Schreiben Sie uns! Es geht wieder los: Sächsische Wörter des Jahres 2021 gesucht

Auch in diesem Jahr suchen wir wieder Ihre liebsten sächsischen Wörter. Zusätzlich zum schönsten, beliebtesten und bedrohten Wort suchen wir bis zum 9. Juli 2021 auch sächsische Wörter rund um die Reise.

Sächsische Wörter des Jahres gesucht.
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Auch in diesem Jahr suchen wir wieder Ihre liebsten sächsischen Wörter. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge. Wir suchen wieder das bedrohte, schönste sowie beliebteste Sächsische Wort. Zudem ist die Jury in diesem Jahr auch auf der Suche nach sächsischen Wörter rund um das Thema "Reise".

Wir suchen diesmal auch das originellste sächsische Wort um Reise-Sehnsucht, Reiselust, Reiseerlebnisse oder vielleicht auch Reisepannen auszudrücken. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Andreas Berger | Sachsenradio-Moderator und Jurymitglied

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Am 3. Oktober werden dann zum 14. Mal die Sächsischen Wörter des Jahres durch die Ilse-Bähnert-Stiftung, die "Sächsische Zeitung" und MDR SACHSEN gekürt. Einsendeschluss für Ihre Vorschläge ist der 9. Juli 2021.

Tom Pauls 2 min
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Woman in montains auf Felsen mit Rucksack mit seinen Armen gespreizt 3 min
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Alles, was wir momentan haben, ist reichlich Kopfkino, sind Fotoalben und Videofilme aus früheren schönsten Reise-Wochen des Jahres. Peter Ufer träumt davon.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mo 10.05.2021 20:30Uhr 03:00 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-1735312.html

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Audio
Dr. Peter Ufer 2 min
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Peter Ufer schaut den Sachsen für "Aufgefallen" auch dieses Jahr wieder auf die Gusche. Und weil der Sachse das Reisen so sehr liebt, spricht er sich für ein Navi nur für die Sachsen aus.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mo 03.05.2021 20:30Uhr 01:44 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-1729554.html

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Audio

Rettung der sächsischen Mundart

Tom Pauls
Spricht ein ganz feines Sächsisch: Tom Pauls Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit 2008 kürt die Ilse-Bähnert-Stiftung die Sächsischen Wörter des Jahres. Sinn der Aktion ist es, aussterbende sächsische Wörter zu retten und die sächsische Mundart als wichtigen Teil der deutschen Sprache zu fördern.

Jährlich kürt eine Jury die Sächsischen Wörter des Jahres. Als Mitglieder sitzen MDR SACHSEN-Moderator Andreas Berger, Kabarettist Tom Pauls und Journalist Peter Ufer seit vielen Jahren im Gremium. Auch Germanisten der Technischen Universität Dresden prüfen, ob die jeweiligen Wörter mitteldeutschen Ursprungs sind und als spezifisch sächsisches Vokabular gelten.

Die Sächsischen Wörter der vergangenen Jahre:
Jahr Beliebtestes Wort Schönstes Wort Bedrohtestes Wort Sonderkategorie
2020 Nieslbriem, ein einfältiger, unbeholfener oder auch etwas mürrisch daherkommender Mensch Schnudndeggl, auf Hochdeutsch "Mund-Nase-Schutz" oder "Maske" dambern, sich ohne Ziel und Zweck beschäftigen und rumtrödeln Gemütswort: gägsch, kränklich, blass oder auch weinerlich
2019 Bemme (Belegte Brotscheibe) budzsch (wunderlich, merkwürdiger, bedrohlicher Zustand) äscha (Ausdruck des Widerspruchs, Ablehnung oder Erstaunen) Kosewort: Guhdsdr (der Gute)
2018 friemeln (knifflige Zusammenhänge verknüpfen) Beschmuh (Schummelei, Schwindelei) dorwiern (quengeln, nerven) Schimpfwort: Diggnischl (Mann, der seine Meinung durchsetzen will)
2017 andadschn (etw. anfassen) Schmieche (Gliedermaßstab, Meterstab oder Zollstock Reformande (Strafpredigt)  
2016 diggschn (eingeschnappt sein) Bibbus (kleines Teil) Mäffdl (kleines Auto)  
2015 Blaadsch (ungeschickter Mensch) Dämmse (drückende Hitze, Schwüle) Eiforbibbsch (etwa wie "Ach Gott")  
2014 Gelumbe (nutzlose Dinge) Däschdlmäschdl (Liebschaft) forblembern (trödeln, Zeit vergeuden)  
2013 Hitsche (Fußbank) forhohnebibln (verspotten) schnorbslich (köstlich)  
2012 didschen (Lebensmittel in Flüssigkeit eintunken) plumbn (Wasser pumpen, heftiger Starkregen, schnell und viel trinken) Renfdl (Brotkanten)  
2011 katschn (laut kauen oder schmatzen) bomforzionös (großartig, aber etwas pompös) Haderlump (Taugenichts/ Landstreicher in abgerissener Kleidung)  
2010 Hornzsche (Rumpelkammer oder altes, verwahrlostes Haus) bäbbeln (Fußballspielen/ Kicken als Freizeitvertreib dschidschoriengrien (kräftige, "giftige" Grüntöne)  
2009 färdsch (fertig) fischelant (clever, rührig, auf Zack) Asch (Aufwaschschüssel oder große Waschschüssel)  
2008 nu (als Lückenfüller oder Synonym für "ja") muddln (vor sich hin arbeiten, sein Ding machen, etwas ziel- und lustlos bei der Sache sein) lawede (instabil, ausgeleiert, marode)  

Quelle: MDR/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.05.2021 | ab 05:00 Uhr