Schon gewusst…? Wissenswertes zum Dresdner Christstollen

Echter Dresdner Christstollen muss im Großraum Dresden von Hand gebacken worden sein. Er darf zudem nur mit bestimmten, vom Schutzverband Dresdner Stollen e.V. vorgegebenen Zutaten gebacken werden. Künstliche Aromen und Margarine sind beispielsweise verboten.

ein Kaffee steht neben Stollengebäck und Tanne
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Zulässige Inhaltsstoffe laut Schutzverband Dresdner Christstollen e.V.

Weizenmehl Typ 405 oder 550
Backhefe
Vollmilch bzw. Vollmilchpulver
Kristallzucker
Frischbutter bzw. Butterschmalz
Orangeat und/oder Zitronat
Sultaninen
Mandeln süß und bitter
Zitronenschalen
Speisesalz, Puderzucker, Gewürz

Geschichte

  • Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Dresdner Christstollen 1474 auf einer Rechnung des christlichen Bartolomai-Hospitals. Damals bestand das mittelalterliche Fastengebäck lediglich aus Mehl, Hefe und Wasser.
  • In der heute bekannten Qualität wird der Dresdner Christstollen seit dem 20. Jahrhundert gebacken.
  • 2018 wurden mehr als 4,6 Millionen Dresdner Christstollen verkauft.
  • Der Dresdner Christstollen wurde schon mehrfach als "Marke des Jahrhunderts" ausgezeichnet - zuletzt im November 2018.

Stollensiegel

Dresdner Christstollen-Siegel
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Das Stollensiegel wird jedes Jahr aufs Neue vergeben. Die Bäckereien müssen sich ihre Stollen folglich immer wieder einer Prüfung unterziehen und die Qualität ihres Gebäcks unter Beweis stellen. Neben dem Stollensiegel trägt der Dresdner Stollen auch das kreisrunde, blau-gelbe EU-Qualitätssiegel.

Der Schutzverband Dresdner Stollen e.V. Der Schutzverband Dresdner Stollen e.V. wurde 1991 gegründet. Ihm gehören Bäckereien und Konditoreien aus dem Großraum Dresden an. Aufgabe des Verbands ist es, das traditionelle Weihnachtsgebäck als Markenprodukt und geographische Herkunftsbezeichnung zu schützen.

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2019, 15:30 Uhr