Prognose Wetterbauer Uebel: "Schnee sehe ich im Oktober nicht."

Ein Blick nach draußen reicht - die kalte Jahreszeit klopft an. Der Herbst zeigt sich von seiner intensiven Seite. Die Blätter färben sich, Kastanien und Eicheln laden zum Sammeln ein. Vor allem in den Morgenstunden steigen Nebelschwaden auf. Für uns wieder Zeit, Wetterbauer Rolf-Eckardt Uebel zu treffen und der schaut gespannt auf die Ameisenhaufen im Wald.

Ameisen verhalten sich untypisch

Ameise fängt eine Blattlaus auf einem Walnuss-Blatt
Ameisen sind im Moment noch ungewöhnlich emsig, das könnte auf einen langen Winter deuten. Bildrechte: Colourbox.de

Die letzten Tage schon, so verrät der Wetterbauer, verhalten sich die Ameisen untypisch. Normalerweise hätte sich das Leben in den Bau unter der Erde zurückgezogen, nicht aber in diesem Herbst. Durch die lauen Temperaturen tragen die Ameisen am Mittag immer noch Beute in den Bau und reparieren ihn sogar noch. Daraus schließt der Wetterbauer: "Die Ameisen leben ja im Winter einen Meter unter der Erde. Und deshalb ist die Ameise für mich als Wetterbeobachter so wichtig. Und jetzt schaffen sie noch Nahrung rein. Und daraus könnte ich schließen, dass wir vielleicht einen langen Winter bekommen."

Können wir also mit einem schönen Winter und Schneefällen rechnen? Rolf-Eckardt Uebel warnt vor zu viel Vorfreude: "Ein langer Winter kann auch ein Matschwinter sein. Dann können wir nicht raus, können nicht im Garten arbeiten."

Schnee sehe ich im Oktober nicht.

Wetterbauer Uebel

Trüber Oktober, mit viel Nebel

Rolf-Eckart Übel
Wetterbauer Uebel aus dem Vogtland mag die Nebelschwaden im Herbst. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Aber noch sind wir mitten im Herbst. Der Wetterbauer liest aus den Wettertabellen ab, dass der Oktober vom Wettergeschehen her so wie der November wird, trüb, mit viel Nebel. Er stellt fest: "Wir haben zwar Hochdruckeinfluss, aber da es im Erdreich durch den Sommer noch verhältnismäßig warm ist, auch durch die schönen Tage, die wir jetzt hatten, dampft natürlich der Boden. Von oben kommt nachts die Kälte und dann gibt es den Talnebel."

Und auch mit Nachfrösten müssen wir immer wieder rechnen. Was den einen schaudern lässt, entlockt dem Wetterbauern Worte der Verzückung. Der Wetterbauer schwärmt: "Das kennen wir doch von den Romantikern, die Bilder mit Nebelschwaden gemalt haben, die durch die Täler ziehen." Genauso wird der Oktober. Der wird nicht schlecht. Es ist wechselhaft und es kann auch mal einen Tag regnen, aber nicht so, dass man sagt, es ist ein verregneter Monat.

Quelle: MDR/mk/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.09.2020 | von 5:00 - 10:00 Uhr

1 Kommentar

Blume65 vor 3 Wochen

Alles schön und gut ,aber sie können das Wetter noch nicht mal 1tag vorhersagen aber jetzt schon alles verrückt machen saß würdet vorhergesagt über den Sommer und nix war

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