Sturm Fabienne in Jahnsdorf
Bildrechte: Sally Burkert

Viele Dächer abgedeckt Sturmtief "Fabienne" sorgt in Sachsen für zahlreiche Schäden

Sturmtief "Fabienne" ist am Abend über Sachsen gezogen und hat vor allem im Erzgebirge zahlreiche Schäden verursacht. Besonders betroffen sind Stollberg und Thalheim. Dort wütete eine Windhose.

Sturm Fabienne in Jahnsdorf
Bildrechte: Sally Burkert

In Sachsen hat das Sturmtief "Fabienne" für zahlreiche Schäden gesorgt. Vor allem im Erzgebirge gab es Straßensperrungen wegen umgestürzter Bäume. Dächer wurden abgedeckt, Autos wurden beschädigt. Es gab Überflutungen. Im Vogtland, Erzgebirge und Osterzgebirge fiel vielerorts der Strom aus. Der Bahnverkehr musste zeitweise eingestellt werden.

Bildergalerie Sturm hinterlässt viele Schäden in Sachsen

Unwetter Sachsen
Stollberg hat es besonders hart getroffen. Das Dach eines Wohnhauses wurde abgedeckt. Bildrechte: Bernd März
Unwetter Sachsen
Die Dachteile verteilten sich rund um das Gebäude. Bildrechte: Bernd März
Unwetter Stollberg
Auch ein Firmengebäude in Stollberg wurde beschädigt. Bildrechte: Melanie Bang
Unwetter Sachsen
Die S222 zwischen Bernsbach und Grünhain musste gesperrt werden, weil ein Baum auf die Straße gefallen war. Bildrechte: Daniel Unger
Sturm Fabienne in Jahnsdorf
Aus Jahnsdorf erreichten uns diese Bilder. Bildrechte: Sally Burkert
Sturm Fabienne in Jahnsdorf
Mülltonen flogen durch die Luft. Bildrechte: Sally Burkert
Unwetter Sachsen
Stollberg hat es besonders hart getroffen. Das Dach eines Wohnhauses wurde abgedeckt. Bildrechte: Bernd März
Strumschäden Murrelektronik Stollberg/Erzgebirge
Das Gebäude von Murrelektronik in Stollberg/Erzgeb. wurde durch den Sturm abgedeckt. Das Dach fiel auf die Straße. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sturmschäden in Stollberg, Sachsen. Umgefallene Bäume.
Sturmschäden in Stollberg, Sachsen. Umgefallene Bäume. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sturmschäden in Stollberg, Sachsen. Umgefallene Bäume.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Unwetter Stollberg
Die Sturmschäden sind überall zu sehen. Bildrechte: Melanie Bang
Unwetter Sachsen
In Schneeberg droht ein 15 Meter hoher Baum auf ein Gebäude zu stürzen. Bildrechte: Daniel Unger
Sturm Fabienne in Jahnsdorf
Auch hier legten sich große Bäume über die Straßen. Bildrechte: Sally Burkert
Sturmschäden Fabienne Thalheim Sachsen
Im erzgebirgischen Thalheim hat der Sturm einen Garten verwüstet. Bildrechte: Mario Unger
Sturmschäden Fabienne Thalheim Sachsen
Die Eigentümer müssen die Schäden mühevoll beseitigen. Bildrechte: Mario Unger
Sturmschäden Fabienne Thalheim Sachsen
Die Bäume eines Waldstücks bei Thalheim knickte Sturm Fabienne wie Streichhölzer. Bildrechte: Frank Schierz
Sturmschäden Fabienne Zwönitz Sachsen
Was macht das Trampolin da? Sturmschäden in Zwönitz. Bildrechte: Mario Unger
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Windhose deckt zahlreiche Dächer ab

Allein in der Rettungsleitstelle der Polizeidirektion Zwickau wurden über 160 Einsätze ausgelöst. Die Feuerwehr musste wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Dächer ausrücken. Nach Aussagen der Polizeidirektion Zwickau wurde niemand verletzt. Die Schadenshöhe ist derzeit unbekannt.

Besonders wütete der Sturm in den Gemeinden Heinsdorfergrund, Wildenfels, Hirschfeld und Kirchberg. In Hirschfeld richtete eine Windhose besonders schwere Schäden an. Dächer wurden abgedeckt, die Trümmer und Dachteile flogen teilweise mehrere hunderte Meter weit und verursachten weitere Schäden. In Hauptmannsgrün stürzte ein großer Ahornbaum gegen eine Hauswand und beschädigte in der weiteren Folge ein Nebengebäude sowie einen Pkw. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Auf der Autobahn 72 blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahn zwischen der Anschlussstelle Zwickau-West und dem Parkplatz Waldkirchen. Bis 23:30 Uhr war die Autobahn in beiden Richtungen mehrfach kurzzeitig gesperrt. Es bildete sich ein fünf Kilometer langer Stau.

Dach in Stollberg sorgt für Großeinsatz

Auch in Stollberg im Erzgebirge wurden mehrere Häuserdächer abgedeckt. Wie die Feuerwehr Chemnitz MDR SACHSEN mitteilte, war das Dach des Gebäudes eines Elektrogeräteherstellers auf die Straße gefallen und musste gesichert werden. Beim dem Gebäude in der Bachgasse drohte zudem, der Giebel einzustürzen, so die Feuerwehr. Die Straße musste gesperrt werden.

Ausnahmezustand im Zwönitzer Ortsteil Brünlos

Im Zwönitzer Ortsteil Brünlos führte das Sturmtief zu einem Stromausfall. Am Sonntagabend hat die Feuerwehr der Gemeinde versucht, bis in die Nacht hinein alle großen Schäden zu beseitigen. Aufgrund der Finsternis musste man aber abbrechen, erklärte Bürgermeister Wolfgang Triebert. Dadurch, dass die benachbarten Gemeinden genauso stark betroffen sind, konnten sich die Feuerwehren nicht gegenseitig helfen.

Das ist ein Bild des Grauens. Wir reden hier nicht mehr über die vielen umgefallenen Bäume, sondern einer zusammengebrochenen Scheune, dass der Strom weg ist, die Schule und der Kindergarten ausfallen. Das hier ist Ausnahmezustand. Der Schock sitzt bei vielen Betroffenen noch sehr tief.

Wolfgang Triebert Bürgermeister der Gemeinde

Vogtlandbahn und Trilex musste Verkehr einstellen

Wegen zahlreicher umgestürzter Bäume musste der Zugverkehr auf den Strecken der Vogtlandbahn und des in Ostsachsen fahrenden Trilex am Sonntagabend komplett eingestellt werden. Am Abend fuhren die Züge laut Länderbahn nur noch zu den nächstgrößeren Bahnhöfen, in denen sie dann verblieben. Ein Busnotverkehr konnte nicht eingerichtet werden, da auch die Busunternehmen den Verkehr größtenteils eingestellt hatten. Das Team der Länderbahn kümmerte sich um die Reisenden und organisierte den Weitertransport.

Die Vogtlandbahn rechnet damit, dass im Laufe des Montagvormittags der Fahrbetrieb wieder vollständig aufgenommen ist. Die Vogtlandbahn bittet sich über den Live-Fahrplan über die Verbindungen zu informieren.

Unwetter spült Schlamm auf die Straße

Ein Radlader schiebt Schlamm von der Straße.
Bildrechte: xcitepress

In Kamenz musste die Freiwillige Feuerwehr doppelt ausrücken. So hatte Regenwasser Schlamm auf die Schwosdorfer Straße gespült. Hier wurde die Stelle mithilfe eines Radladers gereinigt. Auf der Mozartstraße drohte durch den starken Regen eine Baustelle überflutet zu werden. Mit Sandsäcken errichteten die Einsatzkräfte einen kleinen Damm, damit das Wasser nicht in die Baugrube strömen konnte. Auch in anderen Teilen Sachsens hatten die Rettungskräfte in der Nacht zu tun.

Quelle: MDR/dk/fs

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.09.2018 | ab 21:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 24. September 2018, 15:15 Uhr

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5 Kommentare

24.09.2018 19:45 Atheos Terra 5

Die Kommentare erinnern immer wieder an eine dunkle Vergangenheit der Menschheit. Diese absoluten aussagen sind Quatsch. Denn kein Mensch kann sagen ob gerade dieses Unwetter seinen Ursprung aus dem Klimawandel zog oder aber Teilweise oder ob es einfach nur ein metrologischer Zufall war welcher bereits vor Zeiten der Industrialisierung vorkam. Fakt ist aber dass sich das globale Klima ändert und dass lokale Wetterextreme zunehmen. Macht euch lieber mal auf extrem lange Perioden der Dürre, Dauerregens und starken Gewittern gefasst.

24.09.2018 10:41 Sylvi Telge 4

Wir werden uns wohl an die Klimaänderungen gewöhnen müssen.
Vom Wetter her es schon verrückt. Aber Ende April Sommer, dann das jetzt.
Ich denke eher, dass es eine Klimaverschiebung ist.

24.09.2018 10:06 HOPF L. 3

@1 Freiberger,23.09.2018,22:01 Uhr.Sie haben es in Ihrem Beitrag genau auf den Punkt gebracht.Ich hatte gestern in der ARD,über die Schäden in den einzelnen Bundes-
ländern recherchiert.In Bayern in der Oberpfalz,wurde infolge starken Sturms,eine 78
jährige Frau von einem Baum erschlagen.Da fiel mir der Spruch meiner Großmutter ein,
der da lautet:"Mit des Geschickes Mächten,ist kein ewiger Bund zu flechten,und das Unglück schreitet schnell".

24.09.2018 09:46 BorisMirkalt 2

@Freiberger
solche unwetter sind normal !
das eins stärker ist als das andere, ist ebenfalls normal
bitte schreiben sie ihre unwissenheit nicht so deutlich nieder

23.09.2018 22:01 Freiberger 1

Solche Unwetter werden wohl in Zukunft zum Normalfall.
Aber nein, das Klima verändert sich ja nicht. Alles nur dummer Unfug der "Lügenpresse" und irgendwelcher Ökos.

Tja. Bis dann irgendwann das eigene Dach wegfliegt. Vielleicht merkt es dann auch mal der Letzte.

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