MDR SACHSEN | 11.04.2019 Ticker: Zwei Verletzte nach Reifenplatzer auf A4 bei Nossen

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Unfall Nossen
Bildrechte: Roland Halkasch

Auf der A4 ist nahe Nossen in Höhe des Rastplatzes "Am Steinberg" ein Kleintransporter verunglückt. Der 50 Jahre alte Fahrer war nach Angaben der Polizei gestern in Richtung Eisenach unterwegs, als sein Wagen aufgrund eines Reifenschadens ins Schleudern kam. Anschließend kam der Kleintransporter von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Autobahn war zeitweise voll gesperrt.

12:23 Uhr | Hightech-Landwirtschaft: 5-G-Technologie in Lommatzscher Pflege geplant

Die Lommatzscher Pflege wird digitale Dorfgemeinschaft. In den nächsten vier Jahren soll zwischen dem Lehr- und Versuchsgut Köllitzsch und dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Nossen ein 5-G Testfeld aufgebaut werden. Davon sollen sowohl Privatleute als auch gewerbliche Nutzer profitieren. Mit der sogenannten Feldschwarmtechnologie können zum Beispiel Traktoren und Mähdrescher optimal gesteuert werden - bis hin zum autonomen Fahren. Die Lommatzscher Pflege mit ihren fruchtbaren Böden gilt als Kornkammer Sachsens.

12:07 Uhr | Pödelwitz kämpft weiter gegen

Das Dorf Pödelwitz bei Leipzig stemmt sich weiter gegen seine drohende Abbaggerung. Die Initiative "Alle Dörfer bleiben" erklärte, am Sonnabend sei eine Frühlingsaktion geplant. Diese stehe unter dem Motto "Keinen Meter der Kohle - Alle Dörfer bleiben - überall" und biete unter anderem Informationsstände und ein Kulturprogramm. Höhepunkt sei der Bau von Gedenkschildern für die bereits mehr als 60 abgebaggerten Dörfer und Städte in der Region, hieß es. Das rund 700 Jahre alte Pödelwitz liegt am Rand des Tagebaus "Vereinigtes Schleenhain". Nach Plänen der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft soll es voraussichtlich von 2026 an der Kohleförderung weichen und abgebaggert werden. Rund 100 Dorfbewohner wurden bereits umgesiedelt. 27 Verbliebene weigern sich bislang, ihre Heimat zu verlassen.

11:20 Uhr | Wöller lehnt Enteignungen von Immobilienfirmen ab

Sachsens Bauminister Roland Wöller (CDU) hält die Debatte über Enteignungen großer Immobilienfirmen für schädlich. Sie vergräme Investoren, die Sachsen dringend brauche. In deutschen Städten gehen Menschen gegen "Mietenwahnsinn" und Verdrängung auf die Straße. Auch in Sachsen äußerten Demonstranten ihren Unmut über steigende Wohnkosten. Wöller sieht die Enteignungsdebatte aber nicht als Thema in Sachsen, die er nur aus Berlin kenne. Entscheidend für Wöller sei, das Angebot an Wohnraum zu erhöhen. Darauf müsse sich staatliches Handeln konzentrieren, statt den Wohnraummangel mit Mietpreisbremsen verwalten zu wollen, meinte er.

09:42 Uhr | Landtag diskutiert über Mieten und Umwelt

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt gibt heute im Landtag eine Fachregierungserklärung ab. Der CDU-Politiker will den Abgeordneten einen Überblick geben, was der Freistaat in den vergangenen 30 Jahren in der Umweltpolitik erreicht hat, unter anderem beim Gewässerschutz und der Renaturierung von Bergbaufolgelandschaften. Außerdem will der Minister einen Ausblick auf die künftige Umweltpolitik Sachsens geben. In der anschließenden aktuellen Debatte geht es um bezahlbare Mieten und wie Sozialwohnungen gefördert werden können.

08:51 Uhr | Unbekannten berauben Mann und schubsen ihn aus Straßenbahn

Sechs jugendliche Angreifer haben einen Mann aus einer stehenden Straßenbahn im Leipziger Osten gestoßen und ausgeraubt. Die jungen Männer traten nach Angaben der Polizei auf ihr Opfer ein und schubsten es anschließend aus der stehenden Bahn. Sie stahlen das Handy und die EC-Karte des Mannes und flüchteten. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend.

08:29 Uhr | Nudelwerker streiken wieder

Bei der Teigwaren-GmbH in Riesa ruht wieder die Produktion. Die Frühschicht ist erneut in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Die Mitarbeiter wollen erreichen, dass sie nach einem festen Tarifvertrag entlohnt werden. Bislang gibt es individelle Arbeitsverträge für die 150 Beschäftigten. Uwe Ledwig von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten sagte, der Arbeitgeber habe vorgestern dem eigenen Verband Tarifvertrags-Entwürfe zur Prüfung vorgelegt. Was die Prüfung ergeben habe, sei noch nicht bekannt, so Ledwig. Es ist der zweite Streik der Nudelwerker allein in dieser Woche.

08:21 Uhr | Blindgänger in Seifhennersdorf entschärft

Wegen eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Ostsachsen mehrere Häuser evakuiert und der Luftraum vorübergehend zum Teil gesperrt worden. Wie die Polizei mitteilte, war am Dienstag auf einem Feld in Seifhennersdorf eine Granate gefunden worden. Da nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes das Geschoss nicht gefahrlos abtransportiert werden konnte, wurde es vor Ort kontrolliert gesprengt. Dafür waren die Menschen aus umliegenden Häusern in Sicherheit gebracht und der Luftraum über dem Gebiet bis zu einer Höhe von 2.000 Metern gesperrt worden.

08:00 Uhr | Winzer in Meißen und Weinböhla heizen dem Frost ein

In einigen sächsischen Weinbergen haben am frühen Morgen kleine Feuer gelodert. Damit wollten die Winzer Frostschäden an den schon weit ausgetriebenen Rebstöcken verhindern. Ein Sprecher des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth teilte mit, auf einer Rebanlage in Weinböhla seien spezielle Frostschutzkerzen entzündet worden. Die Kosten für drei Nächte auf einer 0,8-Hektar-Fläche beziffert das Staatsweingut auf 2.000 Euro. Im Weingut Schuh brannten nach Angaben von Winzer Matthias Schuh seit etwa 3 Uhr kleine Feuer aus Holzbriketts auf dem Meißner Klausenberg. Dort sind Rotweinstöcke in einer Senke frostgefährdet. Für die kommenden drei Nächte sind Termperaturen unter dem Gefrierpunkt vorhergesagt.

Frostkerzen brennen auf einer Rebfläche
Mehr als 200 spezielle Frostschutzkerzen hat das Staatsweingut Schloss Wackerbarth entzündet, um junge Muscaris-Rebstöcke vor Frostschäden zu bewahren. Bildrechte: Tino Plunert

07:47 Uhr | Vogtlandkreis will Studienabsolventen in die Region locken

Der Vogtlandkreis hat ein so genanntes Transfercenter eingerichtet, um dem Fachkräftemangel in der regionalen Wirtschaft entgegenzuwirken. Es soll als Servicestelle Kontakte zu Hochschulen und Universitäten im Umkreis des Vogtlandes knüpfen. Mit diesem Projekt will der Kreis kleinen- und mittelständigen Unternehmen den Kontakt zu Studenten und künftigen Führungskräften erleichtern. Zugleich sollen Studierenden gezielt Praxisphasen in vogtländischen Unternehmen vermittelt werden. Dazu wird ein Katalog erstellt, der zuwanderungswilligen Fachkräften zu Alltagsfragen, Wohnen und Bildungsmöglichkeiten im Vogtland Auskunft gibt. Für eine Bereitstellung von Praktika-Plätzen hat die Wirtschaftsförderung des Vogtlandkreises 400 Unternehmen angeschrieben. Von knapp 50 Firmen habe es bisher eine Antwort gegeben, so die Kreisverwaltung.

07:17 Uhr | Stadtrat Dresden debattiert über neue Schwimmhallen

Der Dresdner Stadtrat will heute eine Sportstrategie bis 2030 beschließen. Dazu gehört auch ein Bäderkonzept. Als sicher gilt, dass es einen Schwimmhallen-Neubau in Klotzsche geben wird. Dort soll eine alte Halle geschlossen werden. Außerdem rückt der Bau einer Schwimmhalle in Pieschen in greifbare Nähe. Dort liegt seit Jahren das alte Sachsenbad trocken.

06:22 Uhr | Grippesaison in der Oberlausitz bisher milder als im Vorjahr

In der aktuellen Grippesaison sind in der Oberlausitz bisher erheblich weniger Menschen erkrankt als im vergangenen Jahr. Den Gesundheitsämtern der beiden Landkreise zufolge wurden bis Ende vergangener Woche insgesamt knapp 2.500 Grippefälle gemeldet. Vor einem Jahr waren es mehr als doppelt so viele. Noch ist die Grippewelle nicht ganz vorüber, die Zahlen sind aber rückläufig. Im Landkreis Görlitz gab es bisher fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Grippeerkrankungen, im Landkreis Bautzen keinen.

06:20 Uhr | Freistaat unterstützt Forschung in Zwickau

Die Westsächsische Hochschule in Zwickau erhält mehr als eine Million Euro Fördermittel vom Freistaat. Mit dem Geld sollten zwei Forschungsprojekte unterstützt werden, teilte das Wissenschaftsministerium gestern mit. Zum einen handelt es sich um die Arbeit an einer computergestützten Methode zur Schlaganfall-Rehabilitation. Das zweite Projekt ist im Elektrofahrzeugbau angesiedelt. Hier forscht die Hochschule an einem neuen Kaltschweißverfahren.

05:33 Uhr | Pestizid in Altpapier legt Eilenburger Papierfabrik lahm

In der Papierfabrik Eilenburg sind Anfang der Woche Giftstoffe ausgetreten. Laut Polizei handelte es sich um ein seit Jahren verbotenes, hochtoxisches Insektizid, das offenbar illegal entsorgt und bei der Altpapiersortierung bemerkt wurde. Zwei Mitarbeiter hätten Atemnot, drei eine Augenverletzung erlitten. Die Anlage sei stillgelegt worden und müsse von einer Fachfirma gereinigt werden. Die Papierfabrik habe Polizei und Landesdirektion am Dienstag eingeschaltet.

05:22 Uhr | Jahrhundertealte Skelette in Riesa gefunden

Archäologen haben aus der Erde am Rathaus in Riesa 46 Skelette geborgen und es werden weitere erwartet. Das Areal wurde vom Kloster einst als Friedhof genutzt. Die Knochen stammen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Stadtsprecher Uwe Päsler sagte, trotz der Funde liege der Umbau des Rathausplatzes im Plan. Das Areal soll bis zum Tag der Sachsen im September fertiggestellt sein.

05:06 Uhr | Autounfall nach Sekundenschlaf

Ein Autofahrer ist nahe Crimmitschau im Landkreis Zwickau am Steuer eingenickt und hat einen Unfall verursacht. Wie die Polizei mitteilte, kam das Fahrzeug des 57-Jährigen am Abend von der Straße ab, streifte einen Baum sowie einen Leitpfosten und landete im Straßengraben. Der Mann kam verletzt in ein Krankenhaus.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 12:23 Uhr

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1 Kommentar

11.04.2019 11:36 na so was 1

"Stadtrat Dresden debattiert über neue Schwimmhallen". Was gibt es da zu debattieren ? Wenn festgestellt wird, die bestehenden Schwimmhallen erreichen räumlich oder hygienisch nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Schwimmhalle. Da bleibt einzig und allein ein sofortiger Abriss mit einem sofortigen Neubau. Wenn die Stadt Dresden nicht genügend Finanzen dafür aufbringen kann, einfach mal bei der Bundesregierung nachfragen. Wer von heute auf morgen 1,2 Milliarden Euro für drei neue Regierungsflugzeuge aufbringen kann, kann das auch für neue Schwimmhallen. Für alle diejenigen, die jetzt anfangen zu erzählen, dass sind verschiedene Töpfe, wo das Geld rausgenommen wird, nur so viel. Diese 1,2 Milliarden Euro sind so oder so Steuergeld und werden erst dann auf die verschiedenen Töpfe verteilt. Wer nun dafür ist, dass auch sein Anteil an diesem Steuergeldbetrag für diese drei Regierungsflieger genommen wird, möge die Hand heben. Wer für die Schwimmhalle ist, sagt ja.