Vorsicht! Was tun, wenn ich einem Wildschwein begegne?

Vor allem im Herbst kreuzen Wildschweine gerne mal die Straßen. Auch in Städten sind sie immer häufiger zu sehen. Aber was tun, wenn einem plötzlich so ein imposantes Tier gegenüber steht? Immerhin können die Tiere bis zu 200 Kilogramm schwer und bis zu 60 km/h schnell werden. Darüber hat MDR SACHSEN-Moderator Maik Teschner mit Sören Sabisch vom Landesjagdverband Sachsen gesprochen.

Ein Wildschwein im Wald
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Sollte man vor Wildschweinen Angst haben?

Wildschweine sind grundsätzlich friedliche Tiere, sagt Sören Sabisch vom Landesjagdverband Sachsen. Sie hätten eher Angst vor dem Menschen, denn sie wissen, dass sie gejagt werden.

Die meisten Schweine suchen eher die Flucht als den Angriff.

Sören Sabisch | Landesjagdverband Sachsen

Was sind Anzeichen dafür, dass sich Wildschweine durch den Menschen bedroht fühlen?

Wenn sich eine Bache gemeinsam mit ihren Frischlingen erschreckt fühlt bzw. diese verteidigen will, fange diese an zu schnaufen und mit den Backen zu blasen, so Sören Sabisch. Das sei das erste Warnsignal, auf das man reagieren sollte.

Wie sollte man sich in so einer Situation verhalten?

In so einem Fall solle man stehen bleiben oder in normalem Tempo umkehren, empfiehlt Sabisch. Wichtig sei es, den Schweinen Fluchtwege zu lassen.

Wenn ich sie in die Enge treibe, kann die Sau schon gefährlich werden.

Sören Sabisch | Landesjagdverband Sachsen

Eine weitere Möglichkeit wäre, auf einen Baum, einen Hochstand, einen Stein oder eine andere Erhöhung zu klettern, um dort Schutz zu suchen. Der Grund: Wildschweine sind schlechte Kletterer.

Kommt es zum Angriff ...

... gehen die Sauen dem Menschen gerne zwischen die Beine und können so mit ihren Hauern lebenswichtige Blutbahnen durchtrennen, weiß der Experte.

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.11.2018 | 10:00-13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2018, 17:21 Uhr