Radsport | Bahnrad | EM in Grenchen (Schweiz) Zweites Silber für Pauline Sophie Grabosch

Am vorletzten Tag der Bahnrad-EM in der Schweiz ist die Erfurterin Pauline Sophie Grabosch erneut auf das Podium geklettert. Bei Olympia musste sie noch zuschauen. Gold in der Verfolgung sicherte sich Lisa Brennauer.

Pauline Sophie Grabosch gewinnt Silber im 500-Meter-Zeitfahren
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Bei der Bahnrad-EM in Grenchen (Schweiz) hat Pauline Grabosch aus Erfurt im 500-Meter-Zeitfahren einen starken zweiten Platz belegt. Im Finale steigerte sich die gebürtige Magdeburgerin auf 33,336 Sekunden und fuhr damit in den Bereich ihrer persönlichen Bestleistung von der WM 2020 in Berlin. Den Sieg holte sich die zweimalige Weltmeisterin Daria Schmelewa aus Russland in 33,086 Sekunden. Platz drei ging an die Russin Jana Tyschtschenko (33,534). Grabosch hatte bereits Silber in Grenchen im Teamsprint gewonnen.

Aus einem mentalen Tief herausgekämpft

"Die Zeit war wirklich gut. Die hatte ich ehrlich gesagt nicht so erwartet nach der kurzen Vorbereitung", sagte Heimtrainer Tim Zühlke, der in Grenchen die deutschen Ausdauer-Männer interimsweise betreut. Nach dem überraschenden WM-Sieg im Teamsprint 2018 fiel die 23-Jährige Mitte 2018 in ein mentales Tief, aus dem sie sich ab Ende 2019 und der Rückkehr zu Zühlke herauskämpfte. Der erneute WM-Sieg 2020 im Teamsprint als Anfahrerin bestätigte das.

Pauline Sophie Grabosch im 500-Meter-Zeitfahren.
Pauline Sophie Grabosch beim 500-Meter-Zeitfahren Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Grabosch im neuen Format gesetzt

Zwar musste Grabosch in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen mit der Rolle als Ersatzfahrerin vorliebnehmen, im neuen Format mit drei Sprinterinnen ist sie aber neben den Olympia-Zweiten Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich (beide Cottbus) gesetzt. "Sie wird aber ihre Zukunft nicht auf der Position eins haben. Sie kann auf jeden Fall auch auf der Position drei fahren", sagte Zühlke. Mit der Zeit und ihrer Platzierung über die 500 Meter bestätigte Grabosch bei der EM diese Ambitionen. "Sie ist voll auf Paris 2024 fokussiert", betonte Michael Hübner, Sportlicher Leiter aus dem Chemnitzer Team "Theed Projekt Cycling".

Olympiasiegerin Brennauer mit zweitem Gold

Noch besser als Grabosch lief es für Lisa Brennauer. Die Olympiasiegerin aus Kempten holte in Grenchen ihre zweite Goldmedaille. Die 33-Jährige setzte sich im Finale der Einzelverfolgung gegen die Französin Marion Borras durch. Bronze ging an Mieke Kröger (Bielefeld), die vor der Italienerin Martina Alzini ins Ziel kam.

dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 08. Oktober 2021 | 23:40 Uhr

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