Chancenmanager – Wie Wirtschaft und Unternehmen einen Weg aus der Krise finden können

Deutschlands Wirtschaft ist geschrumpft, der Lockdown wurde verlängert und die Pandemie hat uns immer noch voll im Griff. Wie blicken Sachsens Unternehmen in die Zukunft? Darüber sprechen wir im Podcast.

Fünf Prozent. So viel niedriger war das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2020 verglichen mit dem Vorjahr. Das sagen erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Der Einbruch sei zwar weniger stark als erwartet, die Pandemie ist allerdings noch nicht vorbei. Auch sächsische Unternehmen sind schwer getroffen. Doch herrscht jetzt überall Verzweiflung? Nein. Denn viele schaffen es trotz allem, sich einen positiven Blick auf die Zukunft zu bewahren. Manche begreifen die Krise sogar als Chance.

Home-Office – ein Modell für die Zukunft?

Auch wenn in Sachsen nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Home-Office arbeiten, steht dennoch eines fest: Die Krise hat viele Unternehmen zu flexibleren Arbeitszeitmodellen gezwungen. Reihenweise wurden Büro-PCs in heimischen Wohnzimmern aufgebaut und Videokonferenzen von zu Hause geführt.

Sachsen sucht "Unternehmer des Jahres"

Sachsens Unternehmer des Jahres gilt als wichtigster Wirtschaftspreis in Sachsen. Er verfolgt das Ziel, den unternehmerischen Mittelstand zu unterstützen. Er soll Firmen auszeichnen, die Wirtschaftlichkeit und soziales Engagement miteinander verknüpfen. Für fast alle Unternehmer war dieses Jahr ein besonderes Geschäftsjahr. Die Jury ist gespannt auf kreative Problemlösungen und Konzepte, die sich in der anhaltenden Corona-Krise bewährt haben. Noch bis zum 5. Februar können Unternehmen sich bewerben!

Doch können diese Erfahrungen auch für eine Zeit nach der Cornona-Pandemie genutzt werden bspw. um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein flexibleres Arbeiten zu ermöglichen, oder stellt sich auf Seite einiger Unternehmen vielleicht sogar eine Art "Antihaltung" gegenüber dem Home-Office ein?

Das "Dicke Ende" kommt erst noch?

Beim Blick in die Auftragsbücher, Kassen und auf die Rücklagen-Konten ist den meisten sicher nicht gerade zum Lachen zumute. Und noch ein weiteres Problem hängt wie ein Damoklesschwert über allem: Wird uns eine große "Insolvenz-Welle" treffen, wenn die Insolvenzantragspflicht wieder gilt? Diese ist im Moment ausgesetzt. Einige Unternehmen hat es schon getroffen: den Modekonzern Adler oder auch die Süßwarengeschäfte Arko, Eilles und Hussel. Was bedeutet die Krise für sächsische Unternehmen? Wie blicken sie in die Zukunft? Darüber sprechen wir im Podcast mit unseren Gästen.

Grit Fischer | IHK Dresden

Grit Fischer im Foyer der IHK Dresden
Bildrechte: IHK Dresden

Für die Unternehmer ist eine Öffnungsperspektive und die Fokussierung auf weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Konjunkturunterstützung entscheidend.

Joachim Ragnitz | ifo Institut Dresden

Joachim Ragnitz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Konjunktureinbruch durch die Corona-Pandemie wird zwar aller Voraussicht nach bis zum Jahresende überwunden sein; dennoch muss man damit rechnen, dass mit der Krise ein heftiger Strukturwandel einhergeht. Die staatlichen Hilfen mögen das Schlimmste abfedern, die Folgen werden aber noch auf Jahre spürbar sein, auch in Sachsen.

Thomas Schulz | Creditreform Dresden

Ein Mann mit kurzen graubrauen Haaren
Bildrechte: Thomas Schulz

Krise = Gefahr und Chance

Weitere Gäste im Interview
Nancy Nielsen Unternehmerin, Wandschutz Nielsen
Andreas Groß Unternehmer, Fördergurtservice Groß
Andreas Zönnchen Steuerberaterverband Sachsen
Birgit Hettwer Wirtschaftsredakteurin MDR Sachsen

Leitung: Ines Meinhardt
Redaktionelle Mitarbeit: Lucas Görlach

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN Dienstags Direkt | 02.02.2021 | 20:00 Uhr