Spam auf Social Media Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Sex-Bots

Pofilbild des Chatbots Tay der Firma Microsoft
Ein anzügliches Bild diene als Lockmittel. Wenn man auf Links in diesen Profilen klickte, führten diese zu kostenpflichtigen Dating-Websiten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Verbraucherschützer warnen vor sogenannten Sex-Bots. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen am Donnerstag mitteilte, würden Fake-Profile mit Sex- oder Datingangeboten zunehmend die Social-Media-Kanäle erobern. Ein anzügliches Bild oder Kommentare wie "are there single men here?" dienten als Lockmittel. Wenn man auf Links in diesen Profilen klicke, führten diese zu kostenpflichtigen Dating-Websiten.

Keine seriösen Inhalte

„Ob man hier tatsächlich eine reale Frau kennenlernen kann, bezweifeln wir. Derartige Seiten leben oftmals von Fake-Profilen, Abzocke oder schlimmer noch Datendiebstahl. In keinem Fall kann man sich darauf verlassen, dass es sich um seriöse Inhalte handelt", sagt Stefanie Siegert von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Schadsoftware oder Datenklau

Schlimmstenfalls werde Schadsoftware auf dem Smartphone oder Tablet installiert, Daten würden ausgespäht oder man werde selbst zum unfreiwilligen Bot. Schützen könne man sich selbst vor allem dadurch, nicht auf die Profile zu klicken oder diesen zu folgen. Ebenso könnten derartige Profile auf der jeweiligen Plattform gemeldet werden.

Besseres Qualitätsmanagement gefordert

Allerdings könne die Löschung solcher Accounts nicht von den Meldungen der Nutzer abhängen, so Siebert. Es bedürfe viel mehr eines besseren Qualitätsmanagements der Kanäle, gerade im Hinblick auf den Schutz von Minderjährigen.

Quelle: MDR/bj

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