4. Stunde Ausfall! - Information an der Tafel eines Klassenzimmers
Bildrechte: imago/OR Medienvertrieb

MDR SACHSEN | 21.01.2019 Ticker: Unterrichtsausfall in Chemnitz weitet sich aus

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Nadine Jejkal

4. Stunde Ausfall! - Information an der Tafel eines Klassenzimmers
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Der Unterrichtsausfall in Chemnitz weitet sich trotz zusätzlicher Lehrer offenbar aus. Das berichtet die Freie Presse unter Berufung auf interne Zahlen des Landesamtes für Schule und Bildung. Demnach rechnet die Behörde in fast allen Schularten mit einer wachsenden Ausfallquote. Lediglich in den Chemnitzer Grundschulen werde der Unterricht besser als bisher abgesichert. Als Gründe für den zunehmenden Ausfall nennt das Landesamt große Probleme bei der Besetzung offener Lehrerstellen. Selbst mit Seiteneinsteigern könne der Bedarf nicht gedeckt werden.

13:00 Uhr | Warnstreik an Kreismusikschule Dreiländereck

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Kreismusikschule Dreiländereck im Landkreis Görlitz zu einem neuen Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft soll der Betrieb unter anderem in Zittau, Löbau, Weisswasser und Reichenbach von heute an bis Mittwoch ruhen. Die Musikschullehrer fordern, dass ein Haustarifvertrag abgeschlossen wird auf der Grundlage der allgemeinen Tarifvereinbarungen für den Öffentlichen Dienst. Der Landkreis Görlitz hat Verhandlungen bisher abgelehnt. Musikschulen seien eine freiwillige Aufgabe und dafür stehe kein zusätzliches Geld zur Verfügung.

12:20 Uhr | Sächsische Betriebe investieren mehr in den Umweltschutz

Sächsische Unternehmer investieren deutlich mehr in den Umweltschutz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gaben Betriebe des produzierenden Gewerbes -zuletzt- insgesamt 420 Millionen Euro für den Umweltschutz aus. Damit stieg die investierte Summe seit Jahren kontinuierlich. Befragt wurden rund 3.700 Betriebe. Im Schnitt verwendete jeder über 600.000 Euro, um schädliche Emissionen zu vermeiden oder Ressourcen zu sparen. Außerdem investierten die Unternehmen in den Gewässer- und den Klimaschutz.

11:45 Uhr | Bundespolizei stellt verurteilten Gewalttäter auf der Autobahn

Die Bundespolizei hat in Sachsen einen verurteilten Gewalttäter festgenommen. Der 26-Jährige war den Beamten bei einer Kontrolle am Sonnabend auf der Autobahn 17 bei Breitenau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ins Netz gegangen. Das teilte die Bundespolizei heute mit. Der Mann war im Jahr 2016 wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilt worden, hatte die Haft aber nicht angetreten. Nun sitzt er seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Dresden ab.

11:15 Uhr | FSV Zwickau fehlen noch 375.000 Euro

Fußball-Drittligist FSV Zwickau muss noch 375.000 Euro aufbringen, um die Lücke im Etat zu schließen. Darüber informierte Vorstandssprecher Tobias Leege. Ursprünglich betrug das Minus 670.000 Euro. Inzwischen erklärte sich jedoch der Vermarkter des FSV zu einer Stundung der fälligen Provisionszahlungen bereit. Zudem will der Verein ein Darlehen aufnehmen und die Kasse durch eine Sonderumlage füllen. Bis Mittwoch muss der FSV Zwickau dem Deutschen Fußball-Bund den Liquiditätsbetrag im Rahmen der Nachlizenzierung nachweisen. Sonst drohen ihm Sanktionen wie Geldstrafe oder Punktabzug.

10:50 Uhr | Grüne Woche: Sachsentag auf der Agrarmesse

Die Sächsische Schweiz steht heute beim Sachsentag innerhalb der Grünen Woche in Berlin im Mittelpunkt. Dabei werden den Besuchern kulinarische Leckerbissen wie der Krautwickel serviert. Daneben stellen Touristiker ihre Angebote vor und werben für die Region. Die weltgrößte Ernährungsmesse sei die ideale Plattform, erklärte Landrat Michael Geisler. Man könne nicht davon ausgehen, dass die Sächsische Schweiz in der Welt bekannt sei. Insgesamt sind 30 Unternehmen und Verbände aus Sachsen auf der Agrarmesse präsent.

10:30 Uhr | Dekan der TU Dresden äußert sich zu Patzelt

Die Technische Universität Dresden macht den Politikwissenschaftler Werner Patzelt nicht zum Seniorprofessor. Das hat der Dekan der Philosophischen Fakultät, Lutz Hagen, dem MDR heute bestätigt. Man werde dieses Ehrenamt für Patzelt nicht beantragen, er gehe im April in den Ruhestand. Zugleich verwies der Dekan darauf, dass sich Patzelt politisch stark exponiert habe. Damit sei bei vielen der Eindruck entstanden, er trenne seine politische Tätigkeit nicht hinlänglich von seiner Position als Wissenschaftler. Patzelt wies die Vorwürfe zurück.

09:50 Uhr | Porzellan aus Meißen für mehr als 700.000 Euro versteigert

Auf einer Auktion bei Sotheby's in New York ist Porzellan aus Meißen für umgerechnet mehr als 700.000 Euro versteigert worden. Es stammte aus dem Besitz der Familie Rockefeller. Die prominentesten Stücke waren zwei muschelförmige Schalen aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie waren um 1740 für das sogenannte Schwanenservice des Grafen Heinrich von Brühl angefertigt worden und gehörten zuletzt dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Nelson Rockefeller. Allein für die Schalen knapp 200.000 Euro bezahlt.

09:10 Uhr | Glut fällt aus Ofen und verursacht Brand in Leipziger Wohnung

In Leipzig-Connewitz hat es in der Nacht in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gebrannt. Herausfallende Glut aus einem Beistellofen hatte das Holz davor entzündet. Beim Löschversuch kam es zu einer Verpuffung, so dass das Zimmer in Brand geriet. Die Bewohner des Hauses mussten evakuiert werden. Vier von ihnen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

08:20 Uhr | Minus 24 Grad im Erzgebirge

Frost und Temperaturen teils weit unter dem Gefrierpunkt haben Sachsen fest im Griff. Am Montagmorgen sank die Temperatur in den Kammlagen des Erzgebirges teils auf minus 24 Grad, wie eine Messung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei Kühnhaide ergab. In den tieferen Lagen wurden Temperaturen zwischen 8 und 13 Grad unter dem Gefrierpunkt gemessen. Mit eisigem Wetter müssten die Menschen auch in den kommenden Tagen rechnen, sagte der Meteorologe. Nur tagsüber näherten sich die Temperaturen der Null-Grad-Grenze.

07:40 Uhr | Nägel auf Straße bei Kirchberg verteilt

Unbekannte haben am Sonntag in Saupersdorf bei Kirchberg im Landkreis Zwickau Dachpappennägel auf der Straße verteilt. Die Nägel wurden auf der Auerbacher Straße im Einmündungsbereich zum Leutersbacher Weg entdeckt, nachdem eine 47-Jährige die eingefahrenen Nägel in den hinteren Reifen ihres Pkw feststellte. Mögliche weitere Geschädigte bzw. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Werdau in Verbindung zu setzen - Telefon 03762 – 7020.

07:15 Uhr | Weniger Besucher bei Motoradmesse in Leipzig, Partner Pferd mit Besucherplus

Die Motorradmesse Leipzig hat in diesem Jahr deutlich weniger Besucher angezogen als sonst. Insgesamt kamen nach Angaben der Veranstalter rund 41.000 Menschen, rund 5.000 weniger als sonst. Ein Grund sei der ungewöhnlich frühe Termin der Messe gewesen. Sonst fand sie immer im Februar statt. Wegen des Januartermins habe man viele Neuheiten der Hersteller noch nicht zeigen können. Die nächste Motorradmesse findet am ersten Februarwochenende 2021 statt. 

Die zeitgleich stattgefundene Messe "Partner Pferd" hat hingegen mehr Besucher angelockt als im Vorjahr. Nach Angaben der Veranstalter rund 74.700. Das waren 1.800 Besucher mehr als 2018. Insgesamt waren 260 Aussteller aus 13 Ländern mit Produkten rund ums Pferd und den Reitsport vertreten.

06:50 Uhr | Dynamo Dresden mit Doppeltest im Trainingslager

06:25 Uhr | Stadtwerke Weißwasser investieren knapp drei Millionen Euro

Die Stadtwerke Weißwasser haben im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Euro für die Sanierung der Kanalisation ausgegeben. Das teilt das Unternehmen mit. Insgesamt wurden 2,7 Millionen Euro investiert. Für den Abwasserbereich wurde ein neues Saugfahrzeug für die mobile Entsorgung angeschafft. Außerdem wurden 2018 unter anderem rund 2.000 Wasserzähler gewechselt und  mehr als zwei Kilometer neue Trinkwasserleitungen verlegt. Die Stadtwerke Weißwasser haben 96 Mitarbeiter, darunter sechs Azubis.

05:55 Uhr | Sächsische Bauern kritisieren Düngeverordnung der EU

Sachsens Bauern beklagen die negativen Auswirkungen der europäischen Düngeverordnung. Diese verbietet, die Äcker im Herbst mit Gülle zu düngen. Grund ist die Nitratbelastung. Wie der Sächsische Landesbauernverband mitteilte, müssen die Bauern deshalb in die Aufbereitung und anschließende Lagerung von Gülle investieren. Laut Verbandspräsident Vogel befürchten die Landwirte geringere Erträge, weil den Winterkulturen nach der Aussaat keine zusätzlichen Nährstoffe in Form von Stickstoffverbindungen zugeführt werden. Die EU hatte 2017 die Düngeverordnung verschärft, weil Deutschland die zulässigen Grenzen von Nitrat im Grundwasser überschritten hatte.

05:20 Uhr | Blutmond über Sachsen

Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres war am Morgen in Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen. Der Himmelskörper trat gegen 4:30 Uhr in den Kernschatten der Erde ein und war später etwa eine Stunde lang verfinstert. Er erschien jedoch in rötlichem Licht, weil noch Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gestreut wurde. Umgangssprachlich wird dieses Phänomen als Blutmond bezeichnet.

05:00 Uhr | Eishockey am Wochenende

Im Spitzenspiel der 2. Eishockeyliga haben die Lausitzer Füchse am Sonntag in Ravensburg 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Beide Mannschaften liegen jetzt punktgleich an der Tabellenspitze. Die Dresdner Eislöwen gewannen ebenfalls nach Verlängerung 4:3 in Freiburg. Die Eispiraten Crimmitschau verloren 2:5 in Bayreuth.

Über Themen aus dem Ticker berichtet MDR SACHSEN heute auch im ... Hörfunk | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 13:22 Uhr

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1 Kommentar

21.01.2019 09:21 Volker 1

Lehrermangel.... da hatte vor geraumer Zeit, in der riesigen Debatte, jemand geschrieben, dass die Verbeamtung der Lehrer in Sachsen nichts an der Situation des Lehrermangels ändern wird. In allen Bundesländern fehlen Lehrer und auch dort, wo sie schon immer Beamte waren. So und nun, jetzt wurden sie hier verbeamtet und Lehrer fehlen und fehlen und es wird immer schlimmer. Nur mal so zum nachdenken.. bisher waren sie Angestellte, im Krankeitsfall bekamen sie wie alle anderen auch 6 Wochen ihren Lohn weiter, dann mit den Abzügen von der Krankenkasse - nun Beamte, da gibt es die Regelung mit dem Krankengeld nicht. Sie bekommen bis zur Pensionierung ihren vollen Lohn weiter, egal ob krank oder nicht. Ich lache mich jetzt schon krank....