MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Dienstags direkt | 31.03.2020 | 20:00 - 23:00 Uhr Wie geht's? – Die zweite Woche mit Ausgangsbeschränkungen

Es ist immer noch eine unwirkliche Situation. Das öffentliche Leben ist auf ein Minimum heruntergefahren. Wie geht es uns in dieser Situation? Darüber reden wir im Podcast.

Familien verbringen die meiste Zeit zu Hause, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in Kurzarbeit, Reisen, Besuche und Ausflüge sind nicht möglich. Und auch dieser Text wurde im Home-Office geschrieben. Für viele ist die Situation durch die Coronavirus-Epidemie zumindest ungewohnt, wenn nicht sogar belastend. Für einige jedoch geht das Leben (und das Arbeiten) weiter. Nicht nur Ärztinnen und Ärzte oder Pflegende haben viel zutun, auch LKW müssen gefahren, Zootiere gepflegt und Kinder auf die Welt gebracht werden.

Die versteckten Helden

Gerade jetzt gibt es Menschen, die besonderen Dank verdienen, ohne deren Arbeit es noch schwerer fallen würde oder ohne die es schlicht nicht möglich wäre, die Isolation durchzustehen. Der Verkäufer an der Supermarkt-Kasse, die LKW-Fahrerin, der Paketbote, der Sachbearbeiter in der Arbeitsagentur, die Hebamme und die Männer und Frauen, die in den Wasserwerken, bei Müllabfuhren oder beim Hausmeisterservice arbeiten. Die Aufzählung ist nicht ansatzweise vollständig, zeigt aber, dass viele Menschen ihre Arbeit nicht von zu Hause aus erledigen können. Wer fällt Ihnen noch ein?

Alle gehen anders mit der schwierigen Situation um

Die Menschen, die zu Hause bleiben können, sich gerade um die Betreuung (und inzwischen auch die schulische Bildung) ihrer Kinder kümmern oder ihrer Arbeit im Home-Office nachgehen sollten nicht vergessen werden. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass die Zahl der Virusinfektionen nicht so schnell in die Höhe schießt, unser Gesundheitssystem weniger stark belastet wird und dadurch Risikogruppen besser geschützt werden. Auch wenn es schwer fällt sich einzuschränken, sind all dies wichtige Beiträge, um die Krise zu überstehen. Einige trifft die Krise jedoch besonders hart. Dazu gehören Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen, denn wichtige Hilfsangebote – wie etwa Kurzzeitpflege – können derzeit nicht in Anspruch genommen werden. Auch Menschen mit Behinderungen leiden oft besonders unter den derzeitigen Einschränkungen. Sie verdienen uneingeschränkte Solidarität. Im Podcast reden wir mit unseren Gästen über den Alltag in dieser ungewohnten Situation.

Redaktion: Lucas Görlach
Leitung: Ines Meinhardt

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR | 31.03.2020 | 20:00 Uhr

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