Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
ProgrammProgrammMusikMusikPodcastsNachhörenNachhörenWetter & VerkehrWetter & VerkehrTeam & KontaktTeam & KontaktSerbski rozhłós

VerkündigungssendungDas Wort zum Tag bei MDR SACHSEN

Täglich hören Sie das Wort zum Tag. Montags bis freitags gegen 5:45 Uhr und 8:50 Uhr, am Sonnabend gegen 8:50 Uhr, sonntags 7:45 Uhr. Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche Pater Bernhard Venzke.

Montag, 05.12.2022: Adventliche Lichtverschmutzung

Was so alles im Advent auf die Beine gestellt wird – unglaublich! Ich denke da nur an diese ganze Lichtverschmutzung, die - trotz aller Klagen über die Stromkosten - an vielen Häusern geschieht. Mal ganz von gutem Geschmack abgesehen. Was bitte hat ein bis zum Bauch in Schornstein steckender Nikolaus oder gar Weihnachtsmann zu bedeuten? Oder auch diese leuchtenden Elche oder anderes Getier, Feen, Engel, deren Zeit bekanntlich erst am Heiligen Abend ist, und Schneeflocken in allen Farben und Formen und so weiter und so fort. Schön ist in meinen Augen etwas Anderes.

Klar, in diesen dunklen Zeiten sucht jeder Mensch etwas Helles, etwas Leuchtendes auch etwas, das das Herz erwärmt. Tja, wer's braucht...

Letztendlich haben wir etwas, das hat ganze vier Kerzen – mehr nicht. Und das ist ausdrucksstärker als ein leuchtendes rotnasiges Rentier. Da ist zunächst der grüne Kranz - ein Zeichen der Hoffnung durch seine Farbe und ein Symbol des zunehmenden Lichtes der Ankunft Jesu in unsere Zeit und Welt mit seinen Kerzen. Die Form des Kranzes hat - mag es auch erst mal etwas befremdlich klingen - mit den Kränzen auf unseren Gräbern zu tun. Denn die sind keine Klage, sondern zusammen mit ihrer Farbe Grün gelten sie als ein Hinweis für unsere Hoffnung auf die Ewigkeit bei Gott. Es gibt kein Anfang und kein Ende. "Rote Bänder dreingebunden...", wie es in einem der in unseren Breiten bekanntesten Adventslieder heißt. Ob nun rote Bänder oder rote Kerzen – sie weisen auf die verbindliche oder erwärmende Liebe dessen hin, den wir im Advent erwarten. Und da sind dann natürlich noch die Schwibbögen. Sie zeigen, dass es ein Zuhause gibt, auf das wir uns nach getaner Arbeit freuen können, das Gott aber auch für alle Menschen bereitet hat, in der grünen und mit Liebe durchwobenen Ewigkeit. Reicht mir, mehr Licht brauch' ich nämlich nicht, um den Advent zu verstehen. Und Sie?