Aufnäher auf dem Hemdsärmel eines deutschen Zollbeamten
Bildrechte: IMAGO

MDR SACHSEN | 13.02.2019 Ticker: Zoll kontrolliert mehr als 70 Paketzusteller in Sachsen

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Matthias Stiebing

Aufnäher auf dem Hemdsärmel eines deutschen Zollbeamten
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Der sächsische Zoll hat bei Kontrollen in der Paketbranche zahlreiche Fälle von Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen festgestellt. Wie das Hauptzollamt Dresden mitteilte, sind 524 Personen in mehr als 70 Paketlieferdiensten überprüft worden. Dabei stellten die Zöllner zwölf Mindestlohnverstöße fest. 20 Mal seien Sozialleistungen zu Unrecht bezogen worden. In sechs Fällen arbeiteten die kontrollierten Personen komplett schwarz, was eine Straftat darstelle. In etwa 40 Fällen seien weiteren Prüfungen von Unternehmen erforderlich. Der Einsatz erfolgte in den Regionen Leipzig, Dresden, Riesa und Bautzen.

11:47 Uhr | Obduktion bestätigt "Mord aus Habgier" in Weißwasser

Der vor zwei Wochen tot in seiner Wohnung aufgefundene Mann aus Weißwasser ist wahrscheinlich ermordet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Görlitz ist der 69 Jahre alte Mann nach zahlreichen Messerstichen in den Hals verblutet. Das bestätige der verläufige Obduktionsbericht. Ein 25 Jahre alter Mann habe die Tat gestanden und befinde sich seit einer Woche in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Görlitz geht von Mord aus Habgier aus.

11:02 Uhr | Eine Tote und vier Verletzte bei Straßenbahnunfall in Dresden

In Dresden ist eine Frau bei einem Unfall mit einer Straßenbahn ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei war die Frau mit ihrem Fahrzeug im Bereich der Haltestelle Karcherallee mit der Straßenbahn zusammengestoßen. Nach ersten Erkenntnissen sind vier Fahrgäste bei der Kollision leicht verletzt worden.

10:24 Uhr | Einschusslöcher an Fenstern der Plauener Markuskirche

Unbekannte haben laut Polizei in der vergangenen Woche mehrere Fensterscheiben der evangelischen Markuskirche im sächsischen Plauen beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, sind an den Scheiben des Gebäudes augenscheinlich zehn Einschusslöcher zu erkennen. Der Sachschaden betrage rund 500 Euro. Die Markuskirche an der Morgenbergstraße im Plauener Stadtteil Haselbrunn soll ein Zentrum der Begegnung für alle Einwohner werden. Im Untergeschoss ist bereits ein Jugendclub beheimatet. Träger ist das Diakonische Beratungszentrum Vogtland. Die Kirche wurde 1913 geweiht.

09:57 Uhr | Ireen Sheer feiert Geburtstag in Dresden

Schlagersängerin Ireen Sheer will ihren 70. Geburtstag in Dresden feiern. Im ZDF-Magazin "Volle Kanne" sagte die gebürtige Engländerin, sie wolle ihr Wiegenfest am 25. Februar zuerst mit einigen Fans begehen. Anschließend will sie den Tag bei einem Candle-Light-Dinner mit ihrem Mann ausklingen lassen. "In Dresden gibt es ja auch sehr schöne Restaurants", so die Sängerin. Sheer ist seit 2010 mit ihrem Manager Klaus-Jürgen Kahl verheiratet. Die beiden wohnen in Berlin.

Ireen Sheer
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09:14 Uhr | Geithain legt Tierpark-Konzept vor

Die Stadt Geithain will im Ringen um eine Zukunft des Tierparks zwei Drittel des Geländes wieder in städtische Obhut nehmen. Wie Bürgermeister Frank Rudolf sagte, hat die Stadtverwaltung dem Tierparkverein ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Auf diese Weise werde der Verein finanziell entlastet und könne sich bis Anfang Mai neu aufstellen. Der Tierbestand müsse aus Sicht der Stadtverwaltung außerdem deutlich verringert werden. Welche Tiere bleiben, solle der Tierparkverein beschließen. Die Stadtverwaltung wolle den Stadtrat Ende Februar über das Zukunftskonzept informieren, so der Bürgermeister weiter. Der Tierparkverein benötigt nach eigenen Angaben rund 40.000 Euro, um den Tierpark zu erhalten und attraktiver zu machen.

08:43 Uhr | Dresdner Unternehmen plant Algenzucht in der Lausitz

Im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe soll in den kommenden Monaten ein Betrieb zur Zucht von Algen entstehen. Wie die Firma "Inalgo" aus Dresden mitteilte, plant das Unternehmen vier Gewächshäuser mit einer Gesamtgröße von etwa 2.500 Quadratmetern. Die dort gezüchteten Mikroalgen sollen für Kosmetik sowie in der Futter- und Nahrungsmittelherstellung verwendet werden. Nach Angaben des Geschäftsführers Gunnar Mühlstädt soll Ende August mit dem Probebetrieb begonnen werden.

07:52 Uhr | Tschechisches Tankschiff wird auf Elbe nach Hamburg geschleppt

Ein in Tschechien gebauter Binnenschifftanker tritt nach monatelanger Wartezeit den Weg über die Elbe in Richtung Hamburg an. Wie die Agentur CTK berichtet, traf das Schiff am Dienstag in Usti nad Labem ein und könnte heute Sachsen erreichen. Das 110 Meter lange und mehr als 13 Meter breite Schiff war bereits im Sommer vergangenen Jahres zu Wasser gelassen worden, konnte aber wegen des niedrigen Waserstandes nicht ausgeliefert werden. Der Tanker mit dem Namen "Spera" soll dem Transport von Chemikalien dienen. Den Motor und weitere Einbauten erhält das Schiff erst in den Niederlanden. Bis dorthin muss es geschleppt werden.

07:23 Uhr | Sachsen plant mehr Geld für Breitensport

Sachsens Innenminister Roland Wöller will die Sportförderung flexibler und unbürokratischer gestalten. Der CDU-Politiker sagte MDR SACHSEN, die entsprechende Richtlinie sei jetzt überarbeitet worden. Sie sieht unter anderem vereinfachte Antragsverfahren für Fördergelder für Vereine vor. Außerdem soll der Ausbau von Turnhallen und Sportplätzen einheitlich mit 50 Prozent bezuschusst werden. Der Landessportbund begrüßt die meisten Verbesserungen, kritisiert aber, dass die neuen Fördermöglichkeiten in zwei Jahren wieder wegfallen könnten. Kommunen und Vereine hätten so keine Planungssicherheit.

06:55 Uhr | Stadtrat entscheidet über neue E-Autos für Leipzig

Im Leipziger Stadtrat stehen am Nachmittag zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Die Räte entscheiden unter anderem darüber, ob für 1,3 Millionen Euro neue Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb angeschafft werden sollen. Außerdem geht es um die Vertragsverlängerung von Gewandhausdirektor Andreas Schulz. Der Seniorenbeirat fordert die Sanierung und den Erhalt des denkmalgeschützten Johannisfriedhofs. Linke und Grüne wollen diskutieren ob das Elsterbecken in ein stehendes Gewässer umgewandelt werden sollte.

06:24 Uhr | Kohleausstieg beschäftigt Kommunen in der Lausitz

Der geplante Ausstieg aus der Braunkohle beschäftigt bereits jetzt die Kommunen in der Lausitz. So wird nach Ideen und Möglichkeiten gesucht, die Fernwärme in Hoyerswerda, Weißwasser und Spremberg zu ersetzen. Zudem prüft beispielsweise Weißwasser, wie die alte Glasfachschule künftig als Standort einer überregionalen Behörde genutzt werden kann. Der Bund plant, den Strukturwandel nicht nur finanziell zu unterstützen. Es sollen auch neue Forschungseinrichtungen, unter anderem in Görlitz und Zittau, angesiedelt sowie Behörden in die Lausitz verlegt werden. Der Ausstieg aus der Braunkohle soll bis 2038 vollzogen sein.

06:00 Uhr | Erneut ganztägige Warnstreiks im öffentlichen Dienst erwartet

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkschaften auch für heute in mehreren Bundesländern zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Sachsen soll ab 11 Uhr eine Protestaktion in Chemnitz stattfinden. Dazu werden Beschäftigte aus dem Vogtland, dem Erzgebirgskreis, der Stadt Chemnitz und Mittelsachsen erwartet. An Schulen kann es zu Unterrichtsausfällen kommen. Gestern hatten Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes an einer Kundgebung in der Leipziger Innenstadt teilgenommen. Die Gewerkschaften fordern in der aktuellen Tarifrunde sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro mehr. 

05:48 Uhr | Polizei sucht Zeugen nach tödlichem Lkw-Unfall

Nach einem Unfall auf der A14 bei Döbeln, bei dem ein Lkw von einer Brücke gestürzt ist, sucht die Polizei Zeugen. Der tschechische Lastwagen war am Montag zunächst auf einen Schilderwagen aufgefahren, durchbrach danach ein Brückengeländer und stürzte auf eine Straße. Der Lkw fing Feuer, der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und starb. Der Fahrer des Schilderwagens wurde bei dem Unfall verletzt. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang und dem Fahrverhalten der Fahrer machen können. Die Ermittler interessieren sich vor allem dafür, auf welchem Fahrstreifen sich der Sattelzug und der Schilderwagen unmittelbar vor dem Zusammenstoß befunden haben.

05:32 Uhr | Jugendlicher in Leipzig nach Unfall gestorben

Der am Dienstagabend bei einem Unfall im Leipziger Zentrum schwer verletzte Jugendliche ist nach Angaben der Polizei gestorben. Der 16-Jährige war an der Straßenbahnhaltestelle Leibnitzstraße beim Überqueren der Straße von einem Pkw erfasst worden. Der Junge sei vor Ort reanimiert und ins Krankenhaus gebracht worden. Dort erlag er seinen Verletzungen. Der genaue Unfallhergang wird ermittelt.

05:17 Uhr | Kein Sieger im Nachholspiel zwischen Zwickau und Karlsruhe

Der FSV Zwickau ist im Nachholspiel der 3. Fußball-Liga am Dienstagabend gegen den Karlsruher SC nicht über ein 1:1 hinaus gekommen. Die Gastgeber aus Zwickau gingen in der ersten Spielhälfte zunächst durch Kevin Hoffmann in Führung, konnten diese in der zweiten Hablzeit aber nicht ausbauen. Für Karlsruhe traf Anton Fink in der 65. Minute per Elfmeter zum Ausgleich.

05:03 Uhr | Mehr Fahndungstreffer bei Bundespolizei im Jahr 2018

Die Bundespolizei hat 2018 in Mitteldeutschland rund 300 Fahndungstreffer mehr erzielt als im Vorjahr. Wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen etwa 15.500 Fahndungserfolge erzielt worden. In 7.750 Fällen haben die Beamten demnach Personen mit bis dahin unbekanntem Aufenthalt aufgegriffen. Zudem seien rund 1.900 mit Haftbefehl Gesuchte gefasst worden. Die Einsatzkräfte entdeckten außerdem jede Menge gestohlene und verlorene Dinge, "vom Ausweis und Handy über Fahrrad und Auto bis zur Baumaschine".

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2019, 12:59 Uhr

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2 Kommentare

13.02.2019 22:04 Andrea 2

Es ist mittlerweile bitterer Alltag geworden, täglich von Todesopfer im Straßenverkehr zu lesen. Meine Vermutung, daß viele ne machen einfach keine Zeit mehr haben, Gedankenlos sind und nur noch Augen für sich und Handy, was rundherum passiert wird gar nicht mehr wahr genommen! Autofahren und Passant auf einer Straße zu sein, macht keinen Spaß weil man immer mit der Dummheit anderer rechnen muss!

13.02.2019 12:17 na so was 1

Wie kann das sein mit den gehäuft auftretenden Straßenbahnunfällen mit Todesfolge in Dresden in letzter Zeit. Was sonst eine Ausnahme war, ist heutzutage bittere Realität. Liegt es an der Hetzerei, am "immer schneller sein müssen", an Gedankenlosigkeit ? Es hat sich auch noch kein "Experte" der Unfallforschung zu diesem Thema geäußert.