Verkehrssicherheit An Sachsens Straßen werden neue Wetterstationen aufgestellt

Straßenwetterstation an der Autobahn
Bildrechte: Landesamt für Straßenbau und Verkehr

In Sachsen sollen zwölf neue Straßenwetterstationen aufgestellt werden. Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mitteilte, sollen die neuen Stationen noch im kommenden Winter in Betrieb gehen und die Straßenmeistereien unterstützen. Aufgestellt werden sie im Erzgebirge und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Effizienteres Arbeiten möglich machen

Mit moderner Kameratechnik und Sensorik messen folgende Daten:

  • Lufttemperatur
  • relative Luftfeuchte
  • Temperatur auf der Fahrbahnoberfläche
  • Niederschlagsart und -intensität
  • Temperatur der Fahrbahnoberfläche
  • Fahrbahnzustand
  • Verkehrsdaten

Ziel sei unter anderem, den Winterdienstes effizienter einzusetzen oder mangelhaften Fahrbahnzustand zu erkennen und beheben, so das Landesamt. Die Daten gehen direkt über das Internet zu den Landkreis- und Straßenmeistereiübergreifend. "Damit ist gewährleistet, dass auch aufziehende Wetterlagen bereits frühzeitig erkannt werden und entsprechend vorsorglich die Einsatzplanung erfolgen kann", so das LASuV.  Die erfassten Verkehrsdaten werden außerdem an die im Aufbau befindliche Verkehrszentrale im Landesamt weitergegeben.  Zudem sei geplant, alle relevanten Daten an den Deutschen Wetterdienst weiterzuleiten. Dies führe zu präzisieren Wetterprognosen.

Letztendlich kann durch die frühzeitige Erkennung möglicher Gefahren die Verbesserung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs erreicht werden.

Landesamt für Straßenbau und Verkehr

Erstmals Straßenwetterstationen fürs Erzgebirge

Im Erzgebirgskreis sollen Straßenwetterstationen an der S260 in Geyer, an der B174 bei Lauta, sowie bei Gelobtland, an der B95 in Hammerunterwiesenthal, an der S207 in Neuhausen/Erzgebirge und an der S272 in Johanngeorgenstadt neu aufgebaut werden. Darüber hinaus existieren bereits sechs Straßenwetterstationen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Diese sollen nach 15 Jahren Betrieb ebenfalls durch neue Anlagen ersetzt werden. Die alten Straßenwetterstationen wurden bewusst an glätteempfindlichen Abschnitten der B170 und B173 aufgebaut und sollen auch dort erneuert werden.

Einheitliche Ausstattung für Sachsen

Die neuen Straßenwetterstationen sind Teil der aktuell eingeführten Bausteine der Telematikdienste auf Sachsens Bundes- und Staatsstraßen, so das LASuV. Sie sollen landkreisübergreifend eine einheitliche technische Ausstattung erhalten. In die Erhaltung und den Neubau von gesamt 14 Anlagen will Sachsen nach Angaben der "Freien Presse" zufolge insgesamt 630.00 Euro investieren.

Quelle: MDR/lh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.08.2020 | ab 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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