Frau mit Möhren
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Was tun gegen den Jojo-Frust? Der Weg zu einem besseren Körpergefühl

Frau mit Möhren
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Sich im eigenen Körper wohlfühlen, selbst wenn da das eine oder andere Speckröllchen ist - wer das Ziel erreicht hat, fühlt sich gut, kann sein Leben genießen. Doch wie gelangt man zu dieser Einstellung? Unser Studiogast Ina Beitner gibt Tipps und macht Mut. Sie ist Studienleiterin für die EveryBody-Studie an der TU Dresden und hat an einem Programm mitgewirkt, dass Frauen dabei helfen soll, mit ihrem Körper zufriedener zu werden, ohne dafür erst überflüssige Pfunde abnehmen zu müssen.

Frauen hadern mehr mit ihrem Körper als Männer

Eine Frau hällt ein Stück Schokolade und eine Möhre in den Händen.
Nicht grübeln, sondern das Leben genießen, rät Ina Beitner. Bildrechte: colourbox.com

Die Tatsache, mit seinem Körper unzufrieden zu sein, ist eher ein Problem der westlichen Welt, hat die klinische Psychologin Ina Beitner herausgefunden. In Südamerika oder Asien sind die Menschen zufriedener mit sich selbst. Grundsätzlich machen sich Frauen mehr Sorgen über ihre Figur als Männer. Der Grund sind meist gesellschaftliche Rollenbilder. Über alle Altersklassen hinweg sind Essstörungen verbreitet. Bei Frauen nimmt die Zahl der Betroffenen ab 60 Jahren ab. Männer, die unzufrieden mit ihrem Körper sind, und die zu Essstörungen neigen, trifft man oft in einem Alter um die 50 an.

Wer unzufrieden mit seinem eigenen Körperbild ist, hat meist auch andere Probleme, weiß Ina Beitner. Oft haben die Personen ein geringes Selbstwertgefühl oder neigen beispielsweise zu Perfektionismus.

Ab ins Schwimmbad - trotz Speckröllchen

Was kann man tun, um sich dem Druck von außen, schön und schlank auszusehen, nicht weiter auszusetzen? "Es ist gut, so zu tun, als ob man sich in seinem Körper zu Hause fühlt", sagt die Psychologin und meint damit, trotz einiger Dellen, Falten und Speckröllchen am Körper, ins Schwimmbad zu gehen oder zu tanzen. Sie plädiert dafür, die Dinge zu machen, auf die man Lust hat und nicht darauf zu warten, bis man vielleicht zehn Kilogramm abgenommen hat.

Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell Patientinnen mit schwerer Essstörung an sich etwas verändert haben, eben weil sie noch ein anderes Ziel hatten, zum Beispiel ein Kind bekommen oder den Studienplatz nicht zu verlieren.

Ina Beitner | Studienleiterin der EveryBody-Studie an der TU Dresden

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.10.2018 | 10:00-13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2018, 14:52 Uhr