gelbe Blüten einer Ringelblume
Ringelblumen sind nicht nur schön, sondern auch essbar Bildrechte: Daniela Dufft

Viel Spaß beim Nachkochen Rezepte mit Wildkräutern

MDR-Reporterin Adina Rieckmann hat Freundschaft mit dem Unkraut geschlossen. Sie kocht selbst mit Wildkräutern, wie sie Unkraut liebevoll nennt. Für den MDR SACHSENSPIEGEL trifft sich die Journalistin mit einer Biologin im Botanischen Garten in Dresden und für die MDR SACHSEN-User hat sie zwei ihrer liebsten Rezepte zum Ausprobieren mitgebracht.

gelbe Blüten einer Ringelblume
Ringelblumen sind nicht nur schön, sondern auch essbar Bildrechte: Daniela Dufft

Rezept: Beignets von Akazienblüten

Zutaten:

12 Akazienblütentrauben
2l Traubenkernöl
Fleur de Sel, eine Meersalzart

Beignet-Teig – Sauerteig

Robinie
Das mögen sogar Kinder: Akazienblüten, die gebacken werden Bildrechte: imago images / blickwinkel

100g    Weizenmehl
100ml  lauwarmes Wasser
10g      Bierhefe
100g    Kartoffelstärke
2          Eigelb
60ml    kaltes Wasser
200ml  flüssige Sahne
3          Safranstempel

Zubereitung:

Sauerteig herstellen: Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, in das Mehl eine Mulde drücken, das lauwarme Wasser hineingießen und rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Mit Klarsichtfolie bedecken und den Teig eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Eigelbe mit einem Schneebesen verrühren, anschließend Wasser, Kartoffelstärke, Salz und den Safran untermengen.
Sahne steif schlagen.
Sauerteig mit der Safranmischung vermengen, dann die geschlagene Sahne unterziehen.

Beignets - sind alle Arten von Fettgebackenem

Akazienblüten-Beignets

Falls nötig, die welken Akazienblüten-Blätter entfernen und von den Trauben die Enden abschneiden. Blütentrauben mit Teig umhüllen und in das zuvor auf 170°C erhitzte Traubenkernöl tauchen. Die goldbraun gebackenen Beignets aus dem Öl nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, damit überschüssiges Fett entweichen kann. Akazienblüten-Beignets mit Salz bestreuen und noch heiß auf Waffelpapier oder in einer Serviette servieren.

Dieses und weitere Rezepte gibt es im Kochbuch: Grand Livre de Cuisine | Kulinarische Enzyklopädie - von Alain Ducasse


Rezept: Frischkäse mit Ringelblumen

Schmetterling auf Ringelblume
Ringelblumenblüten sind nicht giftig und daher essbar Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

600ml  Vollmilch (pasteurisierter Milch muss zum Gerinnen einige Tropfen Labferment oder Buttermilch zugesetzt werden)
1El       frische oder getrocknete Blütenblätter (Petalen genannt) von Ringelblumen
1          Messerspitze geriebene Muskatnuß
Salz

Die Milch auf 16°C erwärmen.
Die Blütenblätter zerdrücken und zu der Milch geben. Einige Tropfen Labfermat hinzufügen. Wenn die Milch geronnen ist, den Käsebruch in ein doppeltes Stück Käseleinen schöpfen und zum Abtropfen an einen kühlen Ort hängen. Die Masse mit etwas Salz und Muskat bestreuen. Zu kleinen runden Käselaiben formen und mit gehackten frischen Ringelblumenblüten (Petalen) garnieren. Im Kühlschrank aufbewahren.

Dieses und weitere Rezepte gibt es im Kochbuch: Aus der guten alten Zeit | Rezepte und Hausmittel - von Jane Newdick

Wir machen sie zu Garten-Stars: Unkräuter

Vogelmiere
Für viele Gartenbesitzer ist Vogelmiere Unkraut. Dabei hilft sie bei Hautproblemen und schmeckt gut im Salat. Bildrechte: Helma Bartholomay
Vogelmiere
Für viele Gartenbesitzer ist Vogelmiere Unkraut. Dabei hilft sie bei Hautproblemen und schmeckt gut im Salat. Bildrechte: Helma Bartholomay
Brennnessel
Brennessel-Suppe ist ein bekanntes Gericht. Wussten Sie aber, dass die Samen der Brennnessel auch als Vitalitätstonikum gegen Haarusausfall helfen sollen? Bildrechte: Helma Bartholomay
Bärlauch
Bärlauch wird gern mit den Blättern des giftigen Maiglöckchens verwechselt. Achten Sie einfach auf den Knoblauchgeruch des Bärlauchs, dann kann nichts schief gehen. Bildrechte: Helma Bartholomay
Gänseblümchen
Zauberhaft und unschuldig: das Gänseblümchen. Für viele ist es trotzdem ein Unkraut auf der Wiese. Geben Sie ihm eine Chance. Bildrechte: Helma Bartholomay
Ein Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis), auf einer Löwenzahnblüte
Nicht nur bei Insekten beliebt, wie hier dem Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis): Löwenzahn. Die Blüte schmeckt auch gut als Sirup verarbeitet. Bildrechte: IMAGO
Huflattich
Huflattich ist genügsam und wächst gern auf Gehwegen. Wer genau hinsieht, erkennt darin hübsche Farbtupfer. Bildrechte: Colourbox.de
Königskerze
Für manche Unkraut, für andere eine majestetische Pflanze: die Königskerze Bildrechte: IMAGO
Zwei Stengel Giersch
Giersch trägt, wie viele andere Wildkräuter auch, eine ganze Menge Vitamine und Mineralstoffe in sich. Bildrechte: IMAGO
Alle (8) Bilder anzeigen

Quelle: MDR SACHSEN

Dieses Thema im Programm im MDR SACHSENSPIEGEL 28.03.2019 | 19 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2019, 10:16 Uhr