10.10.2019 | 15:43 Uhr Pudel und Dackel die Underdogs mit Imageproblemen in Sachsen

Welche Hunderassen bei Menschen beliebt sind, ist Trends unterworfen. Zum Welthundetag am Donnerstag erklärt Tierarzt Jörg-Peter Popp, welche Hunde gerade aktuell angesagt sind und ob sich Besitzer und Tier tatsächlich ähneln.

auf einer großen Showtreppe stehen Labrador, golden Retiriever und eine französische bulldogge im Rampenlicht. Links im Schatten stehen ein Oudel und ein Dackel. die beiden Hunderassen sind immer seltener gefragt bei Hunbdebesitzern
Im Scheinwerferlicht der Aufmerksamkeit deutscher Hundebesitzer stehen Labradore, Golden Retriever und Französische Bulldoggen. Pudel und Dackel fristen neuerdings ein Schattendasein. Bildrechte: MDR/Colourbox

Frage: Herr Popp, welche Hunderassen liegen gerade im Trend?

Jörg-Peter Popp: Out ist zur Zeit meiner Meinung nach der Pudel. Ich war gerade auf einer Hunderasseausstellung in Rostock. Da war nur ein einziger Pudel dabei, ein Königspudel. Kleinpudel waren gar nicht mehr vertreten. Nach wie vor hoch im Kurs sind gängige Rassen wie Labradore und Golden Retriever. Und Möpse sind Trend, vor allem französische Bulldoggen. Was wiederum abgenommen hat, vermutlich auch wegen der Bandscheibenproblematik, das ist der Dackel allgemein. Auch Langhaardackel sieht man seltener.

Gibt es denn für jeden Menschen den passenden Hund?

Dr. Jörg Peter Popp
Jörg-Peter Popp ist seit 1994 Fachtierarzt für Klein- und Heimtiere. Bei MDR SACHSEN beantwortet er Hörerfragen. Er besitzt zwei Dackel und eine Katze. Bildrechte: MDR/Nozon

Ja. Diese Fragen stellen sich für viele Tierbesitzer: Welchen Hund möchte ich gern haben und welcher passt zu mir? Dann sagt man beispielsweise, ich wähle mir einen Labrador aus. Warum den? Weil ich mit dem viel wandern gehen will. Da passt natürlich eine kleine Schoßhunderasse nicht. Es braucht einen Hund, der auch zum Lebensweg passt. In dem Fall also keinen Sesselpupser, sondern einen agilen oder auch größeren Hund, mit dem ich das oder das machen kann. Fahrradfahren, Joggen, Wandern – der also das Lebensgefühl mit trägt.

Und so gibt es für jeden Menschen, auch für ältere, den passenden Hund. Ältere sagen sich, ja ich möchte nochmal einen Hund haben, aber keine junges, sondern ein mittelälteres Tier, das schon etwas ruhiger ist und sich damit an meinen Lebensstil anpasst. Es gibt für jeden tatsächlich die passende Rasse, Größe und das Geschlecht kommt ja auch noch hinzu.

Oft heißt es, Herrchen/Frauchen und Hund werden sich mit der Zeit immer ähnlicher? Stimmt das?

Nicht in jedem Fall, aber es gibt solche Ähnlichkeiten, die auffallen. Das ist zum Beispiel schon so, dass Frauchen reinkommt, hochelegant, mit frisierten langen schwarzen Haaren und ihr folgt ein Saluki, also eine Windhundrasse, die genauso dynamisch wie diese Frau auftritt. Das kommt vor. Generell kann man das nicht sagen. Manchmal sind die Frisuren ähnlich. Und da wird’s jetzt vielleicht ein wenig persönlich: Wenn der Hund korpulent ist, ist auch der Mensch korpulent – das ist aber unabhängig von der Rasse.

Hund und Frauchen ähneln sich 3 min
Bildrechte: dpa

Quelle: MDR/leo

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.10.2019 | 11:00 bis 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 15:53 Uhr

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