Radsport | Bahnrad | EM in Grenchen (Schweiz) Chemnitzerin Friedrich rast erneut zu Silber

Die für ein Chemnitzer Team startende Lea Sophie Friedrich ist bei der Bahnrad-EM in der Schweiz bereits zu ihrer zweiten Silbermedaille gerast. Darüber war sogar ihr Teamchef überrascht.

Lea-Sophie Friedrich
Lea Sophie Friedrich Bildrechte: IMAGO/Beautiful Sports

Lea Sophie Friedrich hat am Donnerstag bei den Bahnradsport-Europameisterschaften in Grenchen die Silbermedaille im Sprint der Frauen gewonnen. Die Olympia-Fünfte in dieser Disziplin, die seit einigen Wochen in Cottbus lebt und trainiert, unterlag im Finale in zwei Läufen der Keirin-Olympiasiegerin Shanne Braspennincx aus den Niederlanden.

Zweite EM-Medaille für die Chemnitzerin

Für Friedrich, die für das Chemnitzer Team "Theed Projekt Cycling" startet, war es nach Silber im Teamsprint bereits die zweite Medaille in der Schweiz. Platz drei ging an Mathilde Gros aus Frankreich. "Ich bin happy mit der Silbermedaille. Im Finale war ich sehr, sehr müde. Da ging nicht mehr. Aber ich bin sehr zufrieden und nehme viel aus diesem Turnier mit", sagte Friedrich.

Dreifach-Weltmeisterin Emma Hinze ist bei der EM nicht am Start. Die gebürtige Hildesheimerin bereitet sich derzeit auf die WM in Frankreich vor. Für die bisher einzige Goldmedaille in Grenchen hatte der Frauen-Vierer am Mittwoch gesorgt.

"Hat noch gar nicht so viel gemacht auf dem Bahnrad"

In der Qualifikation am Mittwoch stellte Friedrich in 10,464 Sekunden die Bestzeit auf und erreichte problemlos das Halbfinale. Hier schaffte die 21-Jährige gegen die Olympia-Zweite Olena Starikova aus der Ukraine die Olympia-Revanche und setzte sich nach Rückstand mit 2:1 durch. "Lea war zuletzt im 'Club der Besten' und hat noch gar nicht so viel gemacht auf dem Bahnrad. Aber sie hat schon wieder richtig Druck - ich freue mich schon auf die WM", sagte Teamchef Michael Hübner in Grenchen. Die Weltmeisterschaften finden vom 20. bis 24. Oktober in Roubaix statt.

Lea-Sophie Friedrich
Lea Sophie Friedrich Bildrechte: IMAGO/Beautiful Sports

Pech für Leipziger Groß - Debütant Heinrich Fünfter

Felix Groß aus Leipzig verpasste als Sechster der 4000-Meter- Einerverfolgung die erhoffte Medaille. "Mein Gegner hat leider kurzfristig zurückgezogen, deshalb musste ich die Qualifikation allein fahren. Das macht locker zwei bis drei Sekunden aus", sagte der dreimalige U23-Europameister in dieser Disziplin. Auf die WM in zwei Wochen in Roubaix verzichtet Groß. Nach seinem Wechsel zum World-Tour-Team "UAE Emirates" findet parallel bereits das erste Teamtreffen statt. EM-Debütant Nicolas Heinrich aus Chemnitz steigerte sich auf 4:11,139 Minuten und belegte Platz fünf.

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 07. Oktober 2021 | 21:40 Uhr

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