MDR 1 RADIO SACHSEN | 24.05.2015 Der Sonntagsbrunch mit Christina Schwanitz

Die in Dresden geborene Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat sehr viel erreicht: 2013 wurde sie Halleneuropameisterin und Vize-Weltmeisterin, 2014 zudem Europameisterin. Und nach einer Verletzungspause im Winter blickt sie derzeit nach Asien. Denn im August findet in der chinesischen Hauptstadt die Leichtathletik-WM statt. Dort will Christina Schwanitz möglichst wieder eine Medaille gewinnen. Zuvor war sie aber im Sonntagsbrunch zu Gast.

20,77 Meter, das ist die größte Weite, über die Christina Schwanitz die vier Kilo schwere Kugel je gestoßen hat. Diese persönliche Bestleistung ist ganz "frisch", sie gelang der 29-Jährigen am 20. Mai beim World Challenge Meeting der Leichtathleten in Peking. Sie verbesserte damit ihre bisherige persönliche Bestmarke aus dem Jahr 2013 gleich um 36 Zentimeter – und das im zweiten Wettkampf nach einer Knie-Operation. Christina Schwanitz ist ganz offensichtlich in Top-Form und stellt mit ihrer Leistung eines unter Beweis: Zur Weltmeisterschaft, die Ende August ebenfalls in Peking stattfindet, fährt sie als eine der ganz großen Favoritinnen.

Vier Mal "Sportlerin des Jahres" – in Neckarsulm

Begonnen hat Christina Schwanitz mit dem Kugelstoßen in der 9. Klasse, nur ein paar Jahre später gewann sie Bronze bei den Juniorenweltmeisterschaften. Und so ging es Schlag auf Schlag weiter: Bei den deutschen Meisterschaften, den U23-Europameisterschaften und der Qualifikation für ihre ersten Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki. Bis 2009 trat Christina Schwanitz für die damalige Sportvereinigung Neckarsulm an, die baden-württembergische Stadt war sichtlich stolz auf sie, gleich vier Mal wurde sie mit dem Ehrentitel "Sportlerin des Jahres der Stadt Neckarsulm" ausgezeichnet. 2009 kam Christina Schwanitz dennoch wieder zurück nach Sachsen, auf die Weltmeisterschaften in Peking bereitet sie sich in ihrem erzgebirgischen Verein LV 90 Thum vor.

Katja Henkel hat mit Christina Schwanitz über das harte Training für diese Weltmeisterschaften gesprochen, über den Umgang mit Verletzungen und den Mangel an medialer Aufmerksamkeit für ihren Sport. Und über die Zukunft von Christina Schwanitz. Denn am Heiligen Abend wird sie 30 Jahre alt – und in diesem Alter denken Sportler sehr intensiv darüber nach, was nach der sportlichen Karriere kommt. Freuen Sie sich also über einen Sonntagsbrunch mit einer wirklich starken Frau.