26.01.2020 | 12:32 Uhr Nur wenige Sachsen kaufen Elektroautos

E-Auto
Die meisten Zulassungen von E-Autos in Sachsen gab es 2019 mit 288 Fahrzeugen in Leipzig. Schlusslicht bildete mit 32 E-Auto-Zulassungen der Landkreis Nordsachsen. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

In Sachsen sind Elektroautos bisher kaum gefragt. Nur ein Prozent der Neuzulassungen im vergangenen Jahr hatten einen Elektroantrieb. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Dresdner FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr im Freistaat knapp 1.300 Elektroautos zugelassen. Insgesamt gab es den Angaben zufolge 122.790 Neuzulassungen im Freistaat.

Herbst stellt fest: "Das Elektroauto ist in Sachsen kein Hit. Zu teuer, keine flächendeckende Ladeinfrastruktur, mangelhafte Reichweiten - das E-Auto ist zurzeit nur ein Nischenprodukt auf dem Markt." Er kritisiert eine einseitige Festlegung der Politik auf Batterie-Elektromobilität. Dadurch drohten Sachsens Auto-Zulieferindustrie schwere Wirtschaftsprobleme und Stellenstreichungen. Der FDP-Politiker forderte auch die Erforschung anderer Technologien zu fördern, wie Brennstoffzellen sowie synthetische Kraftstoffe.

Zuwachs an Ladesäulen

Trotz des bisher geringen Interesses an E-Autos in Sachsen, wurde die Anzahl öffentlich zugänglicher Ladesäulen im Freistaat im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Wie aus Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht, gab es Mitte Dezember 2019 knapp 920 Ladepunkte im Freistaat. Ein Jahr zuvor seien es noch rund 620 gewesen.

Quelle: MDR/kp/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 26.01.2020 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

21 Kommentare

henne234 vor 27 Wochen

Sehr schön, dass es endlich auch Kritik an den ´ach so tollen´ E-Autos gibt, statt immer nur zuhören wie ´umweltfreundlich´ ein solches Auto ist. Von wegen umweltfreundlich, die katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt in den Abbaugebieten in Südamerika und Afrika werden von der Regierung verschwiegen und ignoriert. Hauptsache die bekommen die Rohstoffe billig. Da zählen Menschenrechte und Umwelt plötzlich nichts mehr- ist ja nicht im eigenen Land, sondern zig Kilometer entfernt. Das ganze ist eine nicht zu ende gedachte Politik, bei der wieder die Ärmsten der Armen geopfert werden. Die Infrastruktur der Ladesäulen ist auch nicht durchdacht. Es sollen bis zu 1 Million Ladesäulen in 10 Jahren gebaut werden. Aber es wird nicht gesagt, wie viel davon Schnellladesäulen sind.

mike123 vor 27 Wochen

Diese Hysterie um die E-Mobile, richtige Autos sind das ja nicht ist gesteuert. Das wird sich niemals durchsetzen. Es sei denn, es wird angeordnet durch Gesetze. Ein normal denkender Mensch, wird sich so ein E-Mobil niemals kaufen. Das Preis-Leistungs Verhältnis spricht für sich. In meinem Leben, werde ich mir so ein Teil niemals kaufen.

nasowasaberauch vor 27 Wochen

Herr Herbst kritisiert die einseitige Festlegung der Politik auf die Akku-eMobilität. Er müsste in den Spiegel schauen, weil die Vorgaben zum CO2 Ausstoß kommen aus der Politik, genauer gesagt aus der EU. 95g/km CO2 sind als Flottenwert anders nicht einzuhalten oder die Konzerne zahlen Strafe. Rohstoffgewinnung, CO2 Ausstoß bei der Erzeugung, Preis, Reichweite, Infrastruktur, Restwertbestimmung, Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Automobil- und Zulierindustrie. Alles Punkte contra eMobil. Es wird wohl wie ein E10 Rohrkrepierer werden. Sinnvolle Technologien setzen sich auch ohne Bonus durch und das ist nicht nur in Sachsen bekannt.

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