MDR SACHSEN | 28.02.2019 Ticker: 98.000 Menschen pendeln nach Leipzig

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Madeleine Arndt

Luftbild der Leipziger Innenstadt
Bildrechte: IMAGO

Nach Leipzig kommen immer mehr Berufspendler. So seien zum Stichtag Ende Juni 2018 fast 98.000 Menschen an ihren Arbeitsort nach Leipzig gependelt, soviel wie noch nie, sagte Hermann Leistner als Sprecher der Agentur für Arbeit. Ein Grund sei die Attraktivität der Stadt. "Wir haben derzeit 270.000 sozialversicherungspflichtige Jobs." Neben dem verarbeitenden Gewerbe, wie den großen Automobilbauern, würden auch Dienstleistungsbereich, Einzelhandel, Gesundheitswesen und Universität viel zu einem stabilen Arbeitsmarkt beitragen, so Leistner. Das Umland profitiere ebenfalls von der Großstadt, so seien im vergangenen Jahr reichlich 64.000 Leipziger zu ihrem außerhalb liegenden Arbeitsort gependelt.

12:51 Uhr | Himmelblauen verlängern Trainerverträge

Der Chemnitzer FC hat heute die zum Saisonende auslaufenden Verträge von Cheftrainer Bergner und Co-Trainer Ristic vorzeitig verlängert. Über die Vertragsinhalte vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

12:32 Uhr | Kinderbuch in Oberlausitzer Mundart

Der Autor und Mundartexperte Hans Klecker arbeitet an einem Kinderbuch mit Gedichten, Liedern und Dialogen in Oberlausitzer Mundart. Er will damit einen Beitrag leisten, um den Dialekt zu erhalten, der immer mehr verschwinde, wie Klecker MDR SACHSEN sagte. Die Broschüre soll rund 90 Texte und Lieder enthalten und mit einer CD herauskommen. Auf dieser können die Kinder hören, wie die Mundart richtig klingt. Beides will Klecker kostenlos verteilen. Wann es soweit ist, ist aber noch offen.

12:08 Uhr | Polizeibeamte angegriffen

In Pirna-Sonnenstein sind Polizeibeamte von einem Mann attackiert worden. Sie waren gestern Abend zu einem Einkaufsmarkt gerufen worden, weil eine größere Personengruppe Kunden belästigte. Die Polizisten nahmen die Personalien der Störer auf und sprachen Platzverweise aus. Dabei schlug und trat ein 19-Jähriger zwei von ihnen. Der Iraker muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

11:53 Uhr | Autofahrerin stirbt bei Frontalcrash auf der B156

Ein Abschleppwagen hebt eins der Unfallautos auf die Ladefläche.
Bildrechte: LausitzNews

Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich gestern Abend auf der B156 zwischen Krauschwitz und Weißwasser ereignet. Wie die Polizei mitteilt, waren in der Nähe des Umspannwerkes gegen 18 Uhr zwei Autos frontal zusammengestoßen. Eine 58 Jahre alte Fahrerin wurde dabei schwer verletzt und war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starb sie an der Unfallstelle. Die gleichaltrige Fahrerin des anderen Wagens erlitt ebenfalls schwere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Die Bundesstraße war für rund vier Stunden gesperrt.

11:20 Uhr | Mehr Service am Fahrkartenautomaten

An zehn stationären Fahrkartenautomaten testen die Leipziger Verkehrsbetriebe neue Funktionen für Fahrgäste. So können sie an den Automaten zum Beispiel ein Zoo-Ticket kaufen. Auch soll man an eine Fahrplan-Auskunft erhalten. Alternativ zum Bargeld kann zudem mit EC- und Kreditkarte sowie Apple-Pay und Google-Pay bezahlt werden. Die Testautomaten stehen unter anderem am Hauptbahnhof, am Willi-Brandt-Platz, Wilhelm-Leuschner-Platz, am Goerdelerring und am Augustusplatz. Nach einem Testlauf für die neue Software werden im Frühjahr alle 112 Automaten damit ausgestattet.

11:09 Uhr | Oberlausitzer Osterhasenpostamt hat geöffnet

Nicht nur der Weihnachtsmann freut sich über Post. In Seifhennersdorf hat das Oberlausitzer Osterhasenpostamt, Viebigstraße 1, 02782 Seifhennersdorf, wieder geöffnet. Olli Osterhase und seine Frau Lotti Langohr beantworten schon seit mehr als zehn Jahren Briefe aus aller Welt.

11:05 Uhr | Betrieb schließt wegen Fachkräftemangel

In Wermsdorf stellt heute die Buchbinderei Jost GmbH wegen Fachkräftemangel ihren Geschäftsbetrieb ein. Allerdings würden noch Restarbeiten abgewickelt, sagte Geschäftsführer Thomas Johst. Vergeblich habe sich der Betrieb mit einer Belegschaft von 21 Mitarbeitern um zusätzliches Personal bemüht. Durch die demographische Entwicklung gebe es immer weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter. Zudem würden sich Schulabgänger nur wenig für das produzierende Gewerbe interessieren.

10:41 Uhr | Ermittlungen zu Restaurantüberfällen in Chemnitz eingestellt

Die Übergriffe auf ein persisches und ein iranisches Restaurant in Chemnitz im September 2018 bleiben unaufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungsverfahren eingestellt. Wie die Justizbehörde heute mitteilte, gebe es keine Hinweise auf mögliche Täter. Ermittelt worden war wegen Sachbeschädigung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung an dem türkischen Restaurants "Mangal" vom Oktober 2018 hingegen dauerten an.

10:30 Uhr | Livestream zum neuen Dynamo-Trainer

Fußballzweitligist Dynamo Dresden stellt in einer Stunde seinen neuen Trainer vor. Der frühere Spieler Christian Fiél tritt die Nachfolge von Maik Walpurgis an, der nach der Niederlage am Sonntag in Darmstadt beurlaubt worden war. Fiel war zuletzt Nachwuchstrainer bei Dynamo Dresden. Die Pressekonferenz wird im Livestream auf unserer Webseite übertragen.

09:47 Uhr | Herausgabe der Bundeswehrakte von NSU-Terrorist wird verhandelt

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entscheidet heute über die Freigabe der Bundeswehrakten des NSU-Terroristen Mundlos. Ein Verlag klagt seit Jahren auf die Herausgabe der Akten, das Verteidigungsministerium lehnt das ab. Der Verlag will auch Unterlagen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Munitionsdiebstählen aus Bundeswehrbeständen Anfang der 1990er Jahre. Mundlos soll sich bereits während seiner Bundeswehrzeit radikalisiert haben. Die Mitglieder der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund haben zehn Menschen getötet sowie Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle verübt.

09:02 Uhr | Namenstafel für Opfer von Hoheneck und Waldheim

Mit einer Gedenkfeier auf dem Städtischen Friedhof in Chemnitz wird am Vormittag an 136 Häftlinge erinnert, die in den 1950er Jahren in den Haftanstalten Waldheim und Hoheneck zu Tode kamen. Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus weiht dazu eine Namenstafel ein. Damit sollen die 1957 anonym beigesetzten Kinder, Frauen und Männer nicht in Vergessenheit geraten. Sie waren damals aus den sowjetischen Speziallagern nach Hoheneck und Waldheim überstellt worden und dort aufgrund katastrophaler Haftbedingungen gestorben.

08:52 Uhr | Goldiger Nachwuchs im Zoo Dresden

Goldtakin
Goldtakine im Zoo (Symbolbild). Bildrechte: MDR/Cindy Baumgart

Der Dresdner Zoo meldet Nachwuchs bei den Goldtakinen. Vor wenigen Tagen wurde ein Weibchen geboren. Damit verfügt der Zoo nun über sechs dieser seltenen Tiere aus China. Sie ähneln einer Mischung aus Rind, Ziege und Gnu und stehen in ihrer Heimat unter demselben strengen Schutz wie der Große Panda. In freier Wildbahn gibt es nur noch rund 6.000 Takine.

08:28 Uhr | Petition für Kamm-Buslinie im Osterzgebirge

Im Osterzgebirge macht sich eine Bürgerinitiative für eine bessere Verkehrsanbindung der Region stark. So sollte es eine tägliche Buslinie von Altenberg nach Rechenberg-Bienenmühle geben. Wenn - wie in den Ferien - keine Schülerbusse fahren, können die Einwohner der kleinen Gebirgsdörfer größere Orte nur mit dem Auto erreichen. Mehr als 2.300 Menschen haben bereits eine Petition an den Landtag unterschrieben.

08:00 Uhr | Pop-up-Galerie eröffnet in Leipzig

In der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig eröffnet heute die erste Pop-up-Galerie. Im Georg-Wünschmann-Haus, dem alten Sitz der Leipziger Verkehrsbetriebe, wechseln dann wöchentlich die Ausstellungen. Sieben Wochen lang werden nacheinander Werke von fünfzehn Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Videokunst, klassische Malerei und Fotografie zu sehen sein.

07:26 Uhr | Frau sticht Passantin in den Rücken

In Dresden-Friedrichstadt ist am späten Dienstagvormittag eine Frau mit einem Messer schwer verletzt worden. Die 37-Jährige war gerade mit ihrem sieben Jahre alten Sohn auf der Bauhofstraße unterwegs. Sie soll völlig unvermittelt von einer anderen Frau im Vorbeigehen mit einem Messer in den Rücken gestochen worden sein. Dabei erlitt sie schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Polizeibeamte, die herbeigerufen wurden, konnten die Tatverdächtige noch in der näheren Umgebung fassen. Die 33-jährige Deutsche stand unter Alkoholeinfluss. Ein Test ergab einen Wert von über 1,5 Promille. Die mutmaßliche Täterin wurde festgenommen.

07:13 Uhr | Kein Fahrgastschiff auf dem Bärwalder See

Zum Saisonbeginn im April wird auf dem Bärwalder See kein Fahrgastschiff fahren. Das sagte Investor Armin Hoffmann. Zurzeit verhandeln er, die Gemeinde Boxberg und das Landratsamt Görlitz noch über die Bedingungen, unter denen ein Schiff auf dem See fahren darf. Der aktuelle Vertragsentwurf sei ihm zu wenig verlässlich, erklärte Hoffmann. Er bräuchte die Sicherheit, dass er mit einem Fahrgastschiff mindestens 15 Jahre den Bärwalder See nutzen dürfe. Sonst lohne sich der Kauf des Schiffes nicht. Der Investor will auf dem Wasser Rundfahrten und Veranstaltungen anbieten.

06:54 Uhr | Fehlerhafte Messungen auf Fichtelberg-Wetterwarte

Der Deutsche Wetterdienst will im kommenden Winter zuverlässigere Daten vom Fichtelberg in Oberwiesenthal liefern. Das ist das Ergebnis eines Krisengespräches, zu dem der Grünenbundestagsabgeordnete Stephan Kühn den Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes auf Sachsens höchsten Gipfel geladen hatte. Mit Jahresbeginn wurde in der Wetterwarte auf dem Fichtelberg von einer manuellen Messung der Daten auf eine automatisierte Ablesung umgestellt. Seitdem sei es immer wieder zu unvollständigen und fehlerhaften Messergebnissen gekommen, so Kühn.

06:35 Uhr | Theater Plauen-Zwickau kann Beschäftigte wieder voll bezahlen

Die Beschäftigten am Theater Plauen-Zwickau können künftig wieder nach Flächentarif bezahlt werden. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange übergibt am Vormittag einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an die Theaterleitung. Das Geld stammt aus einem 40 Millionen Euro umfassenden Kulturpaket des Landes, von dem in den kommenden vier Jahren die Kulturräume profitieren. Bisher hatten die Theaterbeschäftigten auf rund 13 Prozent Lohn und Gehalt verzichtet. Dafür bekamen sie einen Freizeitausgleich.

06:21 Uhr | Zwölf Millionen Euro für Schulen in Nordsachsen

Der zwischen Bund und Ländern vereinbarte Digitalpakt bringt den Schulen in Nordsachsen zwölf Millionen Euro für die Digitalisierung. Das teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordsachsen, Marian Wendt, mit. Für die Region bedeuteten sie einen ordentlichen Anschub der Schuldigitalisierung. Bislang gibt es nur die Möglichkeit von Finanzhilfen des Bundes für finanzschwache Kommunen. Damit der Bund den Ländern Geld für die Bildungsinfrastruktur in all ihren Kommunen gewähren kann, musste eigens das Grundgesetz geändert werden.

06:01 Uhr | Letzter Tag bei Alu-Gießerei in Rackwitz

In Rackwitz bei Leipzig schließt heute die ehemalige Aluminium-Gießerei, heute Saint Jean Industries, ihre Tore. Damit verlieren 52 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Laut Betriebsrat Christian Wagner werden sie zunächst in einer Transfergesellschaft aufgefangen, die sie wieder fit für den Arbeitsmarkt machen soll. Wegen des hohen Durchschnittsalters der Belegschaft von über 50 Jahren glaubt Wagner aber nicht, dass das so einfach sein wird. Die Maschinen der Gießerei seien teilweise bereits abgebaut und würden in ein Schwesterwerk in Kroatien verlagert.

05:41 Uhr | Polizistin rettet Frau aus der Elbe

Eine Polizistin hat gestern in Dresden ein Menschenleben gerettet. Die 34 Jahre alte Beamtin aus Baden-Württemberg, die privat in Dresden war, hatte beobachtet, wie eine Frau in Höhe der Waldschlößchenbrücke in die Elbe gegangen war. Die Polizistin setzte einen Notruf ab. Dann sprang sie ohne zu zögern in das kalte Wasser und zog die Frau ans Ufer. Warum die Frau ins Wasser gegangen war, ist noch unklar.

05:28 Uhr | Widersprüchliche Aussagen zur tödlichen Messerattacke in Chemnitz

Der Prozess um die tödliche Messerattacke auf den Deutschkubaner Daniel H. in Chemnitz steht offenbar auf wackeligen Beinen. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, widersprechen sich mehrere Zeugenaussagen und Ermittlungsergebnisse. So sei in der Anklageschrift mal von zwei Messern, dann wieder nur von einem Messer als Tatwaffe die Rede. Zudem habe der Hauptbelastungszeuge seine Aussage zugunsten des in U-Haft befindlichen Angeklagten revidiert. Der Prozess soll am 18. März am Oberlandesgericht in Dresden beginnen.

05:16 Uhr | Zweite Liga: Aue verliert gegen Köln

In der zweiten Fußballbundesliga hat der FC Erzgebirge Aue in einem Nachholspiel gegen den Tabellenführer aus Köln 0:1 verloren. Dabei verpassten es die Veilchen vor rund 13.000 Zuschauern, aus ihren guten Chancen wenigstens ein Unentschieden zu machen. In der Tabelle bleibt die Mannschaft auf Platz 12.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 15:36 Uhr

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2 Kommentare

28.02.2019 11:44 na so was 2

zu: "Widersprüchliche Aussagen zur tödlichen Messerattacke in Chemnitz" >>> "Der Hauptbelastungszeuge hat seine Aussage zugunsten des in U-Haft befindlichen Angeklagten revidiert." So oder so etwas ähnliches war zu erwarten. Am Ende wird sicherlich rauskommen, dass der Deutsch(-Kubaner) Daniel H. aus Chemnitz sich seine tödlichen Verletzungen selbst beigebracht hat. Wieviel Zeugen braucht es denn noch ? Oder will man wieder Gedenkmärsche durch Chemnitz provozieren ? Denn dazu wird es garantiert kommen, wenn auf dieser Schiene weitergefahren wird ! Ich fasse es nicht !

28.02.2019 11:28 UweZi 1

Zu Prozess in Chemnitz, da fällt also der Hauptbelastungszeuge einfach um. Ist schon seltsam. Zuletzt wird alles eingestellt oder vielleicht festgestellt, daß sich das Opfer selbst erstochen hat weil es ja sonst keiner war. Hauptsache wir bestrafen jetzt in Sachsen diejenigen so richtig hart, die sich zB. verbotenerweise aus Not zu vernichtende Lebensmittel aus einem Kaufhallencontainer holen. Gegen Banden - und Schwerkriminalität hat unser Rechtsstaat schon lange verloren. Ich kann diese Heuchelei vom Rechtsstaat nicht mehr ertragen. Für mich kommt Recht immer noch von Gerechtigkeit.