Sächsisch schreien sich Maestria und Miraculix im Buch 'Asterix - De Rose und`s Schwärd' an.
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Wahl 2018 Sächsische Wörter des Jahres gesucht

Auch in diesem Jahr kürt die Ilse-Bähnert-Stiftung die Sächsischen Wörter des Jahres. Zusätzlich zum schönsten, beliebtesten und bedrohten Wort suchten wir bis zum 30. Juni 2018 auch Schimpfwörter. Jetzt werden die Einsendungen gesichtet.

Sächsisch schreien sich Maestria und Miraculix im Buch 'Asterix - De Rose und`s Schwärd' an.
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Rettung der sächsischen Mundart

Seit 2008 kürt die Ilse-Bähnert-Stiftung die Sächsischen Wörter des Jahres. Sinn der Aktion ist es, aussterbende sächsische Wörter zu retten und die sächsische Mundart als wichtigen Teil der deutschen Sprache zu fördern.

Jährlich kürt eine Jury die Sächsischen Wörter des Jahres. Als Mitglieder sitzen Kabarettist Tom Pauls, Journalist Peter Ufer und MDR Sachsenradio-Moderator Andreas Berger seit vielen Jahren im Gremium.

Immer im Frühjahr werden die Sachsen aufgerufen, ihre Wort-Vorschläge einzureichen. Gekürt wird das Wort des Jahres immer am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, bei der großen Sachsen-Wort-Gala im Dresdner Schauspielhaus.

Die bisherigen Sächsischen Wörter des Jahres:
Jahr Beliebtestes Wort Schönstes Wort Bedrohtestes Wort
2017 andadschn (etw. anfassen) Schmieche (Gliedermaßstab, Meterstab oder Zollstock Reformande (Strafpredigt)
2016 diggschn (eingeschnappt sein) Bibbus (kleines Teil) Mäffdl (kleines Auto)
2015 Blaadsch (ungeschickter Mensch) Dämmse (drückende Hitze, Schwüle) Eiforbibbsch (etwa wie "Ach Gott")
2014 Gelumbe (nutzlose Dinge) Däschdlmäschdl (Liebschaft) forblembern (trödeln, Zeit vergeuden)
2013 Hitsche (Fußbank) forhohnebibln (verspotten) schnorbslich (köstlich)
2012 didschen

(Lebensmittel in Flüssigkeit eintunken)
plumbn

(Wasser pumpen, heftiger Starkregen, schnell und viel trinken)
Renfdl

(Brotkanten)
2011 katschn

(laut kauen oder schmatzen)
bomforzionös

(großartig, aber etwas pompös)
Haderlump

(Taugenichts/ Landstreicher in abgerissener Kleidung)
2010 Hornzsche

(Rumpelkammer oder altes, verwahrlostes Haus)
bäbbeln

(Fußballspielen/ Kicken als Freizeitvertreib
dschidschoriengrien

(kräftige, "giftige" Grüntöne)
2009 färdsch

(fertig)
fischelant

(clever, rührig, auf Zack)
Asch

(Aufwaschschüssel oder große Waschschüssel)
2008 nu

(als Lückenfüller oder Synonym für "ja")
muddln

(vor sich hin arbeiten, sein Ding machen, etwas ziel- und lustlos bei der Sache sein)
lawede

(instabil, ausgeleiert, marode)

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2018, 07:53 Uhr