MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Dienstags direkt | 02.03.2021 | 20:00 - 23:00 Uhr Frauentag - ein Relikt oder immer noch notwendig?

Geliebt und von Männern auch belächelt – der Internationale Frauentag am 8. März ist den Frauen und ihrem Kampf um Gleichberechtigkeit und Anerkennung gewidmet. Ist das immer noch notwendig oder in Deutschland längst überflüssig?

Demonstration zum  Frauentag in Berlin 136 min
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MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Dienstags direkt | 02.03.2021 | Podcast Frauentag - ein Relikt oder immer noch notwendig?

Frauentag - ein Relikt oder immer noch notwendig?

Geliebt und auch belächelt – der Internationale Frauentag am 8. März ist den Frauen und ihrem Kampf um Gleichberechtigkeit und Anerkennung gewidmet. Ist das immer noch notwendig oder in Deutschland längst überflüssig?

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Di 02.03.2021 20:00Uhr 136:27 min

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Geliebt, belächelt und vergessen – das ist die Geschichte des Frauentags hierzulande. Vor mehr als 100 Jahren fing alles an - mit dem Kampf ums Frauenwahlrecht. Am 8. März ist WIEDER Frauentag. Anlass für uns, mal zu fragen, wie es um die Gleichberechtigung eigentlich steht und was der Lockdown mit ihr macht. Ob es immer noch (geschlossene) Männerkreise und -domänen gibt, was Emanzipation eigentlich bedeutet und ob das sogenannte "Gendern" vielleicht über das Ziel hinausschießt. Warum werden oft nur Frauen gefragt, ob sie Job und Familie unter einen Hut kriegen? Brauchen jetzt die Männer Unterstützung? Was bleibt noch zu tun? Darüber sprechen wir bei Dienstags direkt.

Tanja Müller-Tegethoff, stellvertretende Vorsitzende der Regionalgruppe Leipzig des Deutschen Juristinnenbundes, Familienanwältin
Dr. Jessica Bock, Historikerin und Autorin der Buches "Frauenbewegung in Ostdeutschland“, Landesfrauenrat Sachsen
Dr. Birgit Reinhold, Physikerin und Ingenieurin in der Halbleiterindustrie
Genka Lapön, Gleichstellungsbeauftragte Leipzig
Caroline Schmidt, Pro Quote Medien

Im Interview
Brigitte Schubert-Oustry
, Schriftstellerin und Dresdner Literaturpreis-Stifterin "Hommage à la France"

Dr. Jessica Bock

Im Herbst 1989 stellten ostdeutsche Frauen die Machtfrage. Daran sollten wir uns erinnern, denn ihre Forderungen sind aktueller denn je.

Jessica Bock
Bildrechte: Jessica Bock

Dr. Jessica Bock ist 1983 in Halle/Saale geboren und hat an der Universität Leipzig, Mittlere und Neuere Geschichte studiert. Seit 20216 abeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Digitalen Deutschen Frauenarchiv, ihre Dissertation "Frauenbewegung in Ostdeutschland. Aufbruch, Revolte und Transformation in Leipzig 1980-2000" erschien im Mitteldeutschen Verlag. Bock ist ehrenamtlich in verschiedenen Frauenprojekten und Organisationen aktiv, zum Beispiel als Beisitzerin im Landesfrauenrat Sachsen.

Birgit Reinhold

Beim Thema Gleichberechtigung für Frauen sind wir längst nicht am Ziel. Der internationale Frauentag ist jährlich eine wichtige Gelegenheit auf Ungleichheiten und Herausforderungen aufmerksam zu machen - weltweit. 

Dr. Birgit Reinhold, Physikerin und Ingenieurin in der Halbleiterindustrie.
Bildrechte: Dr. Birgit Reinhold

Dr. Birgit Reinhold arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Halbleiterindustrie. Bei "Globalfoundries" in Dresden steht sie an der Spitze eines kleines Teams von Ingenieuren und Experten, das für spezielle Prozess-Schritte in der Halbleiterfertigung verantwortlich ist. Sie engagiert sich im Kernteam der Dresdner Sektion des unternehmensweiten Frauennetzwerkes "Globalwomen". 

Tanja Müller-Tegethoff

Tanja Müller-Tegethoff, stellvertretende Vorsitzende der Regionalgruppe Leipzig des Deutschen Juristinnenbundes, Familienanwältin.
Bildrechte: Tanja Müller-Tegethoff

Tanja Müller-Tegethoff ist stellvertretende Vorsitzende der Regionalgruppe Leipzig des Deutschen Juristinnenbundes. Sie arbeitet als Familienanwältin in Leipzig.

Genka Lapön

Entsprich nie fremden Erwartungen, habe eigene Ziele und kämpfe dafür.

Genka Lapön, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leipzig.
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Genka Lapön ist seit über 20 Jahren die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leipzig.

Caroline Schmidt

'Wir haben keine geeignete Frau für den Leitungsjob gefunden' - diese Ausrede gilt nicht mehr im Jahr 2021. Es gibt genug großartige Frauen da draußen. Sucht sie, findet sie, sprecht sie an, überredet sie notfalls, aber kommt nicht mehr mit diesen alten Sprüchen.

Caroline Schmidt, Pro Quote Medien.
Bildrechte: Caroline Schmidt

Caroline Schmidt ist Autorin beim NDR-Fernsehen und macht dort vor allem Filme für das Medienmagazin ZAPP. Zuvor hat sie vier Jahre lang für die TV-Produktionsfirma “Agenda Media” sowie sieben Jahre lang als Korrespondentin im Berliner Büro des SPIEGEL gearbeitet. Sie hat in Köln, Caen (Frankreich) und Melbourne (Australien) Philosophie, Germanistik sowie Politik studiert.

Im Interview: Brigitte Schubert-Oustry

Brigitte Schubert-Oustry ist in Dresden geboren und hat als kleines Mädchen das Bombardement der Stadt erlebt. Für ihr Musikstudium ist sie noch vor dem Mauerbau mit ihrem damaligen Mann nach Westberlin geflüchtet. Dort studiert sie Musik und muss sich durch harte Jahre mit wenig Geld und vielen Wohnungswechseln schlagen. Nach dem Studium begann sie ein Volontariat beim Saarländischen Rundfunk. In Paris lernt sie ihren Mann kennen, sie zieht zu ihm und arbeitet fortan als Auslandskorrespondentin in Frankreich. Die Geburt ihrer Tochter fällt in die Zeit der 68iger-Jahre, die Schubert-Oustry im französischen Familienkreis erlebt. Heute lebt die Musikerin, Journalistin und Schriftstellerin in Dresden und gibt dort mit ihrer Stiftung den Literaturpreis "Hommage à la France" heraus.

Eine Frau steht in einem Zimmer. 11 min
Bildrechte: MDR/ Katrin Tominski

Brigitte Schubert-Oustry ist 1965 der Liebe wegen nach Frankreich gegangen. Mitten in den 68er-Jahren merkt sie, dass die Frauenbewegung in Frankreich nicht so fortschrittlich ist, wie angenommen.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Di 02.03.2021 20:31Uhr 10:45 min

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Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Moderation: Jan Kummer
Redaktionelle Mitarbeit: Katrin Tominski
Redaktionsleitung Ines Meinhardt

Janett Eger 28 min
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