Hand einer älteren Autofahrerin am Ganghebel
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hörer- und User-Meinungen Führerscheintest für Senioren? Das sagen unsere Hörer

Wir haben die Sachsenradio-Hörer gefragt: Sollten Senioren zum Führerscheintest? Lesen Sie hier eine Auswahl der Meinungen. Stiev findet: "Ein Führerscheintest wäre von Vorteil".

Hand einer älteren Autofahrerin am Ganghebel
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Führerscheintest für Senioren - ja!

Stiev, 39, Hoyerswerda: Ein Führerscheintest wäre von Vorteil. Manche sind in gewissen stressigen Situationen überlastet. Ich bin dafür, da ich Lkw-Fahrer bin und beruflich alle fünf Jahre zum Test muss. 

Jens Strasdat via Facebook: Fahrtest nein, denn fahren kann jeder. ABER auf jeden Fall ab 65 einen Seh-, Hör- und Reaktionstest. Die Omis und Opis wollen nicht wahr haben, das diese drei Sachen im Alter extrem abnehmen. Ich kenne das aus der Familie …

Selbst die an leichter Demenz erkrankt sind, fahren noch mit dem Auto. Ich finde, ab einem gewissen Alter sollten Test durchgeführt werden, ob sie überhaupt noch fahrtauglich sind.

Tina Beyer via Facebook

Steffi Lasch via Facebook: Ab einem bestimmten Alter bin ich dafür. Die älteren Menschen sehen oft nicht ein, dass sie nicht mehr fahrtauglich sind. Hab es selbst in der Familie durch. Sie können die Gefahren im Straßenverkehr nicht mehr einschätzen.

Marcel Wolter via Facebook: Ab Renteneintrittsalter sollte man verschiedene Tests machen lassen. Sehtauglichkeit, erste Hilfe Kurs, Fahreigenschaften im echten Auto oder am Simulator. Kosten sollten Krankenkassen übernehmen.

Führerscheintest - jeder sollte selbst entscheiden!

Marina Marth, 60, Riesa: Ich denke, das sollte jeder für sich selbst eigenverantwortlich entscheiden. Sollten gesundheitliche Probleme vorhanden sein, dann sollte es der Arzt entscheiden können bzw. dem Senior dazu beraten.

Ulrike Pfab, Oelsnitz: Ich bin 72 Jahre und mein Mann ist 74 Jahre. Wir fahren alle beide noch mit dem Auto. Wir fahren jedes Jahr mit dem Wohnwagen in den Urlaub nach Kroatien und auch in Europa. Wenn wir nicht so aufmerksam wären, hätte es schon öfters einen Unfall gegeben. Aber nicht durch unsere Schuld. Für uns ist dies unsere Freiheit. Wir machen uns gegenseitig auf Gefahren aufmerksam. Damit weiß der Fahrer, ob der andere das auch so gesehen hat. Viele junge Leute denken immer Opa oder Oma mit Hut, die kann man überholen, auch wenn sie damit andere in Gefahr bringen.

Brigitte Welsch via Facebook: Vergessen sie bitte nicht, dass ältere erfahrene Fahrzeugführer, selbst entscheiden dürfen, wann sie den Führerschein, abgeben. Wer auf dem Dorf lebt, ist darauf, angewiesen! Die Fahrten zum Einkaufen, Arztbesuchen usw.! So, wie sie es gewöhnt sind und was sie sich noch zu trauen! Vielleicht, sind sie auch einmal froh, im Alter, noch fahren zu dürfen!!!

Elfriede Fischer via Facebook: Alle werden ALT und stehen dann vor demselben Problem. Erst wenn es an die eigen Substanz geht, fängt man zu denken an. Die ALTEN fahren keine RENNEN!!! Was die Jungen zu schnell fahren, fahren die ALTEN vielleicht zu langsam. Die Alten müssen zum Arzt und zum Einkaufen und WER fährt sie da hin???? Die eigenen Kinder haben vielleicht keine Zeit. Im Dorf gibt es wenig Möglichkeit zum Einkaufen. Es ist teurer im kleinen Tante Emma Laden. Kein Bus, keine Bahn oder nur sporadisch. Denkt mal darüber nach. Wenn die Alten jemand brauchen sind die Jungen noch froh, wenn sie sich selber fortbewegen können.

Ich wäre dafür, dass jeder Rentner der freiwillig seinen Führerschein abgibt, den ÖPNV dagegen kostenfrei fahren kann um mobil zu bleiben. Ansonsten sollte jeder selbst einschätzen ob er noch fahrtüchtig ist oder nicht

Alexander Taschenberger via Facebook

Dieter Berndt, 73, Arnsdorf: Man sollte daran denken, dass viele Senioren auf dem Lande wohnen und die Fahrerlaubnis brauchen. Die Anbindung ist teilweise schlecht. Ich bin derselben Meinung wie der Verkehrsminister: Man soll mehr auf Eigenverantwortung lenken. Die Senioren werden ständig von einem Teil der Experten bevormundet. Auch sie werden einmal älter.

Frau Gemeinhardt, 60, Schönwald: Also alle alten Leute, die ich kenne, wohnen auf dem Land und sind auf ihr Auto angewiesen. Sie kennen jede Kurve aus dem "ff" und fahren auch nur noch zum Einkaufen. Außerdem gibt es ja fast keine Einkaufsmöglichkeiten mehr, die man zu Fuß erreicht. Warum soll man den Senioren ihre Lebensqualität wegnehmen? Andererseits ist es natürlich eine lukrative Einnahmequelle für die Fahrschulen.

Ein Hörer via WhatsApp: Was sagen die "klugen" jungen Menschen dazu, dass sie evtl. auch mal älter werden. Übernehmen dann die jungen Leute die Fahrten zum Arzt, zum Einkauf u.s.w. mit und für die Älteren? Diese ganze tägliche Diskussion, die durch Sie als Journalisten sprachlich mehr oder weniger geschickte Ausspielung alt gegen jung, missfällt allgemein. Wir haben doch als junge Menschen auch nicht ständig gesagt, dass wir nur für die Renten der Alten arbeiten gehen. Nur gut, dass Sie und die jungen Hörer niemals alt werden. Bitte füllen sie alle wenigstens einen Organspenderausweis aus, damit keiner alt wird. Ich selbst bin 68 Jahre, übe meinen Beruf weiterhin recht ordentlich aus.

Führerscheintest - für alle!

Rainer König, 65, Sebnitz OT Lichtenhain: Alle Fahrzeugführer sollten mit 75 ihren Führerschein abgeben müssen und alle Radfahrer sollten erst einen Führerschein machen, bevor sie am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Es sei denn, sie haben schon einen.

Manuela Wagner via Facebook: Es sollten sich alle diesen Tests unterziehen und wer im Alter freiwillig seinen Führerschein abgibt, sollte lebenslange Freifahrten mit den Öffentlichen erhalten.

Roswitha Haugk via Facebook: Manche bzw. auffällige zumindest, und das in allen Altersgruppen.

Lilly Linn-Kahvia Facebook: Wie wäre es denn allgemein mit regelmäßiger Auffrischung? Was weiß ich, aller fünf Jahre für zwei drei Stunden in einen Simulator für die Reaktion, und allgemeines Fahrschulwissen. Aber auch regelmäßige Auffrischung für die Erste Hilfe. Das meine ich für alle Altersstufen.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.02.2019 | 13:00-18:00 Uhr

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