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Urlaubserinnerungen Fotos für die Ewigkeit - so speichern sie richtig!

Es soll ja Menschen geben, die erst bemerken, wie schön ihre Reise war, wenn sie sich später die Urlaubsbilder ansehen. Fotos sind ganz wichtige Erinnerungsstücke im Leben, die man nicht missen möchte. Die Bilderflut aufzubewahren ist leicht. Chip, Stick oder Festplatte bieten genügend Speicherraum. Fragt sich nur für wie lange? Jürgen Hahm wollte es genau wissen und hat mit einem Fachmann gesprochen.

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Das schon mal vorweg: "Eine gesicherte Haltbarkeit auf ewig ist heute noch nicht absehbar", sagt Jan Bindig, Spezialist für Datenrettung, "aber was wir aus den letzten Jahrzehnten auch erkennen können: Formate, die sich durchgesetzt haben, zum Beispiel .jpg im Bildbereich, die werden auch in den nächsten zehn bis 15 Jahren noch verfügbar sein.“

Jürgen Hahm hat sich umgehört, wie die meisten von uns ihre Fotos sichern. Beliebt sind Fotobücher, einige speichern die Bilder auf einem Stick, um sie der Verwandtschaft am Rechner zeigen zu können. "Meine Fotos speichere ich auf meinem Rechner und einen Teil davon auf einer externen Festplatte", sagte ein Hörer am Mikrofon.

Netzwerkspeicher nutzen

Für große Familien empfiehlt Fachmann Jan Bindig, Fotos und Videos auf sogenannten Netzwerkspeichern zu archivieren. Das sind kleine Kisten, in denen mehrere Festplatten verbaut sind. Diese Festplatten werden miteinander verbunden und darauf kann man dann die Bilder ganz bequem speichern und im Netzwerk darauf zugreifen, auch zu Hause.

Was ist ein Netzwerkspeicher? Alle Bilder, Filme, Fotos, Dokumente und Videos eines Haushalts oder Büros sind auf einer zentralen Sammelstelle (Festplatte) gepeichert. Die Daten können auf verschiedene Geräte übertragen werden, z.B. Fernseher, Stereoanlage, Notebook.

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Wie und wo speichert man Fotos am sichersten und vor allem lange? Netzwerkspeicher sind zu empfehlen oder eine Cloud. Bildrechte: Colourbox.de

Um ganz sicher zu gehen, sollten Bilder zusätzlich noch auf einer externen Festplatte archiviert werden. Kostengünstig ist es auch, Bilder und Videos auf zwei externen Festplatten zu speichern. "Die sollten allerdings nicht baugleich sein, damit ein eventueller Fehler nicht doppelt auftritt", sagt der Leipziger Datenretter.

Festplatten haben immer eine Halbwertzeit von fünf bis zehn Jahren. Innerhalb dieser Zeit sollten sie auf jeden Fall noch einmal auf einen neuen Datenträger umkopiert werden und und auch dann wieder auf zwei Festplatten parallel.

Seit Neuestem gibt es die sogenannte M-Disc. Das ist ein beschreibbarer digitaler optischer Datenspeicher. Je nach Format, ob DVD oder Blue-Ray, lassen sich darauf bis zu 100 Gigabyte speichern. Sagenhafte 160 Jahre Lebensdauer versprechen die Hersteller, hat Jürgen Hahm in Erfahrung gebracht.

Im Trend: Die Cloud

Hobby-Fotografen und Filmer können ihre Bilder auch kostenlos bei Internetanbietern lagern, in einer Cloud, einer sogenannten "Datenwolke". Das ist ein Speicherplatz im Internet. Der Nachteil: Man braucht immer eine Internet-Verbindung. Der Vorteil: Man muss sich nicht um die Technik kümmern, sondern nur regelmäßig die Daten sichern.

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Quelle: MDR/Jürgen Hahm/IN

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.08.2018 | 10:00-13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2018, 11:58 Uhr