Warnstreik Keine Busse und Bahnen: Stau und Chaos im Berufsverkehr

Streik der LVB in Leipzig
Bildrechte: Eric Pannier

In den größten Städten Sachsens haben am Dienstagmorgen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Ausständen in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen aufgerufen. Dort fahren nach Angaben der örtlichen Verkehrsbetriebe Straßenbahnen, Busse und Fähren nur eingeschränkt oder gar nicht. Nicht betroffen sind Eisenbahnunternehmen wie die S-Bahnen in Leipzig und Dresden oder die Chemnitzer Citybahn.

Stillstand seit 3 Uhr

In Leipzig liegt seit 3 Uhr morgens der öffentliche Nahverkehr größtenteils lahm. Die meisten der rund 1.000 Bus- und Straßenbahnfahrer der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sind dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik gefolgt. Dieser soll bei der LVB bis Mittag 12 Uhr andauern.

In der Landeshauptstadt haben die Beschäftigten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit dem Schichtbeginn um 3 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Nicht bestreikt werden Tochterunternehmen, wie zu Beispiel Taeter Tours. Laut Verdi soll der Warnstreik in Dresden bis 20 Uhr dauern. Im Dresdner Umland dagegen fahren die Busse wie gewohnt.

Bestreikte Unternehmen Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB), Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB), LeoBus GmbH Leipzig, Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB), Chemnitzer Verkehrs AG (CVAG), Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ), Plauener Straßenbahn GmbH (PSB)

Foto-Galerie Stillstand im ÖPNV während des Streiks

Nicht viel geht zurzeit im ÖPNV in Sachsen. Die Fotos zeigen die Streiks in Leipzig, Chemnitz und Dresden.

Streik der LVB in Leipzig
Nichts geht mehr seit vergangener Nacht. Am Leipziger Hauptbahnhof fahren keine Busse und Straßenbahnen. Bildrechte: Eric Pannier
Streik der LVB in Leipzig
Nichts geht mehr seit vergangener Nacht. Am Leipziger Hauptbahnhof fahren keine Busse und Straßenbahnen. Bildrechte: Eric Pannier
Streik der LVB in Leipzig
Leere an der Haltstelle Leipziger Leuschner-Platz am Morgen. Bildrechte: Eric Pannier
Streik der LVB in Leipzig
Am Straßenbahnhof in Leipzig-Lindenau sind die Tore verschlossen. Bildrechte: Eric Pannier
Eine verwaiste Haltestelle in der Chemnitzer Innenstadt.
Vor dem Chemnitz Plaza halten keine Straßenbahnen. Bildrechte: Harry Härtel
Busfahrer und Straßenbahnfahrer befinden sich in Dresden im Warnstreik.
Und auch in Dresden befinden sich Bus- und Straßenbahnfahrer im Warnstreik. Bildrechte: Tino Plunert
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Auch in anderen Bundesländern laufen Streiks. Verdi fordert für bundesweit rund 87.000 Tarifbeschäftigte in 130 Verkehrsbetrieben unter anderem ein 13. Monatsgehalt sowie höhere Schicht- und Erschwerniszulagen. Zusätzlich will die Gewerkschaft für die Beschäftigten in Sachsen eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von aktuell 39 auf 38 Stunden und monatlich mehr Gehalt.

Unsere Forderungen sind berechtigt - vor Corona und auch in der aktuellen Situation.

Paul Pjanow Verdi-Gewerkschaftssekretär

Weitere Streiks folgen

Am Mittwoch sind auch die Beschäftigten in Kitas, Krankenhäusern und Behörden in Teilen Sachsens zum Streik aufgerufen. Betroffen sind vor allem Dresden, Grimma, Leipzig und der Landkreis Leipzig. Verdi fordert unter anderem für Beschäftigte sowie Praktikanten, Auszubildende und Studierende mehr Lohn.

Warnstreiks am Mittwoch: Kommunale Kindertagesstätten in Dresden, Jugend- und Sozialamt in Dresden, Städtisches Klinikum Dresden, Muldentalkliniken in Grimma, Stadtverwaltung Leipzig, Landratsamt Landkreis Leipzig

Quelle: MDR/kp/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.09.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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