Waldbrandgefahrenstufen Was bei Hitze im Wald verboten ist

Seit 2014 gelten in Sachsen fünf Gefahrenstufen nach dem bundesweit einheitliche Waldbrandgefahrenindex. Was ist bei langanhaltender Hitze im Wald erlaubt? Und wann darf man die Wälder nicht mehr betreten?

Im Freistaat Sachsen ist im Frühjahr 2014 der bundesweit einheitliche Waldbrandgefahrenindex (WBI) eingeführt worden. Er wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) entwickelt und von sächsischen Forstbehörden seit 2012 getestet. Die Waldbrandgefahr wird nach dem Index in fünf Gefahrenstufen dargestellt: "1" bedeutet sehr geringe Gefahr, "5" bedeutet sehr hohe Gefahr.

Waldbrandsituation wie bisher auf Internetseite von Sachsenforst

Die Gefahrenstufen werden für derzeit 31 Regionen in Sachsen berechnet. Die sachsenweite Waldbrandsituation wird auf der Internetseite von Sachsenforst als Karte angezeigt und als Liste auf Basis der Gemeinden veröffentlicht. Die Intensität der Farbgebung ( von grün bis rot) in den Vorhersageregionen signalisiert die Zunahme der Waldbrandgefahr. Die Karten enthalten die täglich vom Deutschen Wetterdienst ermittelten amtlichen Waldbrandgefahrenstufen für den aktuellen Tag sowie die prognostizierten Gefahrenstufen für drei Folgetage.

Deutscher Wetterdienst berechnet Waldbrandwarnstufen

Der Deutsche Wetterdienst berechnet die Gefahrenstufen in der besonders waldbrandgefährdeten Zeit (in der Regel vom 15. Februar bis 31. Oktober eines Jahres) und stellt die Daten den Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte sowie Sachsenforst direkt zur Verfügung. Die Behörden entscheiden anhand der Gefahrenstufe über die Maßnahmen zur Waldbrandüberwachung und -vorbeugung. Sowohl Waldeigentümer als auch Waldbesucher können sich so besser auf die Waldbrandgefahr einstellen.

Der Waldbrandgefahrenindex entspricht dem internationalen Stand der Waldbrandforschung. Er basiert auf einer sogenannten Feuerintensitätsgleichung. Diese berücksichtigt die Laufgeschwindigkeit des Feuers, in Abhängigkeit von der Bestandsstruktur des Waldes und in Verbindung mit den Wetterdaten.

Waldbrandgefahr steigt oft schon im Frühjahr

Die Waldbrandgefahr steigt oft schon im zeitigen Frühjahr bei trockenem und windigem Wetter rapide an. Dann bedecken trockene Laub- und Nadelstreu sowie abgestorbenes Gras aus dem Vorjahr den Waldboden, die sich leicht entzünden können. Erst mit dem Durchgrünen des Waldbodens und dem Blattaustrieb der Waldbäume sinkt die Waldbrandgefahr wieder.

Quelle: MDR/kb/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.04.2019 | 14:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 22.04.2019 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen