18.01.2020 | 16:31 Uhr Sächsische Gründerinnen ausgezeichnet

Junge Frau mit Computer
Symbolbild Bildrechte: IMAGO

Unternehmerinnen aus Sachsen sind am Sonnabend in Dresden mit dem Sächsischen Gründerinnenpreis geehrt worden. Gleichstellungsministerin Katja Meier und Sozialministerin Petra Köpping überreichten die Auszeichnungen an die beiden Gewinnerinnen.

Ehrungen für Unternehmerinnen aus den Bereichen Bildung und Erlebnisgastronomie

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt die gebürtige Ukrainerin Maryna Talalayeva aus Dresden, wie das Ministerium für Gleichstellung bekanntgab. Sie hatte sich im Jahr 2013 als Sprachdozentin selbstständig gemacht und binnen weniger Jahre mit ihrer "FremdSprachenSchule for everyone GmbH" ein Unternehmen mit Millionenumsatz aufgebaut. An drei Standorten beschäftigt sie rund 30 Mitarbeiter. Talalayeva setzte sich gegen 56 weitere Bewerberinnen um den Sächsischen Gründerinnenpreis 2020 durch.

Der zweite Preis und die damit verbundenen 2.000 Euro Preisgeld werden an die US-Amerikanerin Deborah Hey vergeben. Sie ist Inhaberin des Motorrad-Erlebnis-Resorts "MotoSoul" in Schloss Mutzschen bei Grimma. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Gastronomie, Eventmanagement, Motorradverleih und Hotelgewerbe. Zielgruppe ist insbesondere die Motorrad- und Biker-Community.

Sächsischer Gründerinnenpreis Der Gründerinnenpreis ist eine Auszeichnung für erfolgreiche sächsische Unternehmerinnen, die ein junges kleines oder mittelständisches Unternehmen führen. Ziel des jährlich vergebenen Preises ist es, die Existenzgründung von Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Enormes Potenzial an Gründerinnen

"Die Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen zeigt das große Interesse am Sächsischen Gründerinnenpreis. Der Freistaat verfügt über ein enormes Potenzial an tatkräftigen und innovativen Gründerinnen, welches jedoch noch längst nicht ausgeschöpft wird", so Gleichstellungsministerin Meier. In den kommenden Jahren werde man durch eine entsprechende Politik und gezielte Unterstützung dazu beitragen, dass noch mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Auch Sozialministerin Köpping dankte den Frauen für ihr Engagement.

In Sachsen sind laut den Veranstaltern knapp acht Prozent der erwerbstätigen Frauen selbstständig tätig. Bei Männern liegt die Quote bei 13 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei Gründungen. Nur gut 30 Prozent der Neugründungen stammte 2018 von Frauen.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.01.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2020, 16:32 Uhr

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