Radsport | Bahnrad | WM in Roubaix Gold mit Weltrekord und Bronze: Deutsche Teamsprinter räumen ab

Gleich zum Start der Bahn-Rad-WM in Roubaix (Frankreich) haben die deutschen Teamsprinter-Teams Gold und Bronze geholt. Bei den Frauen verbesserte das Trio um die Erfurterin Pauline Grabosch sogar den Weltrekord dreimal.

Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze
Das deutsche Gold-Trio auf der Bahn in Roubaix Bildrechte: IMAGO/Sirotti

Die deutschen Teamsprinterinnen haben dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der Bahn-WM in Roubaix einen perfekten Start beschert. Die Titelverteidigerinnen Emma Hinze (Cottbus), Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) gewannen am Mittwoch in 46,064 Sekunden Gold im Finale gegen Russland und verbesserten den Weltrekord zum dritten Mal binnen weniger Stunden. Bronze sicherte sich das Trio aus Großbritannien, das sich im Rennen um Platz drei gegen Japan durchsetzte.

Überraschungsbronze bei den Männern mit Stefan Bötticher

Stefan Boetticher bei Olympia 2020 auf der Bahn
Stefan Bötticher bei Olympia Bildrechte: imago images/Sven Simon

Im Teamsprint der Männer erkämpften sich Ex-Weltmeister Joachim Eilers (Köln), Stefan Bötticher (Chemnitz) und Nik Schröter (Cottbus) zudem etwas überraschend die Bronzemedaille. Mit einer Zeit von 43,141 Sekunden besiegten sie im Rennen um Platz drei ebenfalls Russland. Es war die erste WM-Medaille in dieser Disziplin seit 2016. Gold ging an Olympiasieger und Weltmeister Niederlande, das gegen den Olympiadritten Frankreich die Nase vorn behielt.

Grabosch und Hinze wie 2020 in Berlin

Bei der WM in Berlin im vergangenen Jahr hatte Hinze bereits zusammen mit Grabosch im Teamsprint triumphiert und insgesamt drei Goldmedaillen geholt. Bei den Olympischen Spielen in Tokio sicherte sich Hinze mit Friedrich Silber im Teamsprint. Zum ersten Mal wurde der Teamsprint der Frauen bei einer WM mit drei statt zwei Fahrerinnen ausgetragen.

Weltrekord dreimal verbessert

Pauline Sophie Grabosch gewinnt Silber im 500-Meter-Zeitfahren
Bei der EM vor kurzem in der Schweiz freute sich Pauline Grabosch über Silber im 500-m-Zeitfahren. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Bereits vor dem Finale hatten Hinze, Grabosch und Friedrich ihre Ambitionen doppelt untermauert. Das Trio verbesserte den erst bei der EM vor zwei Wochen in Grenchen (Schweiz) von den Niederländerinnen aufgestellten Weltrekord in der Qualifikation auf 46,511 Sekunden. In der Vorschlussrunde setzte das Trio noch einen drauf und die Bestzeit noch einmal auf 46,358 Sekunden. Dann folgte die Krönung im Finale.

sid

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 20. Oktober 2021 | 23:40 Uhr

1 Kommentar

Superspreader Thoralf vor 5 Wochen

Super! Klasse gemacht, Mädels! Wie sagte Frau Grabosch? : Das Regenbogen Trikot steht euch sehr gut! ❤️💐👍🏻