Urlaubsvergütung von 1.800 Euro, die in freie Zeit umgewandelt werden kann.

12:56 Uhr | Freiberg gedenkt Opfer des Altstadtbrandes

Nach dem Altstadtbrand in Freiberg laden Domgemeinde und Stadtverwaltung morgen zu einer Gedenkveranstaltung ein. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll in der Annenkapelle an die Tote erinnert werden, die in den Flammen ums Leben kam. Außerdem wolle man den Helfern danken. Am Sonntagfrüh hatte ein Brand in der Akademiestraße ein Todesopfer gefordert, mehrere Familien kurzzeitig obdachlos gemacht und weitere Gebäude schwer beschädigt. Die Obduktion des Brandopfers dauert an.

12:04 Uhr | Kritik von Grünen an fehlendem Hochwasserschutz bei Chemnitz

Nach der Absage zum Bau eines Hochwasserschutzbeckens in Jahnsdorf hat der Chemnitzer Grünen-Abgeordnete Volkmar Zschocke eine Kleine Anfrage an den Landtag gestellt. Darin will er wissen, welche Maßnahmen im Hochwassereinzugsgebiet der Würschnitz zum Schutz der flussabwärts gelegenen Chemnitzer Stadteile Klaffenbach und Harthau möglich und vorgesehen sind. Selbst wenn solche Maßnahmen nur eine vergleichsweise geringe Wirkung hätten, sollte man nicht komplett darauf verzichten, so Zschocke.

10:55 Uhr | Vorerst kein Frauenschutzhaus im Erzgebirge

Im Erzgebirge wird es vorerst kein Frauenschutzhaus geben. Der Finanzausschuss des Kreises wies am Abend eine entsprechende Petition des sächsischen Landesfrauenrates ab. Allerdings wurde die Verwaltung beauftragt, Alternativen zu prüfen. Landrat Frank Vogel sagte MDR SACHSEN, man beobachte häusliche Gewalt, Stalking und alles was damit in Zusammenhang steht seit 2011. Betroffene hätten bisher immer in den benachbarten Einrichtungen außerhalb des Erzgebirgskreises untergebracht und betreut werden könne. Man sehe die Lösung künftig in Schutzwohnungen, die anonymisiert im Landkreis zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Landesfrauenrat hatte kritisiert, dass es im Erzgebirge keine wohnortnahe Betreuung von Frauen gibt, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes knapp 500 derartige Strafttaten angezeigt.

09:20 Uhr | Nachbau von Schmalspurlok hat Hauptuntersuchung bestanden

Der Nachbau einer historischen Schmalspurdampflok steht in einer Werkshalle.
Kehrt bald wieder nach Sachsen zurück: der Nachbau der I K. Bildrechte: Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen

Die sächsische Schmalspurlokomotive I K Nr. 54 hat heute nach Abschluss der Hauptuntersuchung in Meiningen die ersten Meter auf den Gleisen des Dampflokwerkes zurückgelegt. Damit steht nach Angaben der Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen der Rückkehr der Lok nach Sachsen und dem erneuten Einsatz nichts mehr im Wege. In den vergangenen zwölf Monaten sei der Nachbau unter der Verantwortung des Projektteams der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V. gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gründlich untersucht und einzelne Teile überarbeitet worden. Die I K Nr. 54 war in den Jahren 2006 bis 2009 aus Sach- und Geldspenden nachgebaut worden, ein Original aus den Anfängen der Schmalspurbahnen gab es nicht mehr. Nicht alle Bahnfans standen hinter dem Projekt, viele von ihnen hätten die 1,5 Millionen Euro lieber für den Erhalt authentischer Fahrzeuge verwendet. Diese wurden aber projektbezogen gesammelt.

09:00 Uhr | "Gelbe Engel" leisten gut 122.000 Mal Pannenhilfe

Die Pannenhelfer des ADAC haben im vergangenen Jahr 122.033 Einsätze gefahren. Das teilte der Automobil-Klub mit. Demnach bremsten Batterieprobleme die Auto- und Motorradfahrer am Häufigsten (42 Prozent der Einsätze) aus. Das Motormanagement mit Einspritzung und Zündung machte 19 Prozent der Hilfeleistung aus. Bremsen, Fahrwerk und Lenkung waren mit gut 14 Prozent für eine Panne verantwortlich. Bei mehr als zehn Prozent der Einsätze waren es Anlasser und Beleuchtung.

08:51 Uhr | Trockenheit sorgt für Ernteausfälle beim Beerenobst

Die lang anhaltende Trockenheit 2018 hat in Sachsen bei Obstbauern zu erheblichen Ertragseinbußen bei Beeren gesorgt. Trotz einer um 14 auf 382 Hektar erweiterten Anbaufläche wurden mit 812 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr 166 Tonnen dieser Früchte weniger geerntet. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, gab es inbesondere bei den Aroniabeeren große Ausfälle. In Sachsen bauen 48 landwirtschaftliche Betriebe auf 382 Hektar sogenannte Strauchbeeren an, dazu zählen neben Aronia- auch Johannis- und Heidelbeeren.

07:56 Uhr | Unbekannter beschießt Katze mit Luftgewehr

Eine Katze ist in Naunhof bei Leipzig von einem unbekannten Schützen mit einem Luftgewehr beschossen worden. Die Polizei teilte mit, die Besitzerin habe ihr schwer verletztes Tier entdeckt. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt ergab, dass ein Projektil aus einem Luftgewehr im Körper der Katze steckte. Es wurde bei einer Operation entfernt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

07:51 Uhr | Leipzig bei "Staustädten" ganz vorn dabei

Die Autofahrer in Leipzig haben 2018 Geduld aufbringen müssen: Die Messestadt gehört laut einer Studie zu den Top 5 der staureichsten Städte in Deutschland. Ein Autofahrer in Leipzig verlor demnach im vorigen Jahr 108 Stunden im dichten Verkehr. Für das Ranking hat der Verkehrsinformationsanbieter Inrix die Fahrzeiten bei Stau und zähflüssigem Verkehr mit denen bei freier Fahrt verglichen. Die Staukosten beziffert Inrix auf 941 Euro pro Fahrer. Deutschlands Stauhauptstadt ist laut der Erhebung Berlin. Es folgen München, Hamburg und Stuttgart gleich auf mit Leipzig. Die Daten für dieses Ranking stammen laut Inrix sowohl aus vernetzten Fahrzeugen als auch von Straßenverkehrsbehörden.

07:24 Uhr | Plauen und Hof wollen gemeinsam an Friedliche Revolution vor 30 Jahren erinnern

Die Partnerstädte Plauen und Hof wollen in diesem Jahr gemeinsam der Ereignisse der Friedlichen Revolution von 1989 gedenken. Darauf haben sich Hofs Oberbürgermeister Harald Fichtner und der Plauener Bürgermeister Steffen Zenner verständigt. So ist am 9. November ein gemeinsamer Festabend im Vogtlandtheater Plauen geplant. Daneben soll es Vorträge, Schülerprojekte und eine neue Auflage der Deutsch-Deutschen Filmtage geben. Plauen war eine der Vorreiter-Städte bei den Demonstrationen gegen das SED-Regime. Die Hofer Bürger nahmen mit viel Engagement die Prager Botschaftsflüchtlinge auf und kümmerten sich später um die Tausenden DDR-Bürger, die nach der Grenzöffnung ihre Stadt besuchten.

07:13 Uhr | Dynamo Dresden geht beim HSV leer aus

06:41 Uhr | Dammsicherung an der Talsperre Pirk

An der Talsperre Pirk im Vogtlandkreis haben gestern umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilte, müssen am oberen Bahnschutzdamm Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 beseitigt werden. Der Damm soll demnach eine neue Dichtung erhalten. Dazu werden auf 155 Metern Spundwände eingebaut. Die Arbeiten sollen bis Juni abgeschlossen sein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bahngleise der Strecke Plauen - Bad Brambach - Cheb (Eger) auch bei maximalen Wasserständen in der Talsperre nicht unterspült werden können.

06:27 Uhr | Friedensaktivistin Kim Phuc Phan Thi besucht Schüler

Die Vietnamesin Kim Phuc Phan Thi ist gestern Abend mit dem Dresdner Friedenspreis ausgezeichnet worden. Sie war durch ein Kriegsfoto von 1972 weltbekannt geworden, das sie als Mädchen mit schweren Verbrennungen nach einem Napalm-Einsatz im Vietnam-Krieg zeigt. Am Vormittag besucht die 55-Jährige die Internationale Schule in Dresden, um mit Kindern und Jugendlichen über ihre Kriegserfahrungen zu sprechen. Am Abend gibt die UN-Botschafterin eine Lesung im Dresdner Haus des Buches.

06:17 Uhr | Freistaat unterstützt katholischen Verein in Dresden

Der Dresdner Verein "In Via" hat 20.000 Euro vom Freistaat erhalten. Der katholische Verein engagiert sich in der Mädchen- und Frauensozialarbeit und betreibt unter anderem im Stadtteil Pieschen einen Familientreff. Das Geld soll verwendet werden, um benachteiligten Kindern kulturelle und ethnische Vielfalt sowie Werte zu vermitteln.

05:50 Uhr | Warnstreiks an Schulen und in Ämtern angekündigt

Lehrer und andere Landesbeschäftigte aus der Region Leipzig sind heute zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaften Ver.di und GEW wollen damit ihren Forderungen für einen neuen Tarifvertrag Nachdruck verleihen. Neben den Lehrern sind auch Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen, der Universität Leipzig sowie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Am späten Vormittag ist eine Kundgebung vor dem Leipziger Hauptbahnhof geplant. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr.

05:41 Uhr | Nach Germania-Pleite offenbar kein kurzfristiger Ersatz in Winterferien

Nach der Pleite der Fluggesellschaft Germania vor genau einer Woche gibt es für Pauschalurlauber in den Winterferien offenbar keinen kurzfristigen Ersatz. Reiseveranstalter teilten auf Anfrage mit, die Urlauber würden stattdessen umgebucht. TUI erklärte etwa, dass Gäste ab Berlin-Tegel oder Leipzig in den Urlaub starten würden. Germania hatte ab Dresden im Winter zumeist als einzige Airline insbesondere Ziele auf den Kanaren, in Ägypten sowie Madeira angesteuert. Ein Sprecher des Flughafens sagte, auf den Maschinen hätten viele verschiedene Reiseveranstalter jeweils bestimmte Sitzplatzkontingente gebucht gehabt. Auch der Flughafensprecher bestätigte, dass bisher keine kurzfristigen Ersatzflüge in den sächsischen Winterferien (18. Februar bis 2. März) angemeldet seien. Erleichterungen gibt es erst zum Sommerflugplan, wenn die kleine deutsche Fluggesellschaft Sundair ab Dresden zu Urlaubszielen startet.

05:32 Uhr | Autofahrerin bei Zusammenstoß mit Straßenbahn verletzt

Beim Zusammenstoß mit einer Straßenbahn ist eine Autofahrerin in Zwickau verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, prallte ihr Auto gestern auf einer Kreuzung gegen die Tram, die ohne Fahrgäste auf einer Betriebsfahrt war. Die 32 Jahre alte Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Es entstand ein Schaden von 40.000 Euro.

05:21 Uhr | SPD-Landespolitiker auf Tour in Westsachsen

Im Vorfeld der Landesausstellung 2020 besuchen Wirtschaftsminister Martin Dulig und Kunstministerin Eva-Maria Stange heute und morgen mehrere Stationen in Westsachsen. Neben dem August-Horch-Museum Zwickau und einem Gespräch mit den Organisatoren des Streetart-Festivals ibug steht auch eine Craft-Beer-Brauerei in einer alten Gardinenfabrik auf dem Programm.

05:10 Uhr | Zwickauerin erhält Auszeichnung für Aids-Hilfe

Die Zwickauer Sexualpädagogin Edda Weiß erhält heute die Aids-Medaille des Freistaates Sachsen. Als langjährige Koordinatorin der Aids-Hilfe Westsachsen setzte Edda Weiß das Thema Aids und HIV immer wieder auf die Agenda. Zwar sei die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gesunken. Weiß erklärte jedoch: "Aber obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der vermeintlich jeder alles über Sex weiß, gibt es noch so viele Tabus." Aufklärung sei wichtiger denn je. Diese müsse in den Schulen zudem deutlich früher ansetzen als bisher.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 12:57 Uhr

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1 Kommentar

12.02.2019 11:11 mare nostrum 1

Warnstreik ist wie Warnschuss.
Es handelt sich um eine klare Ansage:
Achtung, hier schleift (mehr als) ein Rad im Dreck!

Auf Warnsignale sollten auch und vor allem Unternehmer der Metallindustrie hören.