Wintersport Skisprung-Elite feiert in Klingenthal Premiere

Am Wochenende steigt in Klingenthal der Weltcup der Skispringer. Nachdem die Frauen und Männer in der Vergangenheit immer auf unterschiedlichen Schanzen unterwegs waren, gibt es diesmal eine Premiere zu feiern.

Skispringen Vogtland Arena Klingenthal
Skisprungschanze Vogtland Arena. Bildrechte: imago images/Eibner

Am Wochenende erwartet die Fans in Klingenthal ein Skisprungfest. Zur 12. Weltcup-Auflage gibt sich wieder die Weltelite ein Stelldichein, zudem wird es eine Premiere geben. Nachdem die Skispringer in der Vergangenheit immer auf unterschiedlichen Schanzen unterwegs waren, feiern diesmal die Frauen und Männer gemeinsam eine Premiere und werden jeweils ihre Besten ermitteln.

14 DSV-Athleten im Einsatz

Von den DSV-Athleten gehen insgesamt sieben Männer und sieben Frauen über den Bakken. Bei den Männern steht am Sonnabend ein Teamspringen und am Sonntag das Einzelspringen auf dem Programm. Die Frauen messen sich am Sonnabend im Einzel-Wettkampf. Das letzte Weltcup-Springen in der Vogtland Arena gewann 2016 der damals 17-jährige Slowene Domen Prevc, der sich vor dem Norweger Daniel Andre Tande und Stefan Kraft aus Österreich durchsetzte. Im Mannschafts-Wettbewerb triumphierten die Polen vor den Deutschen (Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Severin Freund, Andreas Wellinger) und den Österreichern.

Karl Geiger in Nischni Tagil
Karl Geiger in Nischni Tagil. (Archiv) Bildrechte: imago images/Eibner Europa

Vertrauen in Sorgenkind Eisenbichler

Markus Eisenbichler
Zurzeit gibt es für Markus Eisenbichler wenig zu lachen. (Archiv) Bildrechte: imago images/GEPA pictures

Bei den DSV-Adlern sind derzeit Freund und Wellinger nicht dabei, neue Heißsporne sind hinzugekommen. Allerdings läuft es bei den Deutschen noch nicht rund. Leader ist zurzeit Karl Geiger, der mit einem zweiten Platz im russischen Nischni Tagil bisher das beste Resultat des Winters aus deutscher Sicht erzielte. Auch Youngster Constantin Schmid ließ mit einem siebten Rang im Ural aufhorchen. Ansonsten springen die anderen Skiadler derzeit der Spitze hinterher. Größtes Sorgenkind ist Weltmeister Markus Eisenbichler, der weit von seiner einstigen Weltklasse-Form entfernt ist. Nur einmal in vier Wettbewerben überstand der Triumphator der Vorsaison den ersten Durchgang - und das in Kuusamo auch nur aufgrund von Disqualifikationen. Dennoch hält Bundestrainer Stefan Horngacher am einstigen Topathleten fest: "Markus braucht noch etwas Zeit, mit ihm werden wir geduldig weiterarbeiten."

Seyfarth mit besten Erinnerungen

Bei den Frauen gab es bei der Nominierung für Klingenthal keine Überraschung. Bundestrainer Andreas Bauer hofft nach dem Start im norwegischen Lillehammer auch auf den Heimvorteil. "Darauf freuen wir uns sehr. Wir hatten im Oktober die Deutschen Meisterschaften in Klingenthal und dort auch zwei längere Trainingslager absolviert. Wir sind gut auf diese Schanze eingestellt", betonte Bauer. Mit den besten Erinnerungen dürfte Juliane Seyfarth in den Wettkampf gehen. Die 29 Jahre alte Sportlerin von der TSG Ruhla holte sich mit 129,5 und 124,5 Metern die DM-Goldmedaille und setzte sich gegen Katharina Althaus und Agnes Reisch durch.

Juliane Seyfarth (GER) Hinterzarten
Juliane Seyfarth. (Archiv) Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Zeitplan des Weltcup-Springens in der Vogtland Arena

Freitag (13. Dezember)
11:00 Uhr: Offizielles Training Frauen
13:00 Uhr: Offizielles Training Männer
15:45 Uhr: Qualifikation Männer
17:30 Uhr: Qualifikation Frauen
Sonnabend (14. Dezember)
10:45 Uhr: Probedurchgang Frauen  
11:45 Uhr: Wettkampf Frauen  
14:45 Uhr: Probedurchgang Männer  
16:00 Uhr: Wettkampf Männer Team  
Sonntag (15. Dezember)
14:45 Uhr: Probedurchgang Männer  
16:00 Uhr: Wettkampf Männer  

jmd/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Dezember 2019 | 16:30 Uhr