Die Staumauer der Talsperre Klingenberg.
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Trotz Dürre Trinkwasserversorgung in Sachsen sicher

In Zeiten langer Trockenheit wächst die Sorge, dass Wasser eines Tages knapp werden könnte. Sachsen ist ein wasserreiches Land und hat deshalb weniger Probleme als andere.

Die Staumauer der Talsperre Klingenberg.
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In Sachsen droht nach Einschätzung des Umweltministeriums derzeit keine Trinkwasserknappheit. Umweltminister Thomas Schmidt sagte beim Besuch der Talsperre Klingenberg nahe Dippoldiswalde, der Wasservorrat der sächsischen Trinkwassertalsperren sei insgesamt weiterhin gut, auch wenn weniger Wasser zufließe. Die Talsperre Klingenberg/Lehnmühle, die den Großraum Dresden versorgt, sei aktuell zu rund 59 Prozent gefüllt.

Wie für diese Region ist die öffentliche Trinkwasserversorgung überall im Freistaat Sachsen trotz der anhaltenden Trockenheit weiterhin gesichert.

Umweltminister Thomas Schmidt

Nach Behördenangaben sind derzeit noch 150 Millionen Kubikmeter Wasser in den sächsischen Talsperren. Dies entspricht 79 Prozent des sogenannten Stauziels - das ist das Fassungsvermögen abzüglich des Raumes, der für Hochwasser freigehalten wird. Vor einem Monat waren es noch 13 Millionen Kubikmeter mehr. Sachsens größte Talsperre in Eibenstock ist bezogen auf das Stauziel sogar zu über 86 Prozent gefüllt.

Talsperren helfen sich gegenseitig

Da viele Talsperren über Stollen und Rohrleitungen miteinander verbunden sind, kann bei Bedarf ausgeglichen werden. So könne von der Talsperre Rauschenbach Wasser an das Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle übergeleitet werden. Minister Schmidt zufolge ist die Versorgung auch in Gebieten sicher, die ihren Bedarf aus Grundwasservorräten speisen.

Bei der privaten Trinkwasserversorgung seien Brunnen jedoch vereinzelt trocken geworden. In solchen Fällen würden die Kommunen beziehungsweise ihre Zweckverbände für eine Trinkwasserversorgung aushelfen, zum Beispiel mit Wasserwagen.

"Wasserland" Sachsen Sachsen gilt als wasserreiches Land. Nur weniger als fünf Prozent der Niederschläge werden für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. 35 Prozent des Niederschlags fließen als Oberflächengewässer ab. Rund zehn Prozent speisen das Grundwasser. Der größte Teil des Niederschlags (55 Prozent) verdunstet.

Trinkwasserversorgung langfristig geplant

Nach Angaben des Umweltministeriums hat Sachsen bereits seit vielen Jahren die Trinkwasserversorgung im Blick. Derzeit werde eine entsprechende Grundsatzkonzeption für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 fortgeschrieben. Insbesondere der Süden Sachsens - hier leben rund 38 Prozent der Bevölkerung des Freistaates - wird überwiegend durch Rohwasser aus den Trinkwassertalsperren versorgt.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 08.08.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 08. August 2018, 16:20 Uhr

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