Biologische Vielfalt Mehr Wildbienen für die Kommunen: BUND Sachsen erhält Auszeichnung

Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana)
Die Knautien-Sandbiene wurde 2017 "Wildbiene des Jahres". Bildrechte: IMAGO

Der BUND Sachsen ist am Sonnabend mit dem UN-Preis für biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Sachsens Umweltminister Wolfram Günther hat den Preis für das Projekt "Stadt.Land.Biene–Wir geben Wildbienen ein Zuhause" in Dresden übergeben. Die Initiative wurde 2019 in den drei sächsischen Kommunen Meißen, Werdau und Oberlungwitz gestartet. Ziel ist es laut BUND, Grün- und Blühflächen anzulegen, die Lebensräume für Wildbienen und andere Insektenarten bieten.

Sachsens Umweltminister Günther übergibt die UN-Auszeichnung "Biologische Vielfalt" an den Verein BUND Sachsen
Sachsens Umweltminister Günther übergibt die UN-Auszeichnung "Biologische Vielfalt" an Maxi Weber. Bildrechte: BUND Sachsen e.V.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und die damit einhergehende Wertschätzung für unser Projekt.

Maxi Weber Koordinatorin Wildbienenprojekt beim BUND Sachsen e.V.

Projektkoordinatorin Weber hofft, mit dem öffentlichwirksamen Projekt nicht nur Menschen für den Wildbienenschutz zu begeistern. Vor allem Kommunen könnten ihren wertvollen Beitrag für den Insektenschutz leisten, sagte sie weiter.

Auf den durch das Projekt entstandenen Flächen finde auch ein Monitoring zur Erfassung der Insektenvielfalt statt. Es erfolge eine Beratung der Kommunen zu Grundsätzen insektenfreundlicher Grünflächenpflege. Außerdem werden ehrenamtliche Wildbienenbotschafter ausgebildet.

Der UN-Preis für biologische Vielfalt Von 2011 bis 2020 begehen die Vereinten Nationen die Dekade zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist und warum es wichtig ist, sie zu erhalten. Mit dem UN-Preis ausgezeichnete Projekte erhalten ein Zertifikat, den Vielfalt-Baum als Trophäe sowie Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle: MDR/sm

3 Kommentare

Hartmut61 vor 4 Wochen

Der Preis ist sehr schön. Er wird aber leider nicht von Dauer sein. Wenn Gärten in Wilsdruff und Umgebung ausgewohnt werden, um Eigenheime zu bauen und Ähnliches, dann wird auch die Artenvielfalt wieder zurück gehen. Und somit ist dann dieser Preis Gegenstandslos. Mit freundlichen Grüßen Hartmut 61

THOMAS H vor 4 Wochen

"Es erfolge eine Beratung der Kommunen zu Grundsätzen insektenfreundlicher
Grünflächenpflege."
Diese Beratung sollte vor allem, bei den Großvermietern (welche für die Pflege des Wohnumfeldes verantwortlich sind) erfolgen, da viele von diesen noch nicht verstanden haben, DAS DER MENSCH DIE NATUR BRAUCHT und daß die 4-5 maligen "Grünflächenrodungen" im Jahr, mit Sicherheit nicht INSEKTENFREUNDLICH sind.
Ein weiterer Aspekt die Pflanzen- und Insektenvielfalt zu erhalten bzw zu erneuern, ist die heimische Vogelwelt, für welche die Vielfalt die Lebensgrundlage darstellt.
ES GIBT SOMIT FÜR DEN BUND SACHSEN NOCH VIEL ZU TUN, UM DIE 419 SÄCHSISCHEN GEMEINDEN, VOR ALLEM ABER DIE GROßVERMIETER VOM PROJEKT "INSEKTENFREUNDLICHE GRÜNFLÄCHENPFLEGE" ZU ÜBERZEUGEN.

Jan vor 4 Wochen

Ich freue mich, das der BUND diese Auszeichnung bekommen hat.
Danke für die Arbeit und herzlichen Glückwunsch

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