15 Jahre nach dem "Holzmichl" Was machen "De Randfichten" heute?

Den "Holzmichl" von "De Randfichten" kennen wahrscheinlich die meisten in Sachsen - und auch in ganz Deutschland war das Lied vor 15 Jahren der Renner. Es gab Platin-Schallplatten und sogar eine Goldene Henne. Danach wurde es ruhiger um das Trio. Was machen die Musiker heute? Die Sachsenradio-Morgenmoderatoren Elena und Silvio haben mit Michael Rostig von den Randfichten telefoniert.

Wie geht es "De Randfichten" heute?

Michael "Michl" Rostig: Nach den turbulenten Jahren ist es etwas ruhiger geworden. Wir werden ja auch langsam älter. Da kommt es uns entgegen, dass wir nicht mehr ganz so viel Stress haben wie das fast zehn Jahre lang der Fall war.

Ein Hit reicht für viele Künstler, um es geschafft zu haben. "Lebt denn der alte Holzmichl noch" war so ein Hit. Sind Sie Millionäre?

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo das ganze Geld hin ist :-). Also Millionäre sind wir nicht geworden. Wie man Einnahmen hat, so hat man auch Ausgaben. Die Lizenzen von den Plattenfirmen, die waren schon nicht schlecht. Aber das Geld gibt sich halt auch aus. Wir stehen alle gut da. Es ist nicht so, dass wir am Hungertuch nagen.

So ein Hit ist ein Glücksfall.

Michael "Michl" Rostig von "De Randfichten"
De Randfichten, Michael Rostig
Immer noch auf Tour: Michael "Michl" Rostig und "De Randfichten" Bildrechte: imago/suedraumfoto

Aber noch ein Hit wäre schon schön?

Wir haben nie gesagt, Mensch, jetzt muss wieder ein Hit her. Jetzt haben wir einen und jetzt muss es weitergehen. Wir haben uns immer davon leiten lassen: Es ist ein Glücksfall, wenn man so einen Hit hat und wenn noch einer kommt, ist es noch ein größerer Glücksfall. Wir haben kontinuierlich weitergearbeitet. Nach zehn Jahren hat dann unser Sänger aufgehört, da hat‘s uns ein bisschen zurückgeworfen. Da mussten wir eine neue Sängerin suchen. Jetzt 2018 hat der "Laudi" aufgehört, aber wir haben schnell wieder einen Ersatz gefunden. Sodass die Randfichten zu dritt weiter bestehen. Das alte Urgestein ist aber noch dabei.

Werden Sie immer noch erkannt?

Manche wollen es bei Auftritten gar nicht glauben, dass das immer noch die Randfichten sind. Erst wenn sie dann mich sehen, glauben sie es. Das Publikum ist zufrieden, dass es die Randfichten noch gibt. Da bekommen wir immer wieder gesagt: "Schön, dass ihr weiter macht." Und wenn es auch nur noch ein Urgestein ist :-).

Einer ist besser als keiner.

Ja, einer sollte schon noch von den Gründern dabei sein. Wenn ich nicht mehr weitermache, dann hören wir auf.

Viel Erfolg weiterhin.

Dankeschön - und ich grüße die Hörer von MDR SACHSEN.

Quelle: MDR/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.04.2019 | 05-10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. April 2019, 12:12 Uhr