Eine zerrissene deutsche Fahne
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Dienstags direkt | MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2018 | 20:15-23:00 Uhr Zuhören, streiten, ignorieren? Wie sollten wir mit den Rissen in unserer Gesellschaft umgehen?

Unsere Gesellschaft spaltet sich, der Umgangston ist rauer geworden. Immer häufiger gibt es Meinungskonflikte. Diskussionen zwischen unterschiedlichen Lagern, aber vielleicht auch innerhalb der Familie oder im Freundeskreis nehmen zu. Risse in der Gesellschaft – wie finden wir wieder zu einem sachlichen, respektvollen Miteinander? Darüber sprechen wir bei Dienstags direkt.

Eine zerrissene deutsche Fahne
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Mein Haus, mein Boot, mein Urlaub – die großen Statussymbole verraten noch immer auf einen Blick: wer gehört hier welcher sozialen Stufe an. Doch es ist längst mehr geworden, was einen Riss in der Gesellschaft beschreibt. Eine volle Brotbüchse in der Schule, Mitgliedschaft in einem Sportverein oder regelmäßige Theaterbesuche sind mittlerweile genauso geeignet, um abzugrenzen. Und jetzt die Frage: Was ist der Grund für einen Riss in der Gesellschaft?

Anonyme Menschenmenge in der Fußgängerzone Hohe Straße im Gegenlicht, Nordrhein Westfalen, Deutschla
Was kann jeder Einzelne tun, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken? Bildrechte: IMAGO

Ein objektiver Blick auf die wirtschaftliche Situation hierzulande spiegelt ein durchaus positives Bild wieder. Eine stetig sinkende Arbeitslosenzahl, die Geschäfte florieren und die Kaufkraft steigt. Deutschland ist Exportweltmeister. Was trotzdem nicht verloren geht ist eine gefühlte Angst. Wie könnte es morgen weitergehen? Was passiert gerade in meiner Region? Wer wird mal mein Geschäft fortführen? Dinge, die ein Rauschen erzeugen - und die positive Grundstimmung übertönen.

Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Möglicherweise ist das gerade das Lebensgefühl vieler Deutscher und Ostdeutscher. Mit ihrer Erfahrung aus Mangelwirtschaft, Wiedervereinigung, Währungsunion und Entlassungswellen. Reicht das als Begründung? Als Begründung für Nostalgie, Fremdenfeindlichkeit, und Resignation? Auch für einen sich abzeichnenden Riss in der Bildung. Oder sind die Menschen gefragt, Verantwortung zu übernehmen, für sich, für ihre Kinder und ihre Nachbarn? Wäre das ein erster Schritt? Oder müssten wir zunächst mal darüber reden? Wie kommunizieren wir in diesen Tagen? Wir finden wir wieder zu einem guten Miteinander – diskutieren Sie mit uns und mit unseren Gesprächspartnern.

Dienstags direkt – wir reden miteinander.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2018 | 20:15 Uhr

Dienstags direkt Antje Hermenau

Antje Hermenau, Ehemalige Fraktionschefin der Grünen in Sachsen

Ehemalige Fraktionschefin der Grünen in Sachsen

"Kommunikation beginnt mit dem Zuhören."

Eine junge, dunkelhaarige Frau mit Brille (Aniko Popella) steht an einem Rednerpult
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Dienstags direkt Aniko Popella

Aniko Popella, Deutsche Kinder- & Jugendstiftung

Deutsche Kinder- & Jugendstiftung

"Der ländliche Raum in Sachsen steht vor großen demografischen Herausforderungen, deren Lösung neue lokale Strategien und Bündnisse erfordern."

Sven Engesser, Professor für Wissenschafts- und Technikkommunikation an der Technischen Universität Dresden
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Dienstags direkt Sven Engesser

Sven Engesser, Professor für Kommunikationswissenschaft TU Dresden

Professor für Kommunikationswissenschaft TU Dresden

"Der Journalismus befindet sich derzeit in einem 'Umbruch'."

Walter Wüllenweber
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Dienstags direkt Walter Wüllenweber

Walter Wüllenweber, Stern-Journalist

Stern-Journalist und Buchautor

"Populisten reden uns ein: Alles hat sich verschlechtert. Doch die Fakten beweisen das Gegenteil: Wir waren noch nie so frei, so sicher, so reich, so gebildet und so gesund wie heute."

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2018, 09:23 Uhr