Erfolgserlebnisse sind Glück Glücklich sein kann man lernen

Wie kann man sich selbst glücklich machen? Das fragte Sachsenradio-Moderatorin Elena Pelzer Hermann Scherer. Er ist Autor des Buches "Glücksgeschenke" und gab vor dem Welttag des Glücks, den wir am 20. März feierten, Tipps, wie man das Glück in den Alltag holt. Er ist sicher: Erfolgserlebnisse helfen, glücklich zu werden.

Wie kann man sich selbst glücklicher machen?

"Wir wissen, dass wir immer dann besonders glücklich sind, wenn wir etwas erreicht haben, ein Ziel", sagt Buchautor Herrmann Scherer. Deshalb gibt es so viele Sportaktivitäten, wie zum Beispiel Bergsteigen. Man hätte ja auch unten bleiben können. "Auf den Berg raufzugehen, macht glücklich, wenn man es denn geschafft hat", sagt Scherer. Sein Tipp: Man sollte sich jeden Tag kleine Überwindungsprämien heraussuchen und immer wieder etwas tun, auf das wir stolz sein können. Und das macht tatsächlich, zumindest kurzfristig, glücklich.

Junge Frau mit Kaffeetasse.
Glücksmoment: Eine gute Tasse Kaffee Bildrechte: Colourbox.de

Was können wir tun, damit wir Glück empfinden?

Schreiben Sie sich auf, was Sie alles im Leben tun wollen. Dabei geht es nicht nur um die großen Abenteuer, wie eine Reise zu machen. Dazu kann auch zählen, mal einen anderen Weg zur Arbeit zu nehmen oder einen Freund anzurufen, den man schon immer mal anrufen wollte. Oder sich vielleicht doch nochmal aufraffen und in die Stadt zu gehen und einen Kaffee trinken. Sich einfach an kleinen Dingen erfreuen. Unser Gesprächsgast nennt das die "Mikroabenteuer im Leben".

Es kann eine kleine Geschichte sein …

Unsere Sachsenradio-Moderatorin Elena Pelzer hat gleich ein gutes Beispiel parat: Mit ihren drei kleinen Kindern hat sie sich "getraut" etwas auszusäen. Das war natürlich eine riesige Erdschlacht. Aber danach war sie stolz auf alle Beteiligten, dass sie das so gut hinbekommen haben, ohne die Wohnung in Schutt und Asche zu legen. Und jetzt geht das Glück voran. "Sie können jeden Tag gucken, wie sieht die Saat jetzt aus und irgendwann kann man vielleicht etwas ernten", benennt Scherer das Glück. Das sind wunderschöne Glücksmomente.

Glück ist eine Entscheidung, die man sich hart erarbeiten muss.

Hermann Scherer | Autor des Buches "Glücksgeschenke"

Haben wir manchmal eine falsche Idee oder Vorstellung von Glück?

Gerade wir Deutschen haben oft einen falschen Begriff von Glück. Das liegt auch daran, dass die deutsche Sprache die einzige Sprache weltweit ist, die zwei Glückskonzepte vereint. Im Englischen gibt es das Zufallsglück - to be lucky, wenn man zum Beispiel im Lotto gewonnen hat. Und es gibt das Lebensglück - happiness. Bei uns steckt das in einem einzigen Wort drin, deshalb glauben wir immer, dass uns das Glück zufallen muss. Und so ist es eben nicht. Glück ist eine Entscheidung, die man sich hart erarbeiten muss.

Noch eine Glücksidee mit Kindern …

Wenn wir mit unseren Kindern nichts unternehmen, kann der Tag relativ unglücklich oder faul sein. Wenn wir dagegen rausgehen und uns aufraffen, und wenn es nur zur nächsten Eisdiele ist, dann kann das auf unser Glückskonto einzahlen.

Nachgehört!

Quelle: MDR SACHSEN/IN

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.03.2019 | 05-10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2019, 14:37 Uhr