Marios Genüsse - Die schönen Dinge des Lebens | Podcast Goldrausch in Sachsen - unterwegs mit einem Goldsucher

Renè Teich beim Goldschürfen 62 min
Bildrechte: Mario Süßenguth

In der Gegend rund um Neustadt in Sachsen kann jeder, der möchte, auf Goldjagd in der Natur gehen. Seit jeher wurde dort Gold geschürft. Mario Süßenguth hat einen Goldwäscher bei seinem ungewöhnlichen Hobby begleitet.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Sa 17.07.2021 07:00Uhr 61:59 min

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Echtes sächsisches Gold auf historischen Pfaden suchen, danach schürfen und schließlich auch finden: Das ist an etlichen Orten im Freistaat durchaus möglich, wenn auch die Mengen des begehrten Edelmetalls weitaus geringer sein dürften als an legendären Goldbächen in Alaska. In Berthelsdorf bei Neustadt in Sachsen gibt es nicht nur das Goldmuseum. Dort in der Gegend können Kinder und Erwachsene sogar auf Goldjagd draußen in der Natur gehen. Denn der Hohwald im Oberlausitzer Bergland ist seit jeher goldträchtig.

MDR SACHSEN-Podcaster Mario Süßenguth stürzt sich für seine aktuelle Episode von "Marios Genüsse" in das Abenteuer eines Goldsuchers. An seiner Seite: René Teich, Jahrgang 1975, der seit fast zwei Jahrzehnten als leidenschaftlicher Hobby-Goldwäscher die Gegend erkundet - und besonders im sogenannten Goldflüsschen fündig wird. Dorthin geht die Podcast-Exkursion - bei strahlendem Sonnenschein, der die möglichen Funde glitzern lassen soll.

Spaten, Eimer und flache Schale an einem Flussbett.
Mit Klappspaten und Goldpfannen zieht der Goldsucher los und versucht sein Glück. Bildrechte: Mario Süßenguth

Drei Fragen, drei Antworten an Goldsucher René Teich:

Ist die Lausitz ein Eldorado für Goldsucher?

René Teich: Das wäre übertrieben, aber der Spaß ist es wert. Die Funde hier in den Bächen und Flüssen beschränken sich auf Goldflitter bis fünf Millimeter Größe. Historisch betrachtet hat es in der Gegend immer wieder Versuche gegeben, Goldbergbau zu betreiben. Im Hohwald sind bis heute die Gräben ehemaliger Goldwaschfelder zu sehen. Vor 500 Jahren haben die Menschen hier das Edelmetall geschürft, den Flußlauf immer dann verlegt, wenn der Goldertrag im alten Flussbett erschöpft war. Das Goldflüsschen ist eines der geschichtsträchtigen Gewässer, wo wir Goldwäscher bis heute fündig werden - gerne auch mit neugierigen Gästen.

Eimer mit Sand und etwas Wasser.
Bei diesem Anblick hüpft das Herz des Goldsuchers: ein Goldklümpchen glitzert in der Sonne. Bildrechte: Mario Süßenguth

Lässt sich als sächsischer Goldsucher Reichtum erlangen?

Die Freude und der Genuss am Draußensein stehen bei mir im Vordergrund. Ich bin in der Natur unterwegs, an der frischen Luft, im Wald, an Bächen, dort begegne ich Rehen, Wildschweinen, sichte auch Wolfsspuren. Der Wolf ist wieder heimisch im Hohwald, und das sind die Reichtümer des Goldsuchers. Gefunden habe ich in knapp zwanzig Jahren kleinste Goldflitter - wenn ich das in einen Stundenlohn umrechne, komme ich auf ein paar Cent pro Stunde. Dennoch besitzt heimisches Gold einen ideellen Wert, der nichts mit dem schwankenden Goldpreis an der Börse zu tun hat.  

winzige Goldstücke in einer Plastebox.
Klein aber fein: Die Golflitter, die René Teich findet, sind maximal fünf Millimeter groß. Bildrechte: Mario Süßenguth

Darf jeder überall Gold suchen? Welche Ausrüstung ist nötig?

Die Besitz- und Eigentumsverhältnisse des Landes, auf dem gesucht werden soll, müssen selbstverständlich geachtet werden. Ich persönlich bin im Hohwald unterwegs und verhalte mich beim Goldsuchen sehr umsichtig. Im Kies des Flussbetts gegrabene Gräben werden am Ende des Tages wieder verschlossen, wie immer in der Natur gilt: nichts zerstören, keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Als Ausrüstung reichen Gummistiefel, ein Klappspaten und eine einfache Goldpfanne. Die kostet um die zehn Euro. Für den Genuss-Goldsucher sind also für ein paar Euro Investition schon herrliche Ausflüge an die Goldflüsse Sachsens möglich. 

 

Mario Süßenguth
Bildrechte: Axel Berger

Über den Podcaster

Mario Süßenguth, Jahrgang 1970, hat mehrere Bücher zu historischen und kulinarischen Themen veröffentlicht, darunter eines über barocke Genüsse und Tafelsitten in Dresden und Europa. Seit 1997 arbeitet er als Autor und Reporter für MDR SACHSEN, vorzugsweise in den Bereichen Kultur und Lebensstil.

 

Abonnieren Sie hier den Podcast: Marios Genüsse. Die schönen Dinge des Lebens:

Marios Genüsse. Die schönen Dinge des Lebens

Renè Teich beim Goldschürfen
Bildrechte: Mario Süßenguth

In der Gegend rund um Neustadt in Sachsen kann jeder, der möchte, auf Goldjagd in der Natur gehen. Seit jeher wurde dort Gold geschürft. Mario Süßenguth hat einen Goldwäscher bei seinem ungewöhnlichen Hobby begleitet.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Sa 17.07.2021 07:00Uhr 61:59 min

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.07.2021 | 10:00 - 13:00 Uhr