Entwarnung Keine Schweinepest bei totem Wildschwein in Chemnitz - Sachsen gerüstet

Wildschwein
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Nach dem Fund eines toten Wildschweins vergangenen Freitag am Chemnitztal-Radweg gibt die Landesuntersuchungsanstalt Entwarnung: Das Tier war nicht mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert. Die Feuerwehr hatte den Kadaver in besonderen Schutzanzügen mit schwerem Gerät geborgen.

Laut Ordnungs- und Veterinäramt bestand der Verdacht, das Wildschwein könnte mit dem Schweinepest-Virus infiziert sein, da es keine äußeren Verletzungen aufwies. Die Seuche war vergangene Woche bei einem toten Tier in Brandenburg nachgewiesen worden. Für Menschen gilt sie als ungefährlich.

Sachsen laut Ministerin gut vorbereitet

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping sieht Sachsen auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis man die ersten positiven Funde haben werde, sagte Köpping am Dienstag in Dresden. Der Freistaat habe schon im März einen rund 130 Kilometer langen mobilen Schutzzaun an der Grenze zu Polen errichtet. Zusätzlich werde nun ein 50 Kilometer langer fester Zaun angeschafft, der im Seuchenfall um die Gefahrenzone errichtet werden könne. Zudem bekämen Sachsens Jäger mobile Fanganlagen für Wildschweine.

Unterdessen sind in Brandenburg fünf weitere Wildschwein-Kadaver positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet worden.

Quelle: MDR/bh/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.09.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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