Miniatur Figuren aller Altersgruppen stehen auf Münzstapeln
Bildrechte: imago/Ralph Peters

Ihre Meinung Das sagen unsere Hörer und Nutzer zur Diskussion über die höhere Grundrente

Was spricht für, was gegen eine höhere Grundrente, auch für Geringverdiener? Wir haben unsere Hörer und Nutzer auf unserer Onlineseite gefragt. Hier stellen wir Ihnen einige Meinungen vor.

Miniatur Figuren aller Altersgruppen stehen auf Münzstapeln
Bildrechte: imago/Ralph Peters

Brunhilde Koegler aus Dresden: Für die, die nachweislich an Altersarmut leiden, stimme ich für ja. Aber nicht für alle ohne Nachweis. Damit wäre ja wieder Ungerechtigkeit vorprogrammiert. 

Regina Wutzler aus Theuma: Das wäre nur gerecht gegenüber allen, die ihre Arbeitskraft über längere Zeit dem Staat zur Verfügung gestellt haben.

Franka Seidel aus Delitzsch: Ja, man muss die Arbeit dieser Menschen, die Sie geleistet haben, endlich mal würdigen und einen Unterschied zwischen denen die arbeiten wollen.

Monika Reisberg: Ich halte viel davon. Alle, die 35 Jahre und mehr gearbeitet haben, sollen auch die Früchte ihrer Arbeit ernten. Nur weil sie wenig Lohn dafür erhalten haben, dafür waren sie schon damals bestraft genug, und nun setzt sich dieses Dilemma im Alter fort. Im Rentenalter noch zu arbeiten, ist eine Strafe. Die Beamten gehen mit 55 Jahren in Rente und erhalten eine große Rente und der kleine Mann muss länger arbeiten bis übers Rentenalter hinaus, damit er nicht verhungert. Man sollte pro Arbeitsjahr einen Rentenbetrag zahlen, damit die fleißigen auch etwas haben. Wer faul ist, dem sollte man auch wenig zahlen, denn Arbeit sollte sich auch lohnen.

Michael aus Thurow: Es ist eine Schande, was zurzeit die Merkelregierung mit den Menschen die 35 bis 45 Jahre in die Rente eingezahlt haben, macht. Ich freue mich, dass hier mal ein Politiker einen vernünftigen Vorschlag unterbreitet.

Herr Leufert: Ein Leben lang gearbeitet und dann kann man als Rentner den Kitt aus dem Fenster essen, nur damit sich unsere Herrschaften ein tolles Leben machen können. Die sollten mal versuchen, mit unter 900 Euro zu haushalten.

Na endlich mal etwas Vernünftiges, was sich die abgehobenen Politiker einfallen lassen …

Hörerin Helma, 60, aus Radeberg

Eine Hörerin aus Dresden: Von 900 Euro im Monat kann trotzdem keiner leben, wenn allein eine günstige Mietwohnung 500 Euro warm kostet! An Sparen fürs Heim gar nicht zu denken... Man sollte lieber daran arbeiten, ordentliche Löhne zu verdienen mit realistischen Steuerabzügen. Womit diese Diskussionen gar nicht nötig wären, anstatt immer nur an kleinen Löchern am Ende der Kette rumzudoktern.

Herr Ebert aus Zwönitz: Ja, ich bin für die Erhöhung der Grundrente, für die, die mehr als 35 Jahre gearbeitet haben. Die Menschen hier im Osten haben unter meist schwierigen Bedingungen gearbeitet. Sie konnten nichts für die Wirtschaftlichkeit ihres Landes. Jetzt sollen sie im Alter verzichten?! Wer nachweisbar seine Jahre gearbeitet hat, soll auch belohnt werden.

Romy Brunner, 47, aus Mindelheim: Sehr viel halte ich davon. Es muss sich lohnen, zu arbeiten und entsprechend mehr Rente zu bekommen als jemand, der nur vom Staat lebt, zu faul ist zum Arbeiten und sich hinter irgendwelchen Pseudokrankeiten versteckt. Auch mit Handycap kann man arbeiten und seinen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Warum soll ein Sozialschmarotzer die gleiche Grundrente bekommen, wie ein lebenslang arbeitender Mensch? Das ist ungerecht.

Ingrid Schellenberg, 72, Bad Düben: Besserverdiener können vorsorgen und sind nicht auf staatliche Hilfen angewiesen. Das Kriterium für die Zahlung sollte die Bedürftigkeit trotz 35-jähriger Erwerbsbiografie sein.

J. Heder, 54, aus Taucha bei Leipzig: Jeder, der gearbeitet und damit in die Sozialsysteme eingezahlt UND durch Wertschöpfung aus seiner geleisteten Arbeit der Gesellschaft etwas "gezahlt" hat, verdient eine Grundrente OHNE Bedürftigkeitsprüfung. Nur weil die CDU/CSU die längst überfällige Systemanpassung blockiert, darf es keine Altersarmut geben. Dies ist brisanter "Sozialsprengstoff". Es kann nicht sein, das die wahren Leistungsträger dieses Systems im Alter um Almosen betteln und die Firmenchefs in "Saus und Braus" leben und das durch die Arbeit der Leistungsträger entstandene Kapital verbrasen bzw. verzocken, ohne das es der Gesellschaft neue Werte schafft.

Hilde Junghans, 73, Colditz: Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, sollen dafür auch ordentlich bezahlt werden, dann würde sich die Frage nicht stellen. Das Gejammer ums Geld kann man schon nicht mehr hören. Es wird sehr viel Geld in den Sand gesetzt, ohne das die Verantwortlichen dafür gerade stehen müssen. Ich meine, es ist an der Zeit, darüber einmal nachz denken. Also ich bin dafür, die Renten für Geringverdiener auf diesen Betrag anzuheben. Ich könnte noch viele Vorschläge machen, wie im Regierungsbereich, viel Geld eingespart werden kann.

Ja, ich bin dafür, da ich selbst betroffen bin. Ich bekomme auch nur 540 Euro Rente.

Hörerin Monika, 69, aus Görlitz

Matthias Meßner, 62, Dresden: Ich bin zwar noch kein Rentner und kann auch nicht mindestens 35 Berufsjahre oder mehr nachweisen, dennoch bin ich der Meinung, dass 29 Jahre noch der deutschen Einheit speziell die beruflichen Lebensleistungen von ostdeutschen Arbeitern und Angestellten endlich anerkannt und belohnt werden müssen. Oder wie viele Ost-Rentner müssen noch wegsterben, ehe die Bundespolitiker aufwachen!?

Karin Göhler, 64, Chemnitz: Ja, das ist für Arbeitnehmer, die in Vollzeit und mindestens 35 Arbeitsjahre gearbeitet haben, eine gerechte Sache. Ich hoffe, es werden nicht diejenigen belohnt werden, die nur als Teilzeitkräfte gearbeitet haben, dass wäre sehr unschön gegenüber derer, die acht Stunden und länger (tgl. und Sa/So) gearbeitet haben.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 04.02.2019

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2019, 10:26 Uhr

Mehr aus Sachsen