Monteure befestigen eine Leuchtreklame mit dem Leipziger Wappen und dem Spruch "Willkommen in Leipzig" auf dem Dach eines Einkaufszentrums.
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MDR SACHSEN-Ticker | 11.07.2018 Frei nach Goethe: Leipzig bekommt seinen alten Willkommensgruß zurück

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Monteure befestigen eine Leuchtreklame mit dem Leipziger Wappen und dem Spruch "Willkommen in Leipzig" auf dem Dach eines Einkaufszentrums.
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Die berühmte Leuchtreklame mit dem Goethe-Zitat "Mein Leipzig lob' ich mir" kehrt an ihren angestammten Platz in der Leipziger City zurück. Als erstes wurde heute der Teil, der Gäste "Willkommen in Leipzig" heißt, auf dem Dach eines Einkaufszentrums montiert. In den nächsten Wochen sollen die Willkommensgrüße in Englisch, Russisch und Französisch folgen, und zum Schluss wird der Goethe-Spruch angebracht. Zum ersten Mal wieder leuchten soll die Reklame aus DDR-Zeiten am 26. Juli. Die Leuchtreklame war ursprünglich auf einem Plattenbau-Wohnhaus installiert gewesen. Dieses wurde abgerissen und an seiner Stelle das Einkaufszentrum errichtet. Die Leuchtreklame wurde eingelagert, denkmalgerecht saniert und auf LED-Technik umgerüstet.

13:00 Uhr | Stiftung schreibt Umgebindehauspreis aus

Eigentümer oder Initiativen, die sich für den Erhalt eines traditionellen Umgebindehauses eingesetzt haben, können sich jetzt für den Umgebindehauspreis 2018 bewerben. Die Stiftung Umgebindehaus teilte mit, es würden 7.000 Euro Preisgeld vergeben. Bewerben könnten sich Besitzer, die ihr Fachwerkhaus denkmalgerecht saniert haben, aber auch Vereine. Umgebindehäuser prägen das Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Sie verbinden slawische Blockbauweise mit deutscher Fachwerkstechnik. Für den Preis könnten sich auch Hausbesitzer aus Polen und Tschechien bewerben.

12:00 Uhr | Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl

Die Bundespolizei Ebersbach hat auf dem Autobahnparkplatz Oberlausitz Süd gestern einen per Haftbefehl gesuchten Straftäter festgenimmen. Der 40-Jährige aus der Ukraine war auf der Autobahn 4 als Beifahrer in einem Transporter in Richtung Görlitz unterwegs. Seine Überprüfung ergab, dass er durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht wird. Er hatte eine Geldstrafe in Höhe von 530,50 Euro zu zahlen. Da er diesen Betrag nicht vorweisen konnte, musste er nun eine 15-tägige Freiheitsstrafe im Bautzener Gefängnis antreten.

11:17 Uhr | Mediaanalyse: Sachsenradio weiter erfolgreich

10:55 Uhr | Lausitzer Tourismus vermarktet sich jetzt über Landesgrenzen hinweg

In der Lausitz gibt es jetzt einen gemeinsamen Tourismusverband zur Vermarktung der Urlaubsregion Lausitzer Seenland. Die beiden Verbände Niederlausitz in Brandenburg und Lausitzer Seenland in Sachsen haben sich zusammengeschlossen. 140 Verbandsmitglieder werden zukünftig das Tourismusgebiet einheitlich vermarkten. Im Lausitzer Seenland gibt es mittlerweile 26 künstliche Seen in ehemaligen Tagebauen sowie weitere natürliche Gewässer.

10:42 Uhr | Budissa verpflichtet Mittelfeldtalent Schicht

Regionalligist Budissa Bautzen vermeldet einen Neuzugang: Der Mittelfeldspieler Michael Schlicht wechselt vom 1. FC Schweinfurt 05 aus der Regionalliga Bayern nach Bautzen. Der 24 Jahre alte gebürtige Leipziger absolvierte seine Fußballausbildung bei RB Leipzig und spielte bereits beim FSV Zwickau. Er erhält einen Vertrag über eine Spielzeit.

10:37 Uhr | 5.000. Fahrgast im ehrenamtlichen Bürgerbus befördert

Der sogenannte Bürgerbus im Vogtland erfreut sich gutem Zuspruch. So konnte gestern in Adorf der 5.000. Fahrgast begrüßt werden. Der Bürgerbus rollt seit März 2017 durch Adorf und seine Ortsteile. Das Angebot gibt es auch in Lengenfeld und Bad Elster. Die Busse werden von ehrenamtlichen Fahrern gelenkt. Der Fahrdienst dient als Ergänzung zum regulären ÖPNV, um abgekoppelte Orte beziehungsweise Ortsteile anzubinden.

10:15 Uhr | Kreisräte fordern Spätzüge auf der Achse Weißwasser - Görlitz - Zittau

Der Görlitzer Kreistag will sich dafür einsetzen, dass auch künftig noch Züge zwischen Zittau, Görlitz und Weißwasser nach 22 Uhr fahren. Das Gremium folgte nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" damit einstimmig einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. So werden die Vertreter des Landkreises aufgefordert, im Zweckverband ZVON auf eine Änderung der Pläne für das Jahr 2019 hinzuwirken. Erst im Frühjahr hatte die Verbandsversammlung den Rahmen für den Fahrplan beschlossen, der im Dezember in Kraft tritt. In diesem Plan werden die letzten Züge auf dieser Strecke um eine Stunde nach vorne gezogen. So soll der letzte Zug nach Informationen der Zeitung ab Dezember von Zittau nach Cottbus über Görlitz und Weißwasser um 21 Uhr starten, der letzte Zug von Görlitz nach Zittau um 21:17 Uhr.

10:00 Uhr | Update: Lebenslange Haftstrafe für Zschäpe

Im NSU-Prozess ist die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München sprach die 43-Jährige am Mittwoch des zehnfachen Mordes schuldig. Das Gericht stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest.

09:27 Uhr | Sachsens Christdemokraten distanzieren sich von Facebook-Gruppe

Die CDU Sachsen hat sich von den Facebook-Kommentaren vermeintlicher Parteimitglieder distanziert. Generalsekretär Alexander Dierks sagte dem MDR, die Facebook-Gruppe "Konservative in der CDU Sachsen" sei keine Seite der CDU Sachsen. Auf der Seite waren wiederholt scharfe Kommentare zur Asylpolitik gepostet worden. Zuletzt wurde der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, als - Zitat - " der grüne Nazi" bezeichnet. CDU-Generalsekretär Dierks betonte, die Verantwortlichen seien der Partei nicht bekannt. Die dort veröffentlichten Inhalte gäben nicht die Haltung der sächsischen Union wider.

09:07 Uhr | Rettungsübung für Deutsche Meisterschaft in Glashütte

In Glashütte gibt es heute Nachmittag eine Rettungsübung des Deutschen Roten Kreuzes. Etwa 20 Helfer werden auf dem Spielplatz an der Feuerwehr ein Szenario von mehreren Verletzten durchspielen. Beginn ist um 17 Uhr. Die Mannschaft des DRK Glashütte hatte die Sächsische Landesmeisterschaft gewonnen und bereitet sich mit der heutigen Übung auf die Deutsche Meisterschaft vor. Diese findet Mitte September in Siegen statt.

08:21 Uhr | Sanierung der Dresdner Augustusbrücke wird teurer und dauert länger

Die Sanierung der Dresdner Augustusbrücke wird teurer als bisher geplant. Eigentlich sollte sie rund 21 Millionen Euro kosten - jetzt stehen Mehrkosten von rund vier Millionen an. Außerdem verlängert sich die Bauzeit um ein Jahr bis 2020. Als Hauptgrund gibt die Stadtverwaltung unvorhersehbare Probleme bei den Bauarbeiten an. Im Frühjahr 2017 hatten die Arbeiten an der Augustusbrücke begonnen. Das historische Bauwerk war beim Elbe-Hochwasser 2013 stark beschädigt worden.

07:21 Uhr | Leipzig/Halle bekommt Urlaubsflüge nach Gambia

Der Reiseveranstalter FTI bringt im Winter Urlauber direkt von Leipzig/Halle ins westafrikanische Gambia. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Flüge als Vollcharter angeboten. Damit sind Flugtickets nur in Kombination mit einer Pauschalreise buchbar. Die Flüge dauern sechs Stunden, planmäßig wird für einen Tankstopp im marokkanischen Agadir zwischengelandet. Nach Angaben des Flughafens gab es Anfang der 2000er-Jahre schon einmal Flüge vom mitteldeutschen Airport nach Banjul. Gambia bietet ganzjährig tropisches Klima, ist als Urlaubsziel aber vergleichsweise unbekannt. Das Auswärtige Amt hat ausführliche Reisehinweise für das Land veröffentlicht, so etwa umfangreiche Impfempfehlungen.

06:58 Uhr | Delitzscher sollen mit Foto für ihre Stadt werben

Die Delitzscher sind aufgerufen, digitale Fotos ihrer Stadt einzureichen. Bestimmt sind sie für eine Infostele im Foyer des Delitzscher Schlosses. Dort erhalten Gäste der Stadt einen ersten Überblick über touristische Leistungen. Die Touristinformation teilte mit, mit den Fotos wolle man die Stadt künftig aus dem Blickwinkel ihrer Bewohner präsentieren. Die Idee hatten die Initiatoren, nachdem sie immer wieder attraktive Fotos von Delitzsch auf diversen Webseiten im Internet gefunden hatten.

06:26 Uhr | Früherer Leipziger Baubürgermeister gestorben

Niels Gormsen, der frühere Baubürgermeister der Stadt Leipzig, ist tot. Nach Presseinformationen starb er gestern in einem Krankenhaus in Borna. Er kam 1990 aus Mannheim und leitete bis 1995 das Baudezernat. Projekte wie der Umbau des Hauptbahnhofes oder der Neubau der Leipziger Messe fallen unter anderem in seine Amtszeit. Gormsen wurde 90 Jahre alt.

05:52 Uhr | Sommerloch: Meuselwitzer Känguru in Regis-Breitingen gesehen

Das vor knapp einer Woche verschwundene Känguru aus dem thüringischen Meuselwitz soll im sächsischen Regis-Breitingen gesichtet worden sein. Die Polizei teilte mit, Zeugen wollen das Tier in der Nähe des Ortsteils Ramsdorf gesehen haben. Das Muttertier, das ein Junges im Beutel haben soll, hält die Polizei seit Mittwoch vergangener Woche auf Trab. Nachts hatten Unbekannte den Weidezaun zu seiner Koppel zerschnitten, um an eine dort aufgestellte Spendenbox zu gelangen.

05:50 Uhr | Toter in Leipziger Abrisshaus gefunden

Polizeibeamte und Feuerwehrleute stehen in der Dunkelheit auf einer Straße
Bildrechte: Holger Baumgärtner

In einem Abrisshaus in der Leipziger Bülowstraße ist in der Nacht ein Toter gefunden worden. Die Polizei bestätigte das auf Anfrage von MDR SACHSEN. Eine Sprecherin der Polizei sagte, die Identität des Mannes sowie die Umstände des Todes seien noch unklar. Vermutet werde, dass es sich um einen Drogentoten handele. Zur Öffnung und Beleuchtung des Fundortes hatte die Polizei die Feuerwehr angefordert.

05:42 Uhr | Mehr Wasser unterm Kiel: Dampfer fahren wieder bis Pillnitz

Leichte Entspannung gibt es beim Wasserstand der Elbe. Durch den Regen am gestrigen Tag ist der Wasserstand um zehn Zentimeter auf aktuell 65 Zentimeter gestiegen. Vor allem von den Zuflüssen der kleineren Bäche und Flüsse kam Wasser in die Elbe. Die Sächsische Dampfschiffahrt teilte mit, ab heute wieder in Richtung Pillnitz zu fahren. Zuletzt waren nur noch kurze Stadtfahrten möglich. Wann die Dampfer auch die Sächsische Schweiz und das Weinland bei Meißen und Diesbar-Seußlitz wieder ansteuern können, ist noch unklar.

05:34 Uhr | Geld für neuen Hort in Räckelwitz

Die Gemeinde Räckelwitz bei Kamenz will ein neues Hortgebäude bauen. Dafür hat sie jetzt von Sachsen eine Fördermittelzusage in Höhe von 1,4 Millionen Euro bekommen. Das sind dreiviertel der veranschlagten Bausumme. Wie Bürgermeister Franz Brußk sagte, soll das neue Haus neben der Schule gebaut werden, damit die Kinder kurze Wege haben - zum Beispiel für Ganztagsangebote. Fast eine halbe Million Euro bezahlt die Gemeinde selbst.

05:28 Uhr | Gedenken an NSU-Opfer in Zwickau und Chemnitz

In Zwickau ist am Abend mit einer Gedenkveranstaltung an die Opfer der rechten Terrorgruppe NSU erinnert worden. Bereits am Nachmittag wurden auf dem Hauptmarkt Porträts der zehn Getöteten aufgestellt. Auch in Chemnitz erinnerten Künstler und Demokratie-Initiativen an die NSU-Verbrechen. Sie machten unter anderem auf das erste Versteck der Rechtsterroristen und die Unterstützer-Szene in der Region aufmerksam. Anlass für die Aktionen ist die für heute angesetzte Urteilsverkündung im NSU-Prozess.

05:18 Uhr | Zusätzliche Richterin für "Dieselgate"-Klagen in Zwickau

Claudia Czingon ist seit 27 Jahren Richterin. Nun wird sie ein Jahr lang ausschließlich Klagen von Autobesitzern verhandeln, die von der Dieselaffäre betroffen sind.

05:12 Uhr | Frau verletzt sich bei Abschiebung in Chemnitz selbst

In der Chemnitzer Ausländerbehörde ist es zu einem Polizeieinsatz gekommen. Bei der Abschiebung einer vierköpfigen Familie aus Tschetschenien hatte sich die Mutter mit einem Messer am Arm verletzt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, weil die Frau die Beamten und Mitarbeiter bedroht habe. Nach Information des Sächsischen Flüchtlingsrats kam die als selbstmordgefährdet geltende 38-Jährige ins Krankenhaus, ihr Mann und ihre zwei Kinder befinden sich auf dem Weg nach Polen. Der Flüchtlingsrat kritisiert nun, dass die Familie getrennt wurde und die Ausländerbehörde aufgrund der Notlage keine Aufenthaltsduldung bewilligt hat. Nach Angaben der Landesdirektion wird der Vorfall geprüft.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2018, 13:21 Uhr

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2 Kommentare

11.07.2018 12:18 online-redaktion 2

@Frau Jantke, der Gesundheitszustand der Frau und die daraus notwendige medizinische Versorgung lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Wohl auch aus diesem Grund wird die Landesdirektion als zuständige Behörde den Vorfall überprüfen, wie in der Meldung geschrieben.

11.07.2018 10:46 Renate Jantke 1

Abschiebung
Die Landesregierung wäre gut beraten, sich nicht erpressen zu lassen.
Eine medizinische Vorortversorgung hätte ausgereicht, damit die Abschiebung der gesamten Familie erfolgen konnte.