Arbeitsmarkt Zahl der Leiharbeiter in Sachsen geht zurück

Formular "Arbeitsvertrag mit Leiharbeitnehmer"
Bildrechte: IMAGO

In Sachsen ist die Zahl der Leiharbeiter deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren Ende 2018 rund 42.500 Menschen im Bereich der Zeitarbeit beschäftigt. Das sind 8.000 weniger als Ende 2017. Das entspricht einem Rückgang von fast 16 Prozent binnen Jahresfrist. Wie der Sprecher der Regionaldirektion Sachsen, Frank Vollgold, sagte, ist in den vergangenen zwölf Monaten jeder sechste Job in der Zeitarbeit abgebaut worden.

Aufgrund der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt und der vielen freien Jobs stellen die Arbeitgeber zunehmend häufiger neue Mitarbeiter direkt ein.

Frank Vollgold Sprecher der Regionaldirektion Sachsen

Einen weiteren Grund für den Rückgang sieht Vollgold in neuen gesetzlichen Vorgaben wie der Überlassungsgrenze von 18 Monaten. Dadurch seien viele Zeitarbeiter von den Entleihfirmen übernommen wurden. Zugleich betont Vollgold den Vorteil von Zeitarbeit für junge Menschen ohne Berufserfahrung, Langzeitarbeitslose oder Geringqualifizierte. Arbeitgeber und -nehmer hätten so die Möglichkeit, sich kennenzulernen. Daraus ergebe sich wiederum hin und wieder eine Festanstellung.

Arbeitsmarkt in Sachsen - 1,6 Millionen Menschen in Sachsen haben einen sozialversicherungspflichtigen Job

- 2,6 Prozent der Beschäftigten sind Zeitarbeiter

- 15 Prozent der Leiharbeiter kommen aus dem Ausland

- häufige Branchen für Leiharbeiter: Lager, Metallbearbeitung, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Gastronomie

Quelle: MDR/dpa/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.03.2019 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2019, 14:36 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

1 Kommentar

21.03.2019 09:14 Gaihadres 1

Gut, dass sagt jetzt erst einmal noch nichts über die Gründe aus - von der Übernahme nach 18 Monaten abgesehen - aber die absoluten Zahlen sind prinzipiell erst Mal nicht Schlecht. Es steht im Widerspruch zur Behauptung einiger Foristen, dass die Leiharbeit ständig zunehmen würde. Da die gleichen Stimmen auch anführen, dass Leiharbeiter weniger verdienen würde das im Umkehrschluss ja bedeuten, dass die Leiharbeiter nun wesentlich mehr verdienen. Dazu sagt die o.g. Auswertung nichts, aber man kann es ja Mal in den Ring werfen. Überrascht bin ich dagegen von der relativen Zahl - dass nur 2,6% aller Beschäftigten Leiharbeiter sind, hätte ich nicht erwartet. Ein erfreulich niedriger Wert, wenn ich Ihn mit anderen Ländern der EU vergleiche.

Mehr aus Sachsen