Dienstags direkt | MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 13.08.2019 | 20:00-23:00 Uhr Keine Drogen, kein Spaß? Wie viel Rausch verträgt der Mensch?

Wann beginnt der Drogenkonsum? Bereits mit der Tasse Kaffee am Morgen? Und sind Raucher abhängig, oder stimmt es, dass viele sofort aufhören könnten? Über diese und andere Fragen reden wir am Dienstagabend.

Über 23.000 Menschen haben in Sachsen nachweislich ein Suchtproblem. Die Dunkelziffer ist deutlich höher. Das verdeutlicht eine Erhebung der Sächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren. Wann jedoch beginnt Drogenkonsum – mit der ersten Tasse Kaffee am Morgen oder gehört das zum Wachwerden einfach dazu? Sind Raucher tatsächlich abhängig oder stimmt es, dass viele sofort aufhören könnten, wenn sie nur wollten? Beginnt Drogenkonsum erst mit einem Joint und Heroin?

Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht sich schon immer ein "Suchtfaden". Und schon immer wurde versucht, diesen zu zerschneiden. Meist mit unbefriedigendem Erfolg. Zu groß ist die Verlockung eines Rausches. Als in den USA im letzten Jahrhundert versucht wurde, das Alkoholproblem mit "sauberen Städten" zu bekämpfen, entstanden vor den Toren der Städte überall Bars. Die Folgen sind vorstellbar. Vielleicht ist die Situation heute vergleichbar, wenn über die Legalisierung von Cannabis diskutiert wird. Sollten damals Verbote abschrecken, so möchte man heute den Reiz des Verbotenen ausschalten.

Sucht – von Mensch zu Mensch unterschiedlich?

Eine Frage kann über all die Jahre nicht eindeutig geklärt werden: Warum sucht der Mensch nach einem Rausch? Fasziniert es, einmal die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren – oder geht es um Anerkennung im sozialen Umfeld? Weitere Gründe für einen Rausch können aber auch das Ansprechen des körpereigenen Belohnungssystems sein, eine kurze Auszeit, die vermeintliche Leistungssteigerung, das Tuning für den Geist. Wirklich?

Manch einer probiert eine Zigarette, Crystal, zieht an einem Joint, und das war es. Andere kommen nie wieder los davon. Ist es möglich, den Konsum zu kontrollieren? Genau das interessiert Wissenschaftler: Sie haben heute großes Interesse daran, Mensch zu finden, die sich quasi selbst geheilt haben. Warum genügt manchen der einmalige Konsum, um dann Nein zu sagen.

Einmal abhängig – immer abhängig?

Wer mit Abhängigen arbeitet, erlebt viele Randzonen des Lebens. Häufig sind Entscheidungen zu treffen, die existenziell sind. Wie wichtig sind dabei Eltern und Freunde, um eine Sucht zu heilen und das Leben selbstbestimmt gestalten zu können, was kann die Wissenschaft leisten – auf diese Fragen suchen wir eine Antwort.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Dienstags direkt | 13.08.2019 | 20:00 bis 23:00 Uhr

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Uwe Wicha
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Dienstags direkt Uwe Wicha, Geschäftsführer des "Instituts für Gesundheit und Bildung"

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"Crystal Meth zu konsumieren ist russisches Roulette."

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Christine Enenkel - Dienstags direkt - 13.08.19
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Dienstags direkt Christine Enenkel, Chefin der DAK Sachsen

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Prof. Michael Smolka ist zu Gast bei "Dienstags direkt".
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Dienstags direkt Prof. Michael Smolka, Neurowissenschaftler an der TU Dresden

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Petra Fürstenberg - Dienstags direkt - 13.08.19
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Dienstags direkt Petra Fürstenberg, Suchtberaterin der GESOP Dresden

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