MDR SACHSEN | 06.02.2019 Ticker: Dresdner Winterdienst-Straßenbahn entgleist schon wieder

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Lars Müller

Eine gelbe Straßennbahn ist mit einem Drehgestell entgleist, Einsatzkräfte sind vor Ort.
Die Bahn entgleiste in einer vereisten Kurve. Bildrechte: Roland Halkasch

In Dresden ist am Morgen wieder eine Straßenbahn entgleist. Die Bahn war ohne Fahrgäste als Winterdienstzug unterwegs und sollte eigentlich vereiste Schienen freiräumen. In einer Kurve zwischen Leipziger Straße und Bahnhof Neustadt entgleiste der Tatra-Zug mit einem Drehgestell bei langsamer Fahrt. Ein Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe sagte, die Havarie ereignete sich auf einer Strecke, die nicht planmäßig befahren wird. Deshalb gab es keine Störungen im Tramnetz. Gestern waren dieselbe Winterdienst-Bahn und eine leere Bahn auf der Fahrt ins Depot entgleist. Grund waren in beiden Fällen ebenfalls Eis und Schnee in den Schienen. Verletzt wurden bei allen Havarien niemand. Den Straßenbahnfahrern seien keine Fehler vorzuwerfen, so der Sprecher. Derartige Vereisungen seien nicht klar zu erkennen.

12:45 Uhr | Sachsen will wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Polen intensivieren

Sachsen und Polen wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen. Darüber diskutieren bis Donnerstag Unternehmer aus dem Freistaat und dem Nachbarland beim XIII. Polnisch-Sächsischen Wirtschaftsforum in Sachsen. Das sächsische Wirtschaftsministerium teilte mit, neben der Vernetzung seien Kooperationen auf allen Ebenen für ein erfolgreiches Unternehmen unabdingbar. Polen ist traditionell ein wichtiger Handelspartner für Sachsen. In den ersten drei Quartalen 2018 rangierte das Land bei Sachsens Exportmärkten auf Platz 6, beim Import sogar auf Platz 2.

12:30 Uhr | Dresdner Opernchor für renommierten Preis nominiert

Der Sächsische Staatsopernchor Dresden hat die Chance auf einen International Opera Award 2019. Das Ensemble ist nach eigenen Angaben in der Kategorie "Chor des Jahres" nominiert. Chordirektor Jörg Hinnerk Andresen sieht in der Auswahl für den international renommierten Preis eine Bestätigung für die künstlerische Leistung. Mitbewerber sind die Chöre des Moskauer Bolschoi Theaters, der Opéra de Lyon, der Dutch National Opera Amsterdam, des Royal Opera House London und der Mailänder Scala. Die Gewinner werden am 29. April im Londoner Sadler's Wells Theater bekanntgegeben. Der 1817 auf Anregung des damaligen Hofkapellmeisters Carl Maria von Weber per königlichem Dekret gegründete Dresdner Theaterchor gilt als einer der besten Opernchöre Europas.

12:14 Uhr | Negativpreis "Tonstörung" geht ans sächsische AfD

Der Vorstand des sächsischen Landesverbandes der AfD ist von der Landespressekonferenz mit dem Negativpreis "Tonstörung" gerügt worden. Der Verein landespolitischer Journalisten kritisierte die wiederholten Versuche der Partei, Berichterstattung über Mitglieder, Funktionäre oder innerparteiliche Vorgänge zu erschweren oder zu verhindern. Dazu bediene sich die AfD immer wieder "des Mittels des Ausschlusses einzelner Pressevertreter oder Medienhäuser, etwa von grundsätzlich öffentlichen Parteiveranstaltungen". Den Preisträger hatte eine Jury aus mehreren Vorschlägen ausgewählt - und sich einstimmig für die AfD entschieden. Die Partei wies die Vorwürfe des Ausschlusses von Journalisten in einer ersten Reaktion zurück und bezeichnete "viele Journalisten" als "wenig kritikfähig".

11:54 Uhr | Fast 400.000 Fahrgäste in zwei Bimmelbahnen

In den Dampfzügen der Weißeritztalbahn (Freital - Kipsdorf) und der Lößnitzgrundbahn (Radebeul - Radeburg) sind im vergangenen Jahr 390.000 Fahrgäste unterwegs gewesen. Das teilte der Verkehrsverbund Oberelbe heute mit. Die beiden Schmalspurbahnen gelten insbesondere als Touristenattraktionen, werden aber auch noch im Schülerverkehr etwa zwischen Radeburg und Radebeul genutzt. Beide Bahnen werden täglich planmäßig mit kohlebetriebenen Dampflokomotiven betrieben.

11:32 Uhr | 18 Bagger-Besetzer in Untersuchungshaft

Nach der Baggerbesetzung in zwei Brandenburger Tagebauen am Montag hat das Amtsgericht Cottbus gegen 18 Aktivisten Untersuchungshaft angeordnet. Das Gericht teilte heute mit, die Maßnahme gegen die neun Frauen und neun Männer gelte für maximal zwei Monate. Die Betroffenen seien in die jeweils zuständigen Justizvollzugsanstalten gebracht worden. Fünf weitere Verdächtige wurden auf freien Fuß gesetzt, da sie die erforderlichen Angaben zu ihrer Identität gemacht hätten, hieß es weiter. Die Anhörungen vor dem Haftrichter hatten gestern bis 23 Uhr gedauert. Allen Betroffenen wird Landfriedensbruch vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft Cottbus. Die Behörde hatte die Haftbefehle gegen die Beschuldigten beantragt.

11:20 Uhr | Prozess gegen weitere Mitglieder der "Oldschool Society" gestartet

Vor dem Dresdner Oberlandesgericht hat der Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen "Oldschool Society" begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den 30 und 43 Jahre alten Männern die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. Sie sollen führende Positionen innerhalb der Gruppierung eingenommen haben. Unter anderem sollen sie an Plänen für einen Anfang 2015 geplanten Sprengstoffanschlag auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft in der Nähe von Borna in Sachsen beteiligt gewesen sein. Bevor es zu dem Anschlag kam, war die Gruppierung bei einer bundesweiten Durchsuchungsaktion aufgeflogen.

11:02 Uhr | Russischer Discounter wieder offen

Nach Problemen mit Lieferanten und einer vorübergehenden Schließung hat der russische Discounter "Mere" seine erste Filiale in Deutschland in Leipzig wieder geöffnet. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin. Die deutsche Tochter TS-Markt will nach dem Einstieg in Leipzig Schritt für Schritt weitere Filialen in Ostdeutschland eröffnen.

09:29 Uhr | Aus tschechischem Skilift gefallenes Mädchen auf dem Weg der Besserung

Ein sechsjähriges Mädchen, das am 5. Januar aus einem Skilift im tschechischen Harrachov gefallen war, ist auf dem Weg der Besserung. Die "Sächsische Zeitung" berichtet unter Berufung auf die tschechische Polizei, dass das Kind nach Einschätzung von Medizinern wieder vollständig genesen werde. Das Unglück war überregional bekannt geworden, weil ein Tourist aus Werdau den Vorfall aus nächster Nähe beobachtet hatte und der Polizei als Zeuge zur Verfügung stand. Die Ermittler hatten zuvor nach dem Mann gesucht. Er saß zum Unfallzeitpunkt zufällig auf einer Sitzbank mit dem Mädchen und dessen Großmutter im Lift.

08:30 Uhr | Baustart auf Dresdner Bahn in Berlin

Auf der sogenannten Dresdner Bahn zwischen dem Berlin-Südkreuz und Blankenfelde haben gestern offiziell die Bauarbeiten begonnen. Bis 2025 sollen nach Angaben der Deutschen Bahn 560 Millionen Euro investiert werden. Über Jahre hinweg hatten Klagen von Anwohnern den Ausbau der Trasse verhindert. Mit Fertigstellung werden sich die Fahrzeiten zwischen Berlin und Dresden verkürzen, da Fernzüge der Relation Hamburg - Berlin - Dresden - Prag keinen Umweg mehr über den Berliner Außenring fahren müssen. Der 16 Kilometer lange Abschnitt existiert bereits seit 1875. Seit 1952 fahren allerdings dort nur noch S-Bahnen.

08:02 Uhr | Wieder Taucher im Einsatz nach vermisstem Studenten

Heute sollen erneut Taucher in der Mulde bei Leisnig nach einem vermissten Studenten suchen. Das berichtet der zur "Sächsischen Zeitung" gehörende "Döbelner Anzeiger" mit Verweis auf eine Chemnitzer Polizeisprecherin. Der 20-Jährige wird seit der Neujahrsnacht vermisst. Am 1. Januar waren Kleidungsstücke des jungen Mannes auf einer Fußgängerbrücke an der Mulde gefunden worden. Die Suche nach ihm blieb aber bisher erfolglos. Angehörige haben wiederholt die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten - so auch in der MDR-Sendung "Kripo live".

07:14 Uhr | Eisbrocken fällt von Transporter und trifft Auto

Auf der B6 bei Oschatz hat ein Transporter während der Fahrt eine große Eisscholle verloren. Nach Angaben der Polizei hatte sich der Brocken vom Dach des Fahzeugs gelöst und wurde in den Gegenverkehr geschleudert. Durch die Eisplatte zersplitterte die Frontscheibe eines Pkw. Die Fahrerin blieb unverletzt. Der Verursacher fuhr davon. Die Polizei sucht Zeugen.

06:56 Uhr | Justizminister: Gefängnisse sind sicherer geworden

Nach dem Selbstmord des Terrorverdächtigen Al Bakr in einem sächsischen Gefängnis hat der Freistaat Millionen in die Sicherheit investiert. Nach Angaben von Justizminister Sebastian Gemkow gibt es mehr Personal, spezielle Hafträume und ein Dolmetschersystem für Übersetzungen in 56 Sprachen. Damit entspreche man den Forderungen der Experten, die den Selbstmord Al Bakrs Ende 2016 in seiner Leipziger Gefängniszelle untersucht hatten. Außerdem sollen in allen zehn sächsischen Haftanstalten noch jeweils drei videoüberwachte Hafträume eingerichtet werden. Damit werde das Risiko für Häftlinge und Wärter deutlich reduziert, so der Minister.

06:14 Uhr | Verdacht auf Geheimnisverrat im Dresdner Rathaus

Nach einer Anzeige ermittelt die Polizei gegen Mitarbeiter des Dresdner Rathauses wegen des Verdachts des Geheimnisverrats. Das berichtet die "Sächsische Zeitung". Da knapp die Hälfte der geplanten Abschiebungen in Dresden scheitert, könne es sein, dass es in mindestens einer Behörde ein Datenleck gebe, heißt es.

05:50 Uhr | Offenbar noch kein Ersatz für Germania ab Dresden

Für die ursprünglich geplanten Flüge der insolventen Germania-Fluggesellschaft gibt es ab Dresden aktuell offenbar noch keine Alternativen. Der für heute geplante Abflug nach Las Palmas de Gran Canaria und der morgige Flug nach Teneriffa-Süd sind aus den Online-Flugplänen ersatzlos verschwunden. Ab Freitag stehen die geplanten Flüge noch als "gestrichen" in den Flugplänen der Dresdner Airports. Pauschalreiseanbieter hatten sich beeilt, ihre Kunden zu beruhigen und ihnen Ersatzbeförderungen zugesichert - ab welchen Flughäfen, dazu wurden öfffentlich jedoch keine Angaben gemacht. Viele Sachsen sind von der Germania-Pleite betroffen. Die Airline hatte ihr finanziellen Probleme Anfang Januar publik gemacht.

05:46 Uhr | Zoll geht gegen Schwarzarbeit in Spielhallen vor

Der Zoll hat gestern in Südwestsachsen einen Schlag gegen Schwarzarbeit in Spielhallen geführt. Rund 200 Beamte durchsuchten im Raum Zwickau-Chemnitz 31 Objekte, wie das Hauptzollamt Erfurt mitteilte. Ermittelt wird gegen zwei Beschuldigte, die über ein Firmengeflecht seit 2015 Sozialversicherungsbeiträge ihrer Arbeitnehmer nicht oder nicht in voller Höhe abgeführt haben sollen. Bei den Durchsuchungen der Wohn- und Geschäftsräume stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sowie zwei Elektroschocker sicher. Die Ermittlungen dauern an.

05:33 Uhr | Kulturhauptstadt-Bewerber präsentieren sich in Brüssel

Das EU-Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Brüssel hat heute Abend drei sächsische Städte zu Gast: Chemnitz, Zittau und Dresden. Alle drei bewerben sich - neben vielen anderen - um den begehrten Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025". Die drei Bewerberstädte aus Sachsen präsentieren sich auf dem Neujahrsempfang in Brüssel mit einem Bühnenprogramm. Erstmals treten die Konkurrenten gemeinsam auf.

05:29 Uhr | Innovationen aus dem Erzgebirge gegen Krankenhauskeime

Zwei Innovationen aus dem Sachsen sollen helfen, gefährliche multiresistente Erreger zu stoppen. Ein Hightech-Gewebe will die Keime mithilfe von Silber-Ionen abtöten. Entwickler Jörg Brändl sagte: "Nach einer Laborstudie im vergangenen Jahr testen wir das Material nun in der Praxis. Dazu werden die Textilien des gleichnamigen Unternehmens aus Geyer ein halbes Jahr lang in der Dresdner Uniklinik und dem Elblandklinikum Meißen in einer Studie geprüft. Entwickelt wurde das Gewebe von einer Spezialweberei aus Crimmitschau. Ebenfalls aus dem Erzgebirge stammt die Idee für einen keimfreien Edelstahlfußboden, der sich wie Laminat verlegen lässt. Den Prototyp entwickelte Raumausstatter Volker Queck aus Stützengrün. Aktuell sucht er für seine Entwicklung, auf die er ein europaweites Patent hält, nach einem Produzenten.

05:22 Uhr | Festnahme nach mutmaßlicher Tötung eines Mannes in Weißwasser

In Weißwasser ist gestern in einer Wohnung ein 69 Jahre alter Mann tot aufgefunden worden. Die Polizei hatte zuvor einen Hinweis eines 27-Jährigen bekommen. Nach seiner Aussage zu dem Geschehen wurde er vorläufig festgenommen. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Polizei ermittelt noch. Heute soll der Fall der Staatsanwaltschaft in Görlitz übergeben werden.

Polizisten sperren einen Hauseingang ab
Die Polizei hat das Wohnhaus abgesperrt. Bildrechte: Lausitznews.de

05:16 Uhr | Lehrer fordern gerechte Gehaltsstufen

Die sächsischen Lehrer erwarten von der anstehenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst eine gerechte Regelung bei der Eingruppierung in verschiedene Gehaltsstufen. Das geht aus einer Befragung des sächsischen Lehrerverbandes hervor. Die Eingruppierungen erfolgen nach der Art der Tätigkeit und der Berufserfahrung. Nach den bisherigen Plänen kann es dabei für ältere Lehrer zu Gehaltseinbußen kommen, so die Gewerkschaft GEW. Ferner fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro zusätzlich im Monat. Die Gespräche werden heute Nachmittag in Potsdam fortgesetzt.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2019, 13:11 Uhr

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