MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Dienstags direkt | 06.04.2021 | 20:00 - 23:00 Uhr Glücklich altern – Trotz widriger Umstände

Wir alle werden älter, so viel ist sicher. Was zuerst nicht ungewöhnlich klingt, ist nicht nur eine große individuelle, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung – gerade in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Darüber sprechen wir im Podcast.

Zwei Seniorenfiguren sitzen auf dem Eintrag des Begriffs Alter im deutschen Duden
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Im Sprichwort "man ist nur so alt, wie man sich fühlt" steckt wahrscheinlich eine Menge Wahrheit. Ist man noch mit 80 fit, sportlich aktiv und interessiert oder schimpft man schon mit 60 über jedes kleinere Gebrechen und kann sich vom Sofa nicht mehr loseisen? Ist das Alter also kein Fakt, sondern eher Ansichtssache? Oder ist man "alt", sobald man aus dem Erwerbsleben ausscheidet? Eins jedenfalls steht fest: mit steigendem Lebensalter verändert sich so einiges.

(Selbst-)Bewusst älter werden

Älter werden ist eine Sache, die sowohl den Körper, als auch den Geist betrifft. Die Haare werden allmählich grau, wenn sie sich nicht schon ganz “verabschiedet” haben, die Haut verändert sich. Meist nehmen körperliche Leistungsfähigkeit und Fitness ab und die Beschwerden zu. Klingt nach Horror-Szenario. Doch das Alter ist oft eine Frage der Einstellung. Manche sagen sogar: 80 ist das neue 60. Wie kann man für ein bewusstes Älter-Werden die Weichen frühzeitig richtig stellen? Kann und sollte man sich auf den Ruhestand vorbereiten?

Glückliches Altern ist möglich, aber es muss gut vorbereitet sein.

Nicole Weimann – Oberärztin der Geriatrie

Viele der Herausforderungen, die das Alter bereithält, werden  durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt. Der Abstand von den Lieben, der Familie und die Einsamkeit sind für viele ältere Menschen nicht einfach zu bewältigen. Wir sprechen bei "Dienstags Direkt" deshalb unter anderem mit einem Psychologie-Professor und einer Ärztin der Geriatrie über die körperlichen und seelischen Aspekte des Alterns. Außerdem erzählt uns die Autorin Erica Fischer, warum sie ihr neues Buch „Alt – na und?“ genannt hat und warum sie die ältere Lebensphase als „Zeit der Freiheit“ empfindet.

Eine gesellschaftliche Aufgabe

Die Gesellschaft wird älter. Das hat unterschiedliche Ursachen und eines wird immer wieder betont: Der demographische Wandel stellt Deutschland und Sachsen vor Herausforderungen. Eigentlich ist die steigende Lebenserwartung erst einmal etwas Gutes. Vor 150 Jahren wurden Menschen im Durchschnitt nur 40 Jahre alt. Heute ist die Lebenserwartung fast doppelt so hoch. Und die „neuen älteren“ Menschen sind fitter als jemals zuvor. Was bedeutet das für den oder die Einzelne persönlich? Kann man „bewusst altern“ oder sich sogar auf das Älterwerden vorbereiten? Und was kann die Gesellschaft tun, um sich auf ihre sich verändernde Altersstruktur einzustellen? Auch darüber sprechen wir mit unseren Gästen im Podcast.

Nicole Weimann | Oberärztin der Klinik für Geriatrie am Helios Park-Klinikum Leipzig

Eine Frau mit kurzen Haaren im OP-Kittel.
Bildrechte: Helios Park-Klinikum Leipzig

Erica Fischer | Autorin „Alt – na und?“

Eine Frau mit kurzen Haaren und Brille.
Bildrechte: Jennifer Endom

Stephan Mühlig | Prof. für klinische Psychologie und Psychiatrie an der TU Chemnitz

Ulrich Zell | Vorsitzender des Vereins „Alt werden in Gemeinschaft" Dresden

Weitere Interviewgäste im Podcast:
Dieter Frank Arzt im Ruhestand und Autor des Buches "Zum Wohl, Herr Doktor" aus Riesa

Leitung: Ines Meinhardt
Redaktionelle Mitarbeit: Lucas Görlach

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio : Dienstags Direkt | 06.04.2021 | 20:00 Uhr