27.02.2020 | 16:49 Uhr Sächsische Unternehmen reisen in die Ukraine

Ingenieur bei der Arbeit
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Zum ersten Mal seit einigen Jahren wird die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS), nach eigenen Angaben wieder mit sächsischen Unternehmen in die Ukraine reisen. Die zwei Städte Odessa und Mykolajiw im Süden des Landes sind das Ziel der Reise vom 2. bis zum 6. März.

Die positiven Entwicklungen der ukrainischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren bieten Chancen, die wir gern ergreifen möchten.

Thomas Horn, Geschäftsführer der WFS

Insgesamt elf Firmen nehmen an der Reise teil. Diese kommen aus unterschiedlichen Gebieten wie Maschinen- und Anlagenbau, Petrochemie, Ingenieursdienstleistungen und Verkehrsplanung. Neben mehreren Unternehmensbesuchen in der Region sind die Eckpunkte der Reise für die sächsischen Unternehmen Kooperationsforen und Geschäftsgespräche.

Sächsisches Know-how

Laut Thomas Horn, Geschäftsführer der WFS, ist der Maschinenbau, die erdölverarbeitende Industrie sowie der Schiffs- und Flugzeugbau der beiden Städte  modern und gut entwickelt.  In diesen Bereichen seien auch Sachsens Unternehmen im internationalen Vergleich weit vorn. Horn findet das sei: “Grund genug für uns, auch in der Ukraine nach Kooperationspartnern und Markteinstiegsmöglichkeiten zu suchen.“

Ukraine kommt in Schwung

Die Ukraine hat 42 Millionen Einwohner. Davon leben in den beiden Regionen Odessa und Mykolajiw insgesamt 3,6 Millionen Menschen. 2014 brach die Wirtschaft der Ukraine aufgrund des Krieges in der Ostukraine zusammen. Jetzt kommt die sie wieder in Schwung. So rechnet die Nationalbank des Landes in den Jahren 2019 und 2020 mit einem Bruttoinlandsproduktes von je 3,5 Prozent.

Der WFS zufolge haben sich die Geschäftsbedingungen deutlich verbessert, denn es wurden und werden wichtige Strukturreformen umgesetzt. Im Jahr 2019 exportierte Sachsen Waren im Wert von über 130 Millionen Euro in die Ukraine – ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtwert der Importe betrug insgesamt rund 80 Millionen Euro.

Quelle: MDR/lh

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2020, 09:52 Uhr