Einen sogenannten "Stinkefinger" zeigt ein Autofahrer aus seinem Auto.
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Meinungen unserer Hörer Hilft ein Tempolimit gegen Aggressionen im Straßenverkehr?

Einen sogenannten "Stinkefinger" zeigt ein Autofahrer aus seinem Auto.
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Wir haben unsere User gefragt: Hilft ein Tempolimit gegen Aggressionen im Straßenverkehr? Sie diskutierten mit uns bei Facebook, sagten Ihre Ihre Meinung auf unserer Homepage oder stimmten ab. Im Artikel haben wir eine Auswahl der Zuschriften, die wir erhalten haben, zusammengefasst.

Sven via Facebook

Wenn ich die Autobahn benutze dann nur weil ich schnell von a nach b will. Tempolimits sind nervig und stören nur!

Marion aus Chemnitz

Ich bin gegen ein Tempolimit. Es sollten alle zügig die angegebenen km/h fahren und nicht rumtrödeln, an Ampeln zügig losfahren und nicht denken, dass sie für die Einhaltung der Geschwindigkeit verantwortlich sind. Keine riesige Lücken lassen, denn da fahren andere sofort rein.


Also ich habe vor 616 Tagen die Reißleine gezogen: Auto abgeschafft! Diese tue ich mir nicht mehr an.

Jürgen via Facebook

Ingrid aus Radeburg

Es sollte auch in den Medien/Öffentlichkeit mehr über diese Sachen/StVO aufgeklärt werden. Bei manchen Kraftfahrern könnte man denken, dass sie nie eine Fahrprüfung abgelegt haben. Das fängt schon beim §1 an. Soweit ich mitbekommen habe, werden die Unfälle schwerer und kostenintensiver - dies sollte dann bei der Bemerkung angehängt werden "die Unfälle werden weniger".

Roland aus Ottendorf-Okrilla

Man sollte einfach einmal veraltete Regelungen wie die 60 außerorts für LKW auf den Prüfstand stellen. Es hält sich fast keiner daran. Für PKW außerorts 90 und LKW 80 und PKW auf Autobahnen 130, wie in Europa üblich. Auf alle zweispurigen Autobahnen ein LKW-Überholverbot, die Abstände zwischen den LKW werden größer!

Steffen aus Heidenau

Für Vielfahrer ist ein Limit schlecht, weil die Fahrt langweilig wird. Im Lkw von Burkau nach Dresden mit Überholverbot schwindet die Aufmerksamkeit. In Dresden gibt es keine grüne Welle mehr, weil spätestens an jeder zweiten Ampel ein Bus oder Tram die Schaltung manipuliert. Von der Stübelallee zur Waldschlösschenbrücke ist eine nach der anderen Ampel rot. An der Bergstraße vor dem Messpunkt steht eine Ampel die ist rot, weil da zwei Studenten über die Straße wollen (weiter vorn ist eine Brücke für Fußgänger). Dann fährt man mit 30 Tonnen im Rücken bergauf bis zur Ampel Nötnitzer Straße, die hat rot weil der Bus kommt - und dann sind die, die Selbstjustitz üben, die fahren dann mal bei 100 km/h auch nur 100 km/h auf der linken Seite der BAB und fühlen sich als Retter der Natur. Nur wenige werden da nicht Aggressiv.

Michael aus Lugau

Auf Autobahnen würde es die Aggressionen vermindern, auf Landstraßen und Städten eher nicht. Bei uns im Landkreis Stollberg befindet sich an jeder nur erdenklichen Kreuzung eine Ampel (viele sinnlos). An den Autobahnzubringern auf einer Distanz von 500m vier Ampeln, die nicht unbedingt alle auf grün stehen. Im Berufsverkehr enstehen ewige Staus und natürlich Aggressionen. Da nützt kein Tempolimit. Da nützt nur Kreisverkehr, so wie überall außerhalb von Deutschland. Dort fährt man entspannter. Und außerdem schont es die Umwelt, da der Verbrauch sinkt.


In Deutschland müssten viele Gesetze geändert werden. Ein Tempolimit hilft aber nicht, um Aggressionen abzubauen.

Wilfried aus Kirchberg

Rüdiger aus Coswig

Die Rücksichtlosigkeit im Straßenverkehr spiegelt doch nur den zunehmenden Verfall der Sitten in unserer Gesellschaft wieder. Der ausgeprägte Egoismus und die Mißachtung von persönlichen und gesellschaftlichen Regeln und Werten ist allgegenwärtig. Das werden auch schärfere Regelungen im Straßenverkehr, die ich übrigens für falsch halte, nichts ändern.

Familie Greißing aus Klingenthal

Tempo 130 auf Autobahnen wäre sehr sinnvoll. An Stelle immer neuer Regelungen und Vorschriften sollte die strikte Einhaltung der bereits bestehenden mit aller Konsequens endlich durchgesetzt werden. Damit wären wir ein ganzes Stück weiter - vor allem beim Thema Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand.

Ronny via Facebook

Wer sich über andere aufregt, verschenkt kostbare Zeit, in der man schönere Dinge machen kann. Und er bestätigt jene Aufreger in ihrem Handeln.

Herr Wagner aus Chemnitz

Es helfen weder neue Gesetze noch gravierende Geschwindigkeitsbeschränkungen gegen Raserei. Es helfen nur ständige Kontrollen (Tag und Nacht) und harte Strafen.
Alles geht natürlich auch auf die Autoindustrie zurück. Wozu Fahrzeuge mit überhohen PS-Leistungen? Diese Geschwindigkeiten können/sollten unter den Bedingungen Mitteleuropas nicht ausgefahren werden. Sehr stören auch die Ras- und Überholmannöver der Motorradfahrer sowie der Geräuschpegel, der von der Fahrweise dieser sowie den Fahrzeugen selbst ausgeht. Da sollte/muss bei der Zulassung der Fahrzeuge genau hingeschaut werden.


Es passieren zu viele tödliche Unfälle durch die unkontrollierte Raserei!

Klaus aus New York/USA

Herr Blog aus Windischleuba

Vorweg: Ich fahre gern und häufig schnell, auch jenseits der 200 km/h. Aber nur da, wo es die Straßenverhältnisse und der Verkehr zulassen! Andererseits bin ich in der Vergangenheit oft in diversen europäischen Ländern wie Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien tausende Kilometer mit Pkw bis 700 PS unterwegs gewesen. Da ist es für die Mehrheit selbstverständlich die Tempolimits von 130 km/h, in der Schweiz noch weniger, sowie mit drastischen Strafen, einzuhalten. Nur in Deutschland soll dies nicht möglich sein? Positiver Effekt wäre auch eine Senkung von CO2 und NOX durch die Verbrauchsreduzierung. Wir haben viel zu viele Gesetze, welche nicht kontrolliert werden können (z.B. Nutzung des Handys ohne Freispechanlage ) - da nutzt auch eine Erhöhung des Bussgeldes nichts.

Herr Rentzsch aus Dresden

Am besten, man verbietet das Autofahren gleich ganz. Dann kann auch nichts mehr passieren. Ich halte das Einrichten ständig neuer Geschwindigkeitsbegrenzungen, um dann ordentlich abzukassieren, für moderne Wegelagerei. Dadurch wird Frust nicht ab, sondern aufgebaut.

Jen via Facebook

Ich habe mal gelernt das man Emotiosgeladen nicht Auto fahren sollte. Deswegen laufe ich auch immer. :)

Herr André aus Neustadt

Die Kontrollen und vor allem die Strafen müssen deutlich erhöht werden. Beispiel Schweiz, da geht es wesentlich ruhiger zu. Kommt man dann aber zurück nach Deutschland, ist man ab der Grenze in der 100er Zone mit 130 km/h ein Hindernis.

Herr Richter aus Sebnitz

In Österreich, Frankreich und zum Beispiel in der Schweiz funktioniert es auch hervorragend (Anm. der Red.: das Tempolimit) und es ist ein viel entspannterres Fahren. Natürlich müsste es auch viel mehr Kontrollen und höhere Bußgelder (nach Einkommen) geben.

Vielen Dank für Ihre Einsendungen!